Kitaplätze: Grüne fordern Bedarfsplanung

Die grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:? Die Gruppen werden aber nicht größer, was bedeutet, dass vier bis sechs Plätze für 2-jährige Kinder den Rechtsanspruchskindern dann nicht mehr zur Verfügung stehen.?Der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz besteht ab dem dritten Geburtstag eines Kindes, allerdings gilt er nicht für einen Tagesstättenplatz, ein Angebot für den Vormittag würde den Rechtsanspruch abdecken.Paß-Weingartz:? Wir wissen, dass die Nachfrage nach Ganztagesplätzen sehr viel höher ist, als Plätze zur Verfügung stehen. Nur deshalb boomen in Bonn auch die privat-gewerblichen Kinderbetreuungseinrichtungen, in denen die Plätze aber ab 600 Euro aufwärts kosten ? eine Menge Geld für die Eltern.?Der Rat hatte 2003 beschlossen, die Kita-Bedarfsplanung jährlich fortzuschreiben, denn in Bonn steigen die Kinderzahlen immer noch an. Schon in der letzen Fortschreibung von 2006 wurde deutlich, dass Plätze fehlten, denn insgesamt 10.084 Kindern standen 8.611 Plätze zur Verfügung. Es gab trotzdem freie Plätze, diese aber vor allem in den reinen Kindergartengruppen mit geteilten Öffnungszeiten.Vor allem mahnen die Grünen die fehlenden Integrationsplätze für Kinder unter 3 Jahren an. Es gibt derzeit einen einzigen Platz in einer Elterninitiative. Beschlossen wurden jährlich 5 neue Plätze für Kinder mit einer Behinderung.Paß-Weingartz:? Das KiBiz führt in Bonn dazu, dass es zwar mehr Plätze für 2-jährige Kinder gibt, dies aber zu Lasten der älteren Kinder geht. Und Plätze für Kinder unter 2 Jahren werden in diesem Jahr überhaupt nicht geschaffen. Deshalb halten wir die Fortschreibung des Kindertagesstättenbedarfsplanes für dringlich. Wir sollten wissen, wo welche Plätze fehlen um dann entsprechend darauf zu reagieren. Wenn Bonn kinderfreundliche Stadt werden will, sollten wir die Eltern mit ihren Betreuungsproblemen nicht im Regen stehen lassen.?

 

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