Kita-Plätze: Dringender Handlungsbedarf in der Südstadt

Aber Verwaltung und OB beteuerten immer wieder, der Rechtsanspruch sei erfüllt. Nun wehren sich Eltern gemeinsam in Form einer Elterninitiative, und diese Vernetzung halten wir für sehr wichtig. Wir fordern, den Bürgerantrag der Elterninitiative bereits in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie zu behandeln, denn der Bürgerausschuss tagt erst vor der Sommerpause und nach der Ratssitzung. Das ist für die Eltern zu spät..?Bisher sei die Kita-Platz-Suche immer ein rein individuelles Problem der Eltern gewesen, denn auch in den vergangenen Jahren mussten Eltern schon mit einer Klage drohen, falls sie keinen Kita-Platz bekommen sollten. In solchen Fällen hat das Amt für Kinder, Jugend und Familie schnell Abhilfe geschaffen.Paß-Weingartz:? Auf der Strecke geblieben sind allerdings die Eltern mit ihren Kindern, die nichts vom Rechtsanspruch wissen bzw. nicht in der Lage sind, ihn einzufordern. Es kommt immer wieder vor, dass selbst 4-jährige noch nicht im Kindergarten sind, weil sie keinen Platz bekommen haben.?Nach Auffassung der Grünen muss sofort gehandelt werden. Jedes Kind hat mit seinem 3. Geburtstag einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ? und der darf auch mit dem Ausbau der Plätze für unter 3-jährigen nicht vernachlässigt werden.Hinweise auf fehlende Plätze gibt es schon lange, nicht umsonst boomen die privaten Anbieter von Betreuungsplätzen auch bei Kindern über 3 Jahren. Allerdings sind diese Plätze extrem teuer ? ab 600 Euro aufwärts pro Kind. Aus diesem Grund haben die Grünen auch für die kommende Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie die längst überfällige Fortschreibung der Kindertagesstättenbedarfsplanung eingefordert. Denn die letzte Fortschreibung aus 2006 hat für 2008, 2009 und 2010 eine Unterdeckung an Kindergartenplätzen prognostiziert. Allerdings wurde schon hier ein Berechnungsmodell gewählt, das von ?Bruttoplätzen? ausgeht ? d.h., von potentiellen Überbelegungen von Kindergartengruppen. Die Kinderzahlen wurden dagegen nach dem ?Städtetagsmodell? berechnet, dies bedeutet, dass zum 1.1.06 es zwar 10.084 Kinder über 3 Jahre in Bonn gab, aber über diese Formel wurden daraus ?nur? 9.054 Kinder. Außerdem halten die Grünen ein ?zentrales Anmelde-verfahren? für notwendig. Dazu müssten aber alle Kitas, auch die der freien Träger ent-sprechend mit der Verwaltung vernetzt werden, um freie Plätze bzw. Belegungen umge-hend melden zu können.Paß-Weingartz:? Wir haben die fehlenden Kita-Plätze für den nächsten Ausschuss bereits thematisiert, wir fordern die unverzügliche Fortschreibung des Kindertagesstättenbedarfs-planes. Der Ausschuss sollte darüber informiert werden, wo welche Plätze fehlen um dann entsprechend darauf zu reagieren. Außerdem wird die Bedarfserhebung ? auch für die U-3 Plätze dringend notwendig, wir wissen z.B., dass eine Einrichtung für ihre kleine alters-gemischte Gruppe 120 Absagen verschicken musste. Wenn Bonn kinderfreundliche Stadt werden will, sollten wir die Eltern mit ihren Betreuungsproblemen nicht im Regen stehen lassen.?

 

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