Metropol: Das Geschwätz von gestern

„Mit der Haltung, die Hauser und Klein nun plötzlich propagieren, ordnen sie die städtischen Interessen denen eines Investors unter, der die demokratischen Gremien der Stadt noch bis vor kurzem übel beschimpft hat und nach wie vor mit dem Abriss des Metropols droht, um seine Interessen durchzusetzen,“ sagte der Vorsitzende des Planungsausschusses, Rolf Beu. „Mit ihren Äußerungen konterkarieren CDU und SPD die Ratspolitik des letzten Jahres immer frei nach dem Motto „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern““.

 

Das Verhalten der Fraktionsvorsitzenden werfe auch ein bezeichnendes Licht darauf, welche Interessen sie zukünftig im Rat zu vertreten gedenken. „`Ganz nah´ fühlt sich Wilfried Klein nach eigener Aussage bei den Investoren, “ meinte Beu. „Ziemlich weit weg“ sei er ganz offenbar von den über 40.000 BürgerInnen, die sich für den Erhalt des Metropols als Kulturstätte ausgesprochen hätten. „Für diese Bürger ist die Haltung der Großen Koalition ein Schlag ins Gesicht“; so Beu. „So schafft man Politikverdrossenheit!“

 

Die GRÜNEN kündigten an, auch in Zukunft darauf zu bestehen, das der unabhängige Denkmalschutz nicht den politischen Interessen der Großkoalitionäre untergepflügt wird. Rolf Beu: „Der Denkmalschutz, auch die untere Denkmalschutzbehörde in Bonn ist unabhängig und nicht durch die Oberbürgermeisterin weisungsgebunden. Das darf nicht nur auf dem Papier so sein, das wollen wir auch in der Realität umgesetzt sehen!“

 

Für die Entwicklung der Innenstadt warfen die GRÜNEN CDUSPD vor „ohne Vision und eindimensional zu denken“.

 

„Die Innenstadt ist nicht nur Einkaufsstadt und man darf sie nicht an einzelne Investoren verkaufen. Das gilt für das Metropol, den Bottlerplatz und den Bahnhofsvorplatz, “ sagte Beu. “ Um die Bonner Innenstadt auch in Zukunft gut aufzustellen, brauchen wir einen Mix aus attraktiver Einkaufstadt, hoher Wohnqualität und gutem Kultur- und Veranstaltungsangebot. In diese Entwicklung soll die historisch gewachsene Substanz unserer Stadt angemessen miteinbezogen werden. Sollte die Mehrheit im Rat das nicht begreifen, müssen die BürgerInnen ihre Interessen eben selbst durchsetzen. Das sie das können, hat das Bürgerbegehren zum Bahnhofsvorplatz gezeigt.

 

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