Landschaftsschutzgebiet nicht bebauen

Die Bonner GRÜNEN haben die Oberbürgermeisterin und die CDU aufgefordert, die von einer Familie beantragte Umwandlung von Landschaftsschutzgebiet in Bauland in Lessenich klar abzulehnen.?Es geht nicht darum eine Ausnahme für den Bau eines kleinen Behindertenwohnheims zu ermöglichen. Es soll durch die Umwidmung einer großen landwirtschaftlichen Fläche in Bauland ein finanzieller Gewinn erzielt werden, der in eine Stiftung einfließen soll.Diese nicht unerhebliche Ausweitung der städtischen Siedlungsfläche ist aus stadtklimatischen und  umweltpolitischen Gründen nicht verantwortbar“, sagte Fraktionssprecher Karl Uckermann. „Die Fläche ist im integrierten Freiraum-konzept eindeutig als ?nicht zu bebauen? klassifiziert.“ Uckermann unterstrich die Analyse der Fachverwaltung, die klargestellt hatte, dass die Bebauung die Ausweitung  des Lessenich-Meßdorfer Ortsrandes einleiten(!) würde.“Faktisch würde die Zustimmung zum Antrag der Eheleute Chrysant einen Dominoeffekt auslösen“, sagte Uckermann. „D.h. eine weitere Bebauung des Landschaftsschutzgebietes wäre anschließend nicht mehr zu verhindern.Die Zustimmung würde außerdem eine Änderung des Gebietsentwicklungs-planes auf Landesebene erforderlich machen. Solche Stadterweiterungen werden erfahrungsgemäß dann aber nicht auf einzelne Grundstücke beschränkt.? Uckermann äußerte Verständnis für das Anliegen der Chrysants, für ihren Sohn die Voraussetzungen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu schaffen. „Die Bonner GRÜNEN haben sich gerade in den letzten Jahren intensiv dafür eingesetzt, die Lebensbedingungen für behinderte Menschen in Bonn zu verbessern.“ Uckermann kritisierte in diesem Zusammenhang die Art und Weise, wie die Diskussion von Teilen der Befürworter des Projekts geführt werde.“Wenn diejenigen, die aus guten Gründen eine Bebauung des Landschaftsschutzgebietes ablehnen, als behindertenfeindlich qualifiziert werden, hat das mit einer akzeptablen Streitkultur nichts zu tun.“ Die GRÜNEN forderten die Oberbürgermeisterin auf, die Fragen von Landschafts- und Klimaschutz nicht nur auf großen Konferenzen zu fordern, sondern auch im Bonner Alltag  zu realisieren. Uckermann: „Die Familie Chrysant soll mit ihrem Anliegen nicht allein gelas-sen werden. Die Sozialverwaltung sollte zügig andere Lösungsmöglichkeiten gemeinsam mit dem Landschaftsverband entwickeln.? 

 

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