Koalition will Klimastadt Bonn voranbringen

Die Rathauskoalition von CDU und Grünen in Bonn will den Rückenwind in der Gesellschaft für eine konkrete und verbindliche Umweltpolitik nutzen, um ihr im Koalitionsvertrag vereinbartes Ziel der Klimastadt Bonn zu verwirklichen. Sie begrüßte in diesem Zusammenhang die Anträge der Opposition für den heutigen Umweltausschuss, die damit deutlich machten, dass sie nun auch diesem Thema eine herausgehobene Bedeutung geben wollten. Den Anträgen fehle es aber noch an der nötigen Verbindlichkeit zur nachhaltigen Verminderung der CO2-Ziele, wie sie die Koalition für zwingend hält.„Das Klima und die Bereitschaft sich für die Durchsetzung eine nachhaltigen Umweltpolitik zu engagieren hat sich in den vergangen Wochen in Deutschland spürbar verändert,“ sagten die Umweltpolitiker Wolfgang Maiwaldt (CDU) und Brigitta Poppe (GRÜNE). „Wir begreifen das als Rückenwind für unsere ehrgeizigen Ziele zu Realisierung der Klimastadt Bonn, wie wir Sie in unserem Koalitionsvertrag vereinbart haben.Die Koalitionsvertreter begrüßten in diesem Zusammenhang die Anträge der Opposition von SPD und Linken für den heutigen Umweltausschuss.„Wenn man den Antrag der SPD mit dem vergleicht, was sie noch in der letzten Ratsperiode für ausreichend befand, dann geht die Entwicklung in vielen Bereichen in die richtige Richtung. Auch der Antrag der Linken ist in sich konsequent und findet unsere Unterstützung,“ so Maiwaldt und Poppe.Allerdings gehen die Anträge der Koalition nicht weit genug.„Die Zeit der Absichtserklärungen muss vorbei sein, was wir brauchen sind verbindliche CO2-Minderungsziele, die dann auch konkret überprüft und einzuhalten sind,“ so die Koalitionsvertreter.Um dies zu realisieren, ist die Verwaltung bereits beauftragt worden, die nötige Software zu installieren, mit der CO2-Minderung konkret bilanziert werden kann. Diese Software `ecospeed´, die inzwischen die notwendigen Testphasen durchlaufen hat, liegt nun vor.„Wir erwarten von der Verwaltung spätestens im Mai einen konkreten Beschlussvorschlag, der aufzeigt, wie  CO2-Bilanzierung für Bonn konkret in die Tat umgesetzt wird.“ sagten Poppe und Maiwaldt.Darüber hinaus hat sich die Koalition darauf verständigt, bei der Realisierung von Neubauten auf städtischen Grundstücken zukünftig den ehrgeizigen Energieeffizienzstandart KfW 55 verbindlich zu machen.„Bei der Diskussion um Kernenergie und erneuerbare Energien, kommt uns der Aspekt der Energieeffizienz deutlich zu kurz. Beim Energiesparen sehen wir riesige ungenutzte Potenziale. Gleichzeitig sind sie klimapolitisch von herausragender Bedeutung – Energiesparen heißt eben auch zu 100% CO2 vermeiden. Dazu ist der Beschluss zum Energieeffizienzstandart KfW 55 ein Meilenstein.“

 

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