Kommunalpolitische Radtour der Hardtberger Grünen

Am Samstag, den 29. Oktober 2011, luden wir zu einer kommunalpolitischen Fahrradtour durch Hardtberg ein. Die Stationen der Tour waren das Nachbarschaftszentrum Brüser Berg, das Baugebiet Auf dem Kirchbüchel in Lengsdorf, die Gallwitzkaserne unter dem Finkenhof und das Neubaugebiet auf dem Meßdorfer Feld. Der General-Anzeiger veröffentlichte am 31.10.2011 einen Bericht über unsere Aktion mit dem Titel „Grüne mögen ‚Grüne Mitte‘ nicht. Der Artikel erweckte bei einigen Anwohnern des Neubaugebiets Am Bruch den Eindruck, dass mit ‚Grüne Mitte‘ sie konkret gemeint seien. Um unsere Position klar zu stellen, gaben wir am 16.11.2011 folgende Pressemitteilung heraus:

 

Zu den Reaktionen auf den Bericht des GA über die kommunalpolitische Radtour der Hardtberger Grünen am 31.10.2011 – Stellungnahme des Ortsverbandes der Grünen Hardtberg-Bonn WestZu Recht haben sich die Anwohner des Neubaugebiets Am Bruch in Duisdorf nach dem Lesen des Artikels über die kommunalpolitische Radtour der Hardtberger Grünen (GA, 31.10.2011) gefragt, was unter dem Titel „Grüne mögen ‚Grüne Mitte‘ nicht“ zu verstehen sei. Unter journalistischen Ge-sichtspunkten erfüllte der provokante Titel seine Funktion: er machte aufmerksam. Die Anspielung auf die von den konservativen Parteien gepflegte Darstellung der Grünen als eine Dagegen-Partei stiftete jedoch Verwirrung. Das zeigt die Reaktion eines Anwohners, der sich am 7. November an den General-Anzeiger und an uns mit einem Leserbrief wandte. Beim ihm erweckte der Artikel den Eindruck, die Grünen mögen die Anwohner des Neubaugebiets nicht.Wir finden es deshalb wichtig, klar zu stellen, dass sich unser Engagement gegen die Bebauung des Meßdorfer Feldes und nicht gegen die Anwohner richtet. Wir treten dafür ein, dass das Meßdorfer Feld in seinem heutigen Zustand erhalten bleibt, weil es mehrere Funktionen erfüllt, die für das ge¬samte Bonner Stadtgebiet von hoher Bedeutung sind: als Naherholungsgebiet für viele Freizeitsu¬chende, als wertvolle landwirtschaftliche Fläche, als Lebensraum seltener Tierarten und als Fri¬schluftschneise, die verhindert, dass die Bonner Innenstadt zu warm und stickig wird. Eine weitere Bebauung des Feldes im Zuge des zweiten Bauabschnitts ist aus unserer Sicht nicht vertretbar. Wir kritisieren, dass bei der Planung des ersten Abschnittes auf ein funktionierendes Verkehrskonzept verzichtet wurde. Der Verkehr aus Lessenich und dem Neubaugebiet fließt über die Lessenicher Straße ab. Die Lessenicher Straße kreuzt die Bahnstrecke Bonn – Euskirchen und mündet dann in die viel befahrende Straße Am Burgweiher. Schon jetzt bilden sich an dem sehr engen Bahnüber¬gang lange Staus. Wenn die kreuzende Voreifelbahn – wie geplant – häufiger fährt, bleibt der Bahn¬übergang länger geschlossen. Die Situation verschärft sich also weiter; im Berufsverkehr könnte es sogar zum Rückstau bis in die Straße Am Burgweiher kommen.Es war die Grüne Fraktion, die letztes Jahr in der Bezirksvertretung auf die Gefahren für die Ver-kehrsteilnehmer und auf die Beschädigung der Bürgersteige durch den Lastwagenverkehr hinwies und eine vernünftige Regulierung des Verkehrsflusses forderte. Gefährdet sind vor allem Fußgänger und Radfahrer, unter ihnen viele Kinder, die ihren Weg über die Lessenicher Straße Richtung Duis¬dorf nehmen.Schon angesichts dieses Problems gibt es für uns keine Unterscheidung zwischen früheren und neu¬en Anwohnern des Wohngebiets. Unsere kommunalpolitische Radtour war ein Angebot an alle An¬wohner – auch um über andere Themen zu diskutieren. Wir laden ein, mit uns im Rahmen der regel¬mäßigen Stammtische ins Gespräch zu kommen und nehmen gerne weitere Anregungen und Fragen unter: ovhardtberg@gruene-bonn.de entgegen.Für den Ortsverband der Grünen in Hardtberg-BonnWest, Jana Piňosová

 

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