Mehr Angebote für Flüchtlingsunterkünfte erforderlich

Zur Dringlichkeitsentscheidung zur Anmietung der Rochusstr. 65 für eine Nutzung als Übergangswohnheim für Flüchtlinge erklären die migrationspolitischen Sprecherinnen Ihrer Fraktionen Inge Cziudaj (CDU) und Gisela Mengelberg (Grüne):„Wir unterstützen diese Dringlichkeitsentscheidung. Das Thema wurde in den letzten Monaten in einer gemeinsamen Runde der Sozialdezernentin mit allen Ratsfraktionen beraten. Dabei bestand Übereinstimmung, dass es sich um eine kommunale Pflichtaufgabe handelt. Die Verwaltung legte uns vor einigen Tagen eine umfangreiche Liste von Immobilien vor, die auf eine Eignung als Flüchtlingsunterkunft geprüft wurden und werden. Diese Liste soll durch Hinweise aus der Bürgerschaft ständig überarbeitet und fortgeschrieben werden.Gleichzeitig drängt aber die Zeit zum Handeln. Bereits jetzt sind die bestehenden Unterkünfte stark überbelegt und daher im jetzigen Zustand nicht menschenwürdig. Und eine nur schwer zu schätzende Zahl von weiteren Flüchtlingen ist im Jahresverlauf zu erwarten; die Verwaltung schätzt über 700. Nur unter diesen von der Kommunalpolitik kaum zu beeinflussenden Vorzeichen und in Anbetracht eines quasi ausverkauften Wohnungsmarktes in Bonn haben wir der Rochusstr. 65 als Notlösung zugestimmt.Selbstverständlich streben wir gemeinsam mit der Verwaltung grundsätzlich eine dezentralere und besser über die Stadtteile verteilte Unterbringung von Flüchtlingen an. Wir haben dazu aber keine freie Auswahl und benötigen mehr Kauf und Mietangebote, um auch auf diesem Wege zu zeigen: Bonn ist eine weltoffene und gastfreundliche Stadt mit großer Hilfsbereitschaft für Menschen in Not.“

 

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