Koalition erwartet von Stadtverwaltung engagierte Umsetzung der Ratsaufträge

Die erneuten öffentlichen Äußerungen der Verwaltung zu den mangelnden Erfolgsaussichten einer Kündigung von Friedhelm Naujoks sind in den Reihen der schwarzgrünen Koalition auf scharfe Kritik gestoßen.

 

„Wer vor einer Auseinandersetzung dem Gegner bereits kampflos seine Waffen übergibt, kann nicht  erwarten, dass er den Kampf gewinnt“, kritisieren die Geschäftsführer von CDU und GRÜNEN, Georg Fenninger und Tom Schmidt aus dem Urlaub. „Entweder hat die Verwaltung nichts dazugelernt oder sie ist an einer erfolgreichen Kündigung nicht interessiert…“Zunächst habe es der OB versäumt bzw. bewusst unterlassen, seinem Parteifreund im Zusammenhang mit den im Rechnungsprüfungsbericht enthaltenen schweren Vorwürfen zu kündigen. Nachdem der Stadtrat dann auch in Ergänzung der Vorwürfe im Z-sammenhang mit den Legionellen-Anlagen (Oxidationsanlagen) in Schulen erneut die Kündigung forderte, sei die Verwaltung mit deutlichem Widerwillen und  der öffentlichen Ansage nachgekommen, dass man vor dem Arbeitsgericht keine Aussicht auf Erfolg sehe.„Das Ergebnis ist bekannt und nach diesem Vorlauf wenig verwunderlich“, so Fenninger und Schmidt.  Die Aufforderung des Gerichts, Herrn Naujoks wieder mit den verbleibenden Aufgaben im Zusammenhang mit der Sanierung der Mülldeponie Bornheim-Hersel und der ingenieurmäßigen Beratung und Begleitung von Projekten im Rahmen der Städtepartnerschaften zu beschäftigen, halten die Koalitionsvertreter für realitätsfremd.„Abgesehen davon, dass es für diese Themen gar keine definierten Aufgaben gibt, ist es doch offenkundig, dass das Vertrauensverhältnis zu dem leitenden Mitarbeiter Naujoks nachhaltig gestört ist“, argumentieren Fenninger und Schmidt. „Deshalb ist der Gang in die Berufung der einzig richtige Weg. Unverständlich bleibt auch, warum der OB nicht längst im Verfahren einen Antrag zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses nach dem Kündigungsschutzgesetz gestellt hat.“Damit bestünde zumindest die Möglichkeit, dass nur noch ein Jahresgehalt als Abfindung gezahlt werden muss.„Wenn der OB weiter daran arbeitet, Naujoks an Bord zu halten, sollte er einen klar umrissenen Arbeitsbereich  für ihn definieren und dafür dann auch die persönliche Verantwortung übernehmen“, so die Geschäftsführer.

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld