Kulturelle Substanz erhalten ist schwer genug – Festspielhaus war nie realistisch

Zum Rückzug der Deutschen Telekom aus dem Projekt Festspielhaus erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Grünen im Rat, Gisela Mengelberg

 

„Wir haben die Planungen für das Festspielhaus, so wie sie abliefen und die Beantwortung essentieller Fragen aussparten, von Anfang an für unrealis­tisch und unfinanzierbar gehalten. Auch war es konzeptionell falsch, eine bauliche Hülle zu projektieren und erst danach zu überlegen, mit welchem künstlerischen Inhalt sie über ein ganzes Jahr gefüllt werden kann.

 

Es wird haushaltspolitisch schwer genug, die reiche kulturelle Substanz unse­rer Stadt, in der selbstverständlich die Beethoven-Tradition einen hohen Stellenwert einnimmt, zu erhalten. Wir sollten keine – weiteren – teuren Häu­ser bauen, wenn gleichzeitig kleine, kreative Initiativen existenziell bedroht sind.

 

Aus unserer Sicht ist hier eine Gesamtrevision und –diskussion erforderlich, wie unsere Kulturlandschaft gesichert und weiterentwickelt werden kann. Wir wissen und freuen uns, dass sich auch die Telekom hier schon aktiv betätigt und laden alle Beteiligten und Interessierten ein, sich an dieser Debatte zu beteiligen.“

 

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