Modernisierung der städtischen Seniorenzentren steht bevor

Gestern wurde der Businessplan für die Bonner Seniorenheime in einer gemeinsamen Sit-zung von Finanz- und Sozial-Ausschuss beraten. Das dort vorgelegte Gutachten schafft eine beachtliche Grundlage für die seit langem anstehende Renovierung und Modernisierung der Altenheime. Fundierte Opens external link in new windowVorplanungen und Berechnungen wurden vorgestellt, die allerdings bereits seit längerem auf ihre Umsetzung warten.Am wahrscheinlichsten ist der Neubau des Hauses Elisabeth und die Modernisierung und Erweiterung der Häuser Albertus Magnus und Wilhelmine Lübke. Die Lösung von Detailfra-gen und die Finanzierung hängen eng mit neuen Vorgaben des Landes NRW zusammen, die sich derzeit noch in der Beratung des Landtages befinden. „Bis zum Inkrafttreten des neuen GEPA-Gesetzes gilt das aktuelle Gesetzeswerk, also das Landespflegegesetz und das Wohn- und Teilhabegesetz. Wenn auf dieser Grundlage entschieden und mit den baulichen Maßnahmen begonnen wird, kann kein formaler Verstoß vorliegen und wir kämen endlich weiter“, sagt Prof. Dr. Detmar Jobst, sozialpolitischer Sprecher der Grünen im Rat. Er weist darauf hin, dass die Umbauten bis Mitte 2018 fertiggestellt sein sollen. Eine ähnliche Meinung vertrat der Leiter der Seniorenheime, Herr Biedinger.Neben den Seniorenheimen soll nach Ansicht der Grünen auch die quartiersnahe Pflege in Wohngruppen und Lebensgemeinschaften vorankommen. Bei den anstehenden Verände-rungen in den Seniorenheimen sollen die Bewohner und die Beschäftigten intensiv einbezo-gen werden, insbesondere, was die Zeiten des Umbaus und die Essensversorgung angeht. Auch Anwohnerinitiativen haben sich bereits gemeldet, die sich bei der Einbeziehung der Häuser in ihre umliegenden Quartiere engagieren wollen. „Die Umbauten müssen so quali-tätsvoll sein, dass die kommunalen Seniorenheime sich auf dem Markt behaupten könnnen, sonst wird das finanzielle Wagnis zum unkalkulierbaren Abenteuer“, sagt Doro Paß-Weingartz, Fraktionssprecherin der Grünen und Mitglied im Finanz-Ausschuss. Z.B. solle die Anzahl der Bewohner in einer Wohngruppe möglichst nicht größer als 12 bis 14 Personen betragen.

 

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