Mobile Fahrradabstellanlagen dauerhaft anschaffen, statt teuer mieten

Zu den aktuellen Überlegungen der Stadtverwaltung, nun endlich 125 Mobile Fahrradabstellanlagen anzuschaffen, teilt Rolf Beu (verkehrspolitischer Sprecher, Stadtratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN) mit: „Bereits vor über einem Jahr wurde auf Antrag der schwarz-grünen Ratskoalition die Anschaffung von mindestens 100 Mobilen Fahrradabstellanlagen beschlossen. Seitdem hat sich die Stadtverwaltung diesem Thema quasi vollkommen verweigert (siehe DS-Nr. 1410384ST2 www2.bonn.de/bo_ris/daten/O/Htm/14/1410384ST2.htm ), was wir bereits des Öfteren kritisierten (siehe unter anderem unsere PM vom 29.04.2014 gruene-bonn.de/detail/nachricht/fahrradstellplaetze-vor-dem-hauptbahnhof-stadtverwaltung-verweigert-entscheidung.html ).Vor dem Hintergrund des bisherigen Verwaltungshandelns ist es geradezu überraschend, dass die Angst vor dem Verkehrschaos im Zusammenhang mit den aktuellen Brückenbauarbeiten auf der Bonner Nordbrücke nun anscheinend die Stadtverwaltung veranlasst hat, sich bei diesem Thema zu bewegen. Denn um den Radfahrerinnen und Radfahrern während der Brückenbaustelle zumindest an den Bahnhöfen zusätzliche Abstellmöglichkeiten anzubieten, plant die Bonner Stadtverwaltung nun die Aufstellung von 125 Mobilen Fahrradabstellanlagen.Dass diese Überlegungen im Hinblick auf die bereits begonnenen Brückenbauarbeiten viel zu spät angestellt werden, überrascht bei dieser Stadtspitze wohl nur noch die wenigsten. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass die Aufstellung der Anlagen nun wirklich zeitnah geschieht und nicht erst wenn sämtliche Brückenbaustellen bereits Geschichte sind.“Bezüglich der Finanzierung der Mobilen Fahrradabstellanlagen ergänzt Andreas Falkowski (Mitglied im Fraktionsvorstand, Stadtratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN):„So sehr wir diese Meinungsänderung der Stadtverwaltung begrüßen, nun doch endlich Mobile Fahrradabstellanlagen aufzustellen, sind wir doch irritiert, dass derzeit anscheinend tatsächlich in der Bonner Stadtverwaltung mit dem Gedanken gespielt wird, diese 125 Mobilen Fahrradabstellanlagen lediglich zu mieten, statt dauerhaft zu kaufen. Zum einen herrscht ganzjährig grundsätzlich Bedarf in Bonn an Mobilen Abstellanlagen und die nächsten Brückenbaustellen sind ja auch bereits für die kommenden Jahren geplant. Zum anderen ist die Anmietung solcher Anlagen nicht wirklich günstig, so dass ein Kauf sich bereits nach wenigen Wochen oder Monaten betriebswirtschaftlich amortisieren würde. Schilda läßt grüßen.Wir erwarten von OB Nimptsch und seinem Verwaltungsvorstand, dass sie Gremienbeschlüsse nun endlich umsetzen, indem sie die Mobilen Fahrradabstellanlagen erwerben. Dir nötigen Finanzmittel dafür wurden im städtischen Haushalt durch den Rat zur Verfügung gestellt. Alles andere wäre eine Missachtung von Beschlüssen und eine undurchdachte Geldausgabe.“

 

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