Moscheebau in Bonn: GRÜNE fordern Dialog auf Augenhöhe

Die Bonner GRÜNEN haben CDU und SPD in Zusammenhang mit  dem Streit um den Bau einer Moschee in Neu-Tannenbusch kritisiert.?Wir fordern Union und Sozialdemokraten dringend auf, sich auf der Grundlage der heutigen Erfahrungen und Erkenntnisse in der Integrationspolitik endlich auf einen Dialog auf Augenhöhe mit dem Rat der Muslime in Bonn einzulassen?, sagte die GRÜNE Stadtverordnete Coletta Manemann.

 

Sie reagierte damit auf einen Änderungsantrag der Großen Koalition zu einer GRÜNEN Initiative im morgen tagenden Ausschuss für Soziales und Migration, mit dem die GRÜNEN dafür gesorgt hatten, dass der von der Verwaltung abgelehnte Bau einer Moschee in Neu-Tannenbusch überhaupt im zuständigen Fachgremium diskutiert wird.Inhaltlich hatten die GÜRNEN gefordert, VertreterInnen des Rates der Muslime in den Ausschuss einzuladen, damit diese ihr Projekt und seine Zielsetzung  erläutern können.?Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass man den AntragstellerInnen bei einem solchen Thema Rederecht einräumt, bevor man über ihr Projekt entscheidet?, sagte Frau Manemann.

 

CDU und SPD wollen davon offenbar nichts wissen. In ihrem Änderungsantrag fordern sie die Verwaltung lapidar auf, alternative Grundstücke für die Moschee zu finden. ?In diesem Prozess soll mit dem Rat der Muslime auch über Konzepte diskutiert werden? heißt es in dem Änderungsantrag.

 

?Auf diese Weise würden Fakten geschaffen und die Betroffenen anschließend informiert?, sagte Frau Manemann. ?So geht man mit Partnern nicht um. Integrationspolitisch wäre das Ganze ein großer Rückschlag.?

 

Die GRÜNEN wollen nun ein anderes Vorgehen vorschlagen.Danach soll der Rat der Muslime in die nächste Ausschusssitzung eingeladen werden und vor einer Entscheidung zum geplanten Projekt Stellung nehmen können.Frau Manemann: ?Wenn die Verwaltung in der Lage ist, alternative Standorte für eine Moschee anzubieten, könnte dies ja in die Entscheidung einbezogen werden. Eine Ablehnung des Projektes ohne dass realistische Alternativen vorliegen, wäre ein Affront gegen viele Muslime in unserer Stadt!?

 

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