Koalition setzt beim Haushalt Akzente im Bereich Internationales und Wissenschaft

Die schwarz-grüne Koalition bringt in die Haushaltsberatungen einen gemeinsamen Antrag zum Bereich Internationales und Wissenschaft ein. Er enthält eine eigene Haushaltsstelle über 25.000 Euro für entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Projektpartnerschaften, 50.000 Euro zur Beantragung von EU- oder nationalen Mitteln als dabei notwendiger Eigenanteil, sowie 25.000 Euro für Projekte im Rahmen des Konzeptes „Stadt der Wissenschaft“. Dazu erklären die Sprecherinnen ihrer Fraktionen im Ausschuss für Internationales und Wissenschaft Gabriele Albert-Trappe (Grüne/Internat.), Angelica M. Kappel (Grüne/Wiss.) und Christiane Overmans (CDU):

 

„Die Internationalität ist neben Beethoven ein wichtiger Baustein im Marketing Konzept unserer Stadt. Das Internationale Bonn mit den inzwischen 19 UN-Organisationen und internationalen und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen hat inzwischen mit ihren Nachhaltigkeitsthemen ein ausbaufähiges Zukunftskonzept geschaffen, das weiterentwickelt und gestärkt werden muss.Ein starker Trend in Europa ist die zunehmende entwicklungspolitische Zusammenarbeit zwischen den Kommunen weltweit unter Einbeziehung der Nichtregierungsorganisationen. Hier ist Bonn durch die bestehenden Projektpartnerschaften und die hier angesiedelten NGOs  gut aufgestellt. Europaweit sind die Städte dabei, entwicklungspolitische Haushaltsstellen einzurichten und auszustatten, trotz Finanzkrise, und die Europäische Union stellt Mittel zur Verfügung, die allerdings stark arbeitsaufwendig beantragt werden müssen. Dieser neue Trend, der sich auch auf die Milleniumsentwicklungsziele zurückführen lässt, führt unter anderem dazu, dass Pilotprojekte von Land oder Bund entwickelt werden, die „Mitmacher“ erfordern. Auch hier hat unsere Stadt als UN-Stadt Deutschlands eine verpflichtende Aufgabe, erwirbt aber auch Vorteile, wenn sie sich beteiligen kann. 2011 soll zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit ausgerufen werden. Die United Nation Volunteers sind in Bonn ansässig. Deshalb wird es besondere Möglichkeiten für die Stadt Bonn geben, sich in 2011 mit einem Konzept einzubringen. Diese Chance sollte ausgeschöpft werden können.  Durch Beantragung von EU-Mitteln in Partnerschaft mit anderen Organisationen oder Städten im Ausland können größere Konferenzen stattfinden, neue Kontakte geknüpft werden und somit Bonn stärker als Aktiv-Zentrum wahrgenommen werden. Das schafft der Stadt eine Umwegrentabilität, die langfristig Profit bringt. Daher sollte die Internationale Arbeit in der Stadt finanziell und personell gestärkt und nicht gekürzt werden.Bonn ist Standort einer großen Zahl namhafter wissenschaftlicher Einrichtungen und somit a priori eine Stadt der Wissenschaft.Ein Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft“ wurde vom Stifterverband initiiert, um den Dialog der Wissenschaft mit den Bürgern zu fördern. Verbesserte wissenschaftliche Kooperationen und mögliche wirtschaftliche Effekte sind gleichermaßen Ziele des Wettbewerbs. Bonn beteiligte sich einmalig an diesem Wettbewerb, der Bonner Antrag zum Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft 2006“ war jedoch nicht siegreich. Der Antrag enthält aber  Ideen und Konzepte, deren Umsetzung auch außerhalb des Wettbewerbs sinnvoll bezüglich der oben genannten Ziele sind, Bonn als Stadt der Wissenschaft manifestieren und wirtschaftliche Umwegrendite versprechen.  Als Trägerorganisation für die Umsetzung der Projekte bietet sich das Deutsche Museum Bonn an, welches ein Knotenpunkt des Bonner Wissenschaftsnetzwerks darstellt und  maßgeblich an der Erarbeitung mehrerer Elemente des genannten Antrags  beteiligt war.“

 

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