Mit Ogilvies Abgang manifestiert sich die nächste Großbaustelle in der Bonner Stadtverwaltung

„Nach dem Familiendezernat, das jetzt seit Jahren ohne eigene Führung auskommen muss und dem Planungsdezernat, dass seit Oktober ohne eignen Dezernenten agiert, liegt mit der Wirtschaftförderung nun ein weiterer zentraler Politikbereich brach, “ sagte der GRÜNE Wirtschaftspolitiker Tom Schmidt. „Das schwächt die Bonner Wettbewerbsfähigkeit in der wachsendenden Konkurrenz der Regionen erheblich und ist für die Oberbürgermeisterin Dieckmann wahrlich kein Ausweis ihrer personalpolitischen Führungskompetenz.“

 

Der Weggang des Wirtschaftsförderers hat nach Auffassung der GRÜNEN auch erheblich mit dem schlechten Klima zwischen Dieckmann und Ogilvie zu tun.“Das hat seinen letzten Ausdruck in der „Verlagerung “ der Film- und Fernsehproduktionen aus der Wirtschaftförderung zum Dieckmanns Co-Dezernenten Braun gefunden,“ meinte Schmidt. „Selbst die öffentliche Begründung, wonach dies wg. der „Bedeutung und Wichtigkeit , aber auch zur Steigerung der Effizienz“ geschehe, grenzt ja schon an eine Rufschädigung Ogilvies.“

 

Dabei befinde sich die Bonner Wirtschaftsförderung ohnehin nicht im „besten Zustand“, so Schmidt.Die Potentialanalyse habe vor 2 Jahren deren Schwächen glasklar aufgezeigt.Kritisiert worden war die fehlende Unterstützung für Existenzgründungen, der schlechte Kommunikation zwischen Wissenschaft und Kommune und die schlechte Organisation der Vermarktung der Stadt inklusive einer fehlenden Bonner Dachmarke.“Wir haben zu allen diesen Punkten postwendend politische Initiativen gestartet, “ sagte Schmidt. „Die Umsetzung bewegt sich entweder im Schneckentempo oder es tut sich schlicht gar nichts.“

 

Dies aktuelle Bonner Situation spiegele sich inzwischen auch auf dem Arbeitsmarkt wieder. „Wir zehren zwar noch immer von unseren vergleichsweise guten Basisdaten, “ sagte Schmidt. „Aber wenn man bei den jüngsten Zahlen  sieht, wie Bonn aus dem positiven Gesamttrend des Landes gerade bei den Langzeitarbeitslosen negativ herausrutscht, dann müssen alle Alarmglocken läuten!“Dabei steht für die Schmidt fest:“Bonn hat nach wie vor herausragende Potenziale zur erfolgreichen Bewältigung der Zukunft. Wie mit ihnen umgegangen wird, das gerät allerdings allmählich zum Trauerspiel!“

 

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