Koalition fordert OB auf, Naujoks fristlos zu kündigen

Frist läuft morgen (Donnerstag) ab!Die schwarzgrüne Koalition hat den Bonner Oberbürgermeister unmissverständlich aufgefordert, den ehemaligen SGB-Chef Friedhelm Naujoks fristlos zu kündigen.Die Koalitionsvertreter zeigten kein Verständnis dafür, dass die Verwaltung bis heute nicht mitgeteilt und begründet habe, wie sie in der Angelegenheit verfahren wolle, obwohl nach ihren Informationen die Frist zum Handeln bereits morgen, am Donnerstag den 11.10.12, abläuft.„Wir hatten den OB und seine Verwaltung bereits kurz nach der Anklageerhebung schriftlich aufgefordert, die notewendigen arbeitsrechtlichen Schritte zügig und unter Wahrung der Fristen vorzubereiten und den Fraktionen das Ergebnis mitzuteilen“, so die Koalitionsvertreter Peter Finger (GRÜNE) und Georg Fenninger (CDU ). „Das hatte die Verwaltung auch so zugesagt. Obwohl die Frist nun morgen abläuft, hat die Verwaltung bis heute weder erklärt, wie sie vorzugehen gedenkt noch den Fraktionen die Unterlagen vorgelegt, die das Ergebnis der arbeitrechtlichen Beratung dokumentieren. Dieses Verhalten ist unprofessionell und intransparent.“Die Koalitionsvertreter hatten deshalb gestern Abend Akteneinsicht beantragt und heute durchgeführt. Sie bekräftigten danach ausdrücklich ihre Forderung nach einer fristlosen Kündigung für Naujoks.Schon der WCCB-Bericht, den das Rechnungsprüfungsamt im Auftrag des Rates erstellt hatte, habe mit aller Klarheit festgestellt, dass ein ordnungsgemäßes Controlling des WCCB nie stattgefunden habe und dass das Testat welches  als Grundlage zur Abrufung der Landesmittel gedient habe, mit der Realität nicht viel zu tun gehabt habe.„Dafür hatte Friedhelm Naujoks die zentrale Verantwortung“, sagte Fenninger. „Das der Oberbürgermeister sich damals geweigert hat, daraus die Konsequenzen zu ziehen und Herrn Naujoks fristlos zu kündigen, ist vollkommen unverständlich.“Im Licht der heutigen Anklage sei es besonders bitter, dass die Stadt Naujocks bis heute weitere knapp 200. 000 Euro überwiesen hat, ohne das dem eine Leistung gegenüber steht und das Naujocks bis heute zusätzlich eine hohe 6stellige Summe als Abfindung fordere.„Wir erwarten selbstverständlich, dass die Verwaltung diesmal die gesetzlichen Fristen für die Kündigung wahrt, ansonsten muss sie mit Schadensersatzforderungen durch den Rat rechnen“ sagte Peter Finger. „Eine so gravierende Fehlentscheidung, wie sie nach Bekanntwerden des Rechnungsprüfungsberichtes zum WCCB durch den OB in Bezug auf Friedhelm Naujoks getroffen wurde, darf sich nicht wiederholen.“

 

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