Metropol: GRÜNE fordern Klartext von der OB

?Bisher hatte der Rat die klare Marschrichtung vorgegeben, dass beim Metropol in Bezug auf den Denkmalschutz keine Kompromisse gemacht werden?, sagte Fraktionssprecher Karl Uckermann. ?Wenn Frau Dieckmann jetzt tatsächlich versucht, hinter den Kulissen klammheimlich neue Tatsachen im Interesse des Investors zu schaffen, sollten sich Rat und BürgerInnen das nicht bieten lassen.?

 

In der letzen Woche war in den Medien bekannt geworden, dass die Fachverwaltung eine Stellungnahme für die Ratsgremien erarbeitet hatte, nach der die Umbaupläne des derzeitigen Besitzers mit Blick auf den Denkmalschutz abgelehnt werden müssen. Diese Stellungnahme hatte die Oberbürgermeisterin der Berichterstattung zufolge angehalten und mit der Maßgabe an die Verwaltung zurückgeschickt, den Investoren nun die Voraussetzungen zu nennen, mit denen er seine Nutzungsvorschläge umsetzen könne.

 

?Da die Oberbürgermeisterin sich bisher nicht als Planungs- und Denkmalsschutzexpertin hervorgetan hat, ist dieser Vorgang an sich schon bemerkenswert?, meinte Uckermann. ?Man muss sich allerdings auch fragen, wie die Fachverwaltung mit den Interessen ihrer Chefin umgehen sollen, wenn sie diese aus fachlicher Sicht ablehnen müssen.?

 

Es passe ins Bild, wenn sich der derzeit zuständige Dezernent Kregel offenbar genötigt sähe, in öffentlichen Widerspruch zu seiner Vorgesetzen zu treten, indem er sich mit den Worten, er ?könne nicht raten?, mit den Eigentümern zu einer einvernehmlichen Einigung zu kommen, während diese versuchten, die Streichung des Metropols aus der Denkmalliste gerichtlich durchzusetzen? im Bonner Generalanzeiger zitieren lasse.

 

Die GRÜNEN kritisierten in diesem Zusammenhang das von Frau Dieckmann immer wieder angeführte Argument, Bonn müsse sich ?investorenfreundlicher? verhalten.?Selbstverständlich verdienen Investoren, die sich für den Bonner Standort interessieren, eine faire und transparente Behandlung?, meinte Uckermann. ?Wenn sich aber die Interessen eines Investors deutlich gegen die Interessen der Stadt und ihrer BürgerInnen richten, sollte sich die Oberbürgermeisterin  ebenso selbstverständlich auf der Seite der BürgerInnen befinden.?

 

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