Kürfürstenallee: Mehrheit hält unbeirrt am Verkauf von Rathaus undf Redoute fest

?Obgleich in den letzten Monaten deutlich geworden ist, dass es in der Godesberger Bevölkerung kein Verständnis für eine Privatisierung von Redoute und Rathaus gibt, verfolgen CDU, SPD und FDP unbeirrt genau dieses Ziel,? sagte Karin Robinet, die Sprecherin der Grünen Bezirksfraktion in Bad Godes¬berg. ?Ich habe kein Verständnis dafür, dass gestern ein Beschluss gefasst wurde, der die die Türen zu einem angebotenen Kompromiss mit den engagierten Godesberger Initiativen und Vereinen zuschlägt. Stattdessen wird die Verwaltung beauftragt, weiter an unrealistischen Luftschlössern zu bauen ?

 

Gestern hatte sich die Bezirksvertretung in Bad Godesberg erneut mit der Zukunft der histori¬schen Zeile befasst. Grundlage war ein Änderungsantrag von CDU und SPD, der von der FDP übernommen wurde. In diesem Änderungsantrag wird festge¬stellt, dass das bisherige Verfahren, welches mit der neuen Entwicklung im europäi¬schen Vergaberecht nicht überein¬stimmt, beendet ist. Die gegenwärtige Nutzung von Redoute und Rathaus wird als nicht an¬gemessen bezeichnet, dass soll geändert werden.Hinter K6-7 (der heutige Sitz der Bezirksvorsteherin und des in das Pennenfeld ver¬lagerten Jugendzentrums, und des Kurfürstenbades) soll ein neuer Verwaltungsneu¬bau entstehen und ein ?Funktionalschwimmbad? ? entweder saniert oder als Neubau. K 6 und K 7 sollen wei¬terhin als Verwaltungsstandort genutzt werden. Ob es aller¬dings so kommen kann, soll die Verwaltung erneut unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit  prüfen, wobei sich die Frage stellt, was sie eigentlich seit dem 25.04.2007 getan hat, als sie mit dieser Prüfung be¬auftragt wurde.

 

Die Grünen glauben nicht daran, dass die Idee Luxushotel als alternative Nutzung für Re¬doute und Rathaus realisiert werden kann. ?Wir empfehlen den Kollegen sich mit diesem Marktsegment näher zu befassen und vielleicht auch mal auf die andere Rheinseite zu schauen. Wir haben als Grüne die Idee eingebracht ein Drei-Sterne-Hotel in der Baulücke anzusiedeln, welches bevorzugt als Integrationshotel betrieben wird , vor allen Dingen jedoch dem eklatanten Mangel an behindertengerechten Un¬terkünften in der Stadt Bonn, die auch Sitz des paralympischen Komitees ist, abzu¬helfen,? meinte Frau Robinet.

 

Die GRÜNEN setzen sich dagegen für ein Godesberg, das allen Menschen, nicht nur denen im Luxussegment, offen steht, ein. Sie bezweifeln zudem, dass von einem Luxushotel hohe Kaufkrafteffekte ausgehen und verweisen auf die Erfahrungen der Wirtschaftsförderung aus Bergisch-Gladbach (Schloßhotel Lerbach) und Königwinter.Frau Robinet: ?Die Königswinterer Altstadt scheint jedenfalls vom Grandhotel-Petersberg nur wenig zu profitieren. Dort sind erst  kürzlich die Träume geplatzt, ein weiteres Luxushotel anzusiedeln.? Zurzeit bereite man dort gerade eine europaweite Ausschreibung für die Schwimmbäder vor und veranschlage  dafür 100.000 ? an Ausgaben, weil die Stadtverwaltung mit diesen Verfahren nicht vertraut ist.

 

?Warum nehmen das die  Kollegen in der Bezirksvertretung und die Verwaltung das alles nicht zur Kenntnis? Warum hat die Verwaltung bis heute keine Modellrechnungenvorgelegt? Warum bevorzugen sie es in Bad Godesberg für die Stadtbücherei Mieten zu bezahlen, obgleich die Stadt Räume hat und das Stadtsäckel angeblich leer ist??

 

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