Künftig keine Grabsteine aus Kinderarbeit auf Bonner Friedhöfen – Global denken, lokal handeln

Das neue Bestattungsgesetz, dass im Landtag gerade verabschiedet wurde, macht es nun möglich, dass in NRW Grabsteine die durch Kinderarbeit hergestellt wurden, nicht mehr auf Friedhöfen aufgestellt werden dürfen.Dazu hat die schwarz-grüne Koalition einen Antrag in den Bau- und Vergabeausschuss eingebracht, der die Verwaltung auffordert, bis zum in Kraft treten des Gesetzes im Januar 2014 eine entsprechende Satzungsänderung vorzubereiten.Die Sprecher der Koalition im Bau- und Vergabeausschuss Willi Härling (CDU) und Karl Uckermann (Grüne):“ Ab 2014 sollen nur noch Grabsteine mit entsprechenden Siegeln auf Bonner Friedhöfen aufgestellt werden. Die Siegel verschiedener Organisationen garantieren, dass in Betrieben und Steinbrüchen in Indien, China, der Türkei oder Vietnam internationale Mindeststandards für die Arbeiter eingehalten wurden und die Hersteller auf Kinderarbeitet verzichtet haben. Für die internationale Stadt Bonn ein wichtiger Schritt, Grabsteine aus ausbeuterischer Kinderarbeit zu verhindern.“Nach Schätzungen arbeiten alleine in der indischen Steinmetzindustrie mindestens 150.000 Kinder. Insbesondere die Kirchen hatten nach Aussagen der Landesregierung den Wunsch, ein Verbot von Grabsteinen aus Kinderarbeit in ihre Friedhofssatzungen aufnehmen zu können.Aber auch andere Neuerungen, so der Antrag der Koalition, sollen hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Friedhofssatzung überprüft werden. So können künftig z.B. auch Religionsgemeinschaften oder religiösen Vereinen Friedhöfe übertragen werden.Der jetzt von Schwarz-Grün eingebrachte Antrag ist Teil eines Prozesses, der schon vor einigen Jahren begonnen hat. Die Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit (faires Beschaffungswesen) wurde z.B. schon im Jahre 2005 in den Ratsgremien behandelt. Der Rat hatte seinerzeit eine Änderung der Vergabepraxis beschlossen, um zu verhindern, dass die Stadt zukünftig Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit einkauft. Egal ob Pflastersteine, Textilien oder Sportgeräte. Jeder Bieter muss der Stadt schon heute bestimmte Nachweise erbringen oder Erklärungen abgeben aus denen ersichtlich ist, dass seine Waren nicht im Wege der ausbeuterischen Kinderarbeit hergestellt wurden. Der jetzt gestellt Antrag setzt diesen Weg konsequent fort!

 

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