Metropol: GRÜNE sehen Kurswechsel bei Dieckmann und Großer Koalition

?Ganz offensichtlich ist sowohl die Oberbürgermeisterin als auch die Große Koalition jetzt bereit, das Denkmalrecht zugunsten einer einvernehmlichen Lösung mit dem Metropol-Investor zu schleifen?, sagte der Vorsitzende des Planungsausschusses, Rolf Beu. ?Das hat die Behandlung unserer Großen Anfrage zum Thema im Rat deutlich zutage gefördert.?

 

Die GRÜNEN hatten u.a. wissen wollen, warum die OB eine Ablehnung der eingereichten Umbaupläne des Investors durch das Planungsamt und die Untere Denkmalbehörde intern zurückgewiesen hatte und ob die Verwaltung an der bisherigen Zielsetzung, den Denkmalschutz beim Metropol im vollem Umfang durchzusetzen, festhalte. Die Verwaltung hatte sich geweigert die Fragen der GRÜNEN  zu beantworten und stattdessen auf einen Beschlussvorschlag verwiesen, der in die Ratsitzung am 30. August diesen Jahres eingebracht werden soll.

 

?Dieser Beschlussvorschlag läuft auf einen Deal hinaus, bei dem letztlich die denkmalpflegerischen Aspekte den Einzelhandelsforderungen untergeordnet werden sollen?, sage Beu. Dafür wolle die Stadt im Gegenzug erreichen, dass der Investor seine Klagen beim Verwaltungsgericht Köln zurücknimmt.?Das Ergebnis dieses Verfahrens wäre, dass das Denkmalrecht auf dem Basar von Geschäftsinteressen gehandelt würde?, meinte Beu. ?Das wird bei uns auf entschiedenen Widerstand stoßen.?

 

Oberbürgermeisterin und Großer Koalition warfen die GRÜNEN vor, die Interessen des Investors wichtiger zu nehmen als die der Bonner BürgerInnen.?Inzwischen haben fast 45.000 Bürger schriftlich manifestiert, dass sie das Denkmal Metropol erhalten wollen und nicht daran denken, es vordergründigen und kurzfristigen Renditeinteressen zu opfern?, sagte Beu. ?Sollte die Verwaltung  bei ihrem Verfahren bleiben, werden diese Bürger mit Sicherheit vor Gericht ziehen. Unsere Unterstützung wäre ihnen dabei sicher!?

 

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