Meßdorfer Feld: Natur statt Beton

„Völlig unangemessen und nicht passend“, so werten die GRÜNEN die im Meßdorfer Feld vorgenommenen Arbeiten im Rahmen des Projektes Grünes C der Regionale 2010. Die beiden Stadtverordneten Rolf Beu, Vorsitzender des Bonner Planungsausschusses, und Brigitta Poppe, umweltpolitische Fraktionssprecherin und stellvertretende Bezirksbürgermeisterin:

 

 

 

„Wir haben immer alle Projekte, die eine Aufwertung des Meßdorfer Feldes versprachen, unterstützt. Projekte, die das Meßdorfer Feld – die zentrale Freifläche zwischen Endenich, Dransdorf, Lessenich und Duisdorf – sowohl in seiner ökologischen Bedeutung, als auch in seiner Funktion als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung des Bonner Westens nachhaltig stärken. Dies geht immer einher mit den Problemen, eine Finanzierung selbst kleinster Beträge sicherzustellen.

 

 

 

Umso verwunderlicher ist es, dass nun im Rahmen des Regionale-Projektes Grünes C Geld für eine ‚beton-mäßige Verschönerung‘ des Meßdorfer Feldes ausreichend vorhanden war. Vor Ort stellt sich das ‚Grüne C‘ eher als ‚Graues C‘ dar. Von diesem Eindruck befreien auch nicht einige wenige ‚künstlerische Baumpflanzungen‘. Auf einem Stadtplan ist zwar eine Wegeverbindung vom Meßdorfer Feld bis zur Mondorfer Fähre als Band einzeichenbar, in der Realität aber nicht erkennbar. Gerade abstrus wird es, wenn in Beton gegossene Hinweissteine angebracht werden, die sich im Widerspruch zu den Hinweisschildern und zur tatsächlichen Ortslage befinden. Auch wenn die Finanzierung größtenteils aus Fördermitteln erfolgt, resultieren auch diese aus Steuermitteln.

 

 

 

Mehr normale Sitzbänke, die aber auch regelmäßig gepflegt und notfalls ersetzt werden, hätten völlig genügt. Dann wäre immer noch Geld übrig geblieben, für die Anlage blühender Wiesen, Ackerrandprogramme, wie Baumlehrpfade und deren Unterhaltung. Es nützt wenig, wenn ein solcher – wie am Weg Im Dransdorfer Feld – angelegt, dann aber wegen fehlenden Mitteln nicht unterhalten und Vandalismusschäden nur unzureichend beseitigt werden.

 

 

 

Während andere Städte große Projekte aus Städtebau- und Regionale-Mitteln gefördert erhielten, zum Beispiel das viel kleinere Königswinter für den Drachenfels, die Innenstadt und das Siebengebirgsmuseum, bekam Bonn Geld für das ‚graue grüne C‘ im Feld. Andere Projekte fielen wegen mangelnder Planungsreife durch das Förderrost. Ein Armutszeugnis für die Stadt.“

 

 

 

Für weitere Informationen: Rolf Beu, Tel. 0170 47 34 593

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld