Mittagsverpflegung in Schulen und Kindergärten

Die Ratskoalition von CDU, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN und FDP freuen sich, dass der Prüfauftrag zu Qualitätsmerkmalen für eine Verbesserung der Mittagsverpflegung in Schulen und Kindergärten, von der Verwaltung in die Tat umgesetzt wird, so eine Mitteilung der Verwaltung aus dem Umweltausschuss. Davon werden alle Kinder, die in öffentlichen Einrichtungen zu Mittagessen, profitieren

Ziel ist es, bei der Vergabe von Mittagessen einen Anteil Biolebensmittel zu verwenden sowie saisonale und fair gehandelte Produkte aufzunehmen. Fisch und Fischprodukte sollen aus zertifizierter nachhaltiger Fischerei stammen. Nun prüft die Verwaltung, ob am Markt ausreichend Anbieter vorhanden sind, die diese Kriterien umsetzen können. Auch ob sich Anbieter bereit erklären, sich zertifizieren zu lassen. Ein ausführlicher Bieterdialog soll durchgeführt werden, in dem die weiteren Schritte besprochen, Informationen ausgetauscht sowie die Einrichtungen beteiligt werden sollen.

Katharina Schweer, sachkundige Bürgerin der GRÜNEN im Umweltausschuss: „Kommunen beschaffen jährlich Produkte in bedeutendem Umfang. Sie stellen damit Großverbraucher dar, die dadurch die Möglichkeit nutzen können, nachhaltige Produkte am Markt zu etablieren und faire Arbeitsbedingungen zu fördern. Daher wollen wir beeinflussen, dass öffentliche Ausschreibungen entsprechend gestaltet werden. Denn in den öffentlichen Verpflegungseinrichtungen spielen Biolebensmittel derzeit nur eine sehr geringe Rolle. Und saisonale Produkte mit kurzen Wegen aus der Region bieten Frische und eine geringe Umweltbelastung auf Grund des kurzen Transportweges. Begleitend können dann die Themen bio, regional und fair in verschiedenen Schulfächern aufgegriffen und thematisiert werden.“

Christian Gold, umweltpolitischer Sprecher der CDU: „Gerade für Kinder und Jugendliche ist ein gesundes und ausgewogenes Essen wichtig. Eine Umstellung auf regionale Biolebensmittel ist grundsätzlich zu befürworten. Darüber hinaus schonen kurze Transportwege die Umwelt und regionale Unternehmen werden unterstützt. Ich bin sehr auf die Prüfungsergebnisse gespannt und betone schon heute, dass es bei einer möglichen Umstellung des Schul- und Kitaessens zu keinen übermäßigen Preiserhöhungen kommen darf, denn das Essen muss weiter für jedermann bezahlbar bleiben.“

Prof. Wilfried Löbach, umweltpolitischer Sprecher der FDP: „Durch eine allmähliche prozentuale Steigerung der Qualitätskriterien soll eine Kostensteigerung der Mittagsverpflegung vermieden werden. Wir streben ein gesundes und altersgerechtes Essen mit viel frischem Gemüse und Obst zu einem ähnlichen Kostenrahmen wie das bisherige Essen an.

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