MVA-Erweiterung träfe auf grünen Widerstand

Zu den Veröffentlichungen über die vorläufige Emissionsprognose eines Wuppertaler Ingenieurbüros zu einer möglichen Erweiterung der Bonner Müllverbrennungsanlage erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Rat der Stadt Bonn, Brigitta Poppe:

 

?Umweltpolitik kann nicht von Ingenieurbüros bestimmt werden. Das gehört auch nicht zu deren Aufgaben. Die in Rede stehende Untersuchung erfasst bei weitem nicht alle untersuchenswerten Schadstoffe. Ob die zusätzlichen Emissionen einer von 250.000 auf 425.000 Jahrestonnen erweiterten Müllverbrennungsanlage ?irrelevant? oder ?unerheblich? sind, ist letztendlich eine Frage an die ohnehin schon belasteten Bürgerinnen und Bürger von Bonn. Es macht auch ökonomisch wenig Sinn, sich hinten an eine Welle neuer MVA-Projekte (Hürth, Herten, u.a.) anzuhängen, während gleichzeitig neue EU-Mitgliedsländer mit Billigangeboten auf den Markt drängen. Wenn der Ofen erst mal steht, steht man nicht mehr vor einem Müllberg, sondern vor einem Auslastungsproblem.Diejenigen, die sich als Lobbyisten der Müllwirtschaft betätigen, das lehren mannigfache Beispiele in unserer Region, rennen in ihr Unglück. Sie versuchen es anscheinend dennoch immer wieder und werden aus dem Schaden nicht klug, denn zahlen lassen sie solche Fehlplanungen die Bürgerinnen und Bürger über höhere Müllgebühren.?

 

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