Mehr tun gegen Verkehrslärm

„Die Bekämpfung von Verkehrslärm in Bonn muss oberste Priorität erhalten?, fordert die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Rat Brigitta Poppe zum heutigen ?Internationalen Tag gegen Lärm?. Denn permanenter Verkehrslärm erhöhe das Herzinfarktrisiko, verringere die Lebensqualität, erschwere das Lernen und Arbeiten, mindere den Wert von Immobilien und sorge für Umsatzeinbußen im Fremdenverkehr. Eine flächendeckende Lärmkartierung des Stadtgebietes sei in Bonn erfreulicherweise bereits erfolgt. Aus ihr ergibt sich, dass in vielen bevölkerungsreichen Stadtteilen aufgrund der Vielfachbelastung durch Auto-, Bahn- und (den in der Kartierung nicht erfassten) Fluglärm kaum noch Ruhebereiche zu finden sind.Bis Juli 2008 muss die Stadt aufgrund von EU-Vorgaben einen Lärmminderungsplan erarbeiten. Poppe: ?Die Richtlinie sieht vor, dass dieser Prozess unter Bürgerbeteiligung durchzuführen ist. Wir fordern die Stadt auf, sobald wie möglich zu beginnen ? bisher hat sie keine erkennbaren Schritte unternommen.? Das Augenmerk in Bonn allein auf die Deutsche Bahn zu lenken, wie derzeit üblich, sei eine falsche und schädliche Focussierung, da schienengebundener Verkehr  – im Vergleich mit dem Flug- und PKW-Verkehr – überaus energieschonend und umweltfeundlich sei.

 

Neben einer Lärmminderungsplanung bedürfe es aber auch einer integrierten Stadt- und Verkehrsplanung, die nicht nur Lärmkonflikte vermeide, sondern auch gegen die klimaschädlichen Schadstoffe vorgehe. Es müsse vielmehr, wie in anderen Städten wie Stuttgart oder Berlin bereits geschehen, die Schaffung einer ?Umweltzone?, in die nur schadstoffarme Fahrzeuge Einlass finden, erwogen werden.

 

Die Grünen im Rat laden für Mi. den 30.5. im Alten Rathaus zu einer öffentlichen Diskussion mit dem Entwickler der ?Umweltzone Ruhr? beim Regionalverband Ruhrgebiet Wolfgang Beckröge und Umweltdezernent Volker Kregel über diese Fragen ein.

 

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