Koalition erhöht spürbar die Zahl der OGS-Plätze

Ab dem Schuljahr 2018/19 soll die Zahl der OGS-Plätze jährlich um weitere 150 Plätze auf dann insgesamt 300 steigen. Diese spürbare Erhöhung der Platzzahl hat die Jamaika-Koalition nun auf den Weg gebracht. Ein entsprechender Antrag wird in den Sitzungen des Schulausschusses, des Jugendhilfeausschusses und des Rates im September beraten. „Wir wollen mit dieser bewussten Entscheidung Eltern, deren Kinder außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote besuchen, in ihrer Erziehungsarbeit unterstützen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern.“, so die schulpolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen. Die OGS ist in Bonn ein Erfolgsmodell. Wenn man die Übermittagsbetreuung mitberechnet, dann haben wir in Bonn heute schon eine Betreuungsquote von ca. 76% erreicht. Das ist landesweit ein sehr gutes Ergebnis, es deckt aber noch nicht den Bedarf. Unser Antrag ist vondaher ein weiterer, wichtiger  Schritt in Richtung Vollversorgung,.

Christian Steins, schulpolitischer Sprecher der CDU: „Das Erfolgsmodell OGS geht weiter. Wir begrüßen außerordentlich, dass neben der Qualitätsoffensive aus dem vergangenen Jahr nun auch die Quantität folgt und wir trotz Haushaltssicherung uns schneller in Richtung Bedarfsdeckung bewegen.“

Anja Lamodke, schulpolitische Sprecherin der Grünen, betont, „dass der zukünftiger Ausbau an Schulen zukünftig nach sozialen Faktoren erfolgen soll. OGS soll dort prioritär ausgebaut werden, wo der Bedarf am höchtsen ist. Dazu zählt nicht nur der von Eltern formulierte, sondern auch der soziale Bedarf. Dazu gehört die Berufstätigkeit der Eltern, die Quote von Alleinerziehenden, sowie die soziale Durchmischung der OGS-Landschaft.

Franziska Müller-Rech MdL, schulpolitische Sprecherin der FDP, unterstreicht, „dass die zu überarbeitenden Rahmenbedingungen und Aufnahmekriterien im Dialog mit den Schulen, OGS-Trägern und Eltern erfolgen sollen“.

Die Koalition hält zudem fest, dass als Bedingung für den Ausbau der OGS, die jeweiligen Schulen ein Raumkonzept vorlegen müssen. Eine multifunktionale Nutzung von Klassen- und Gruppenräumen und somit die Verzahnung von Vor- und Nachmittag wird ausdrücklich erwünscht.

Insbesondere soziale Faktoren werden neben der Warteliste eine Rolle bei der Vergabe der Plätze spielen. Dazu gehören u.a.:

– Berufstätigkeit der Eltern
– Alleinerziehungsmerkmal
– Migrations- oder Flüchtlingshintergrund der Kinder
– Geschwisterkinder
– Kinder von Bonn- Ausweis Familien etc.

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