Nahverkehrsplan: Keine Verschlechterung des Angebotes für Schulkinder

Dorothee Paß-WeingartzVorsitzende des Schulausschusses der Stadt Bonn_________________________________________________________Samansstraße 4, 53227 Bonn, Tel.: 0228-44 3195, Fax: 0228-42 99 530, e-mail: pass-weingartz(at)gmx.de

 

Maritta Sälzer, Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft Bonn

 

Blankenbergweg 22, 53229  Bonn, Tel.   0228 / 9 48 38 65,  eMail:  siegfriedsaelzer(at)t-online.de

 

In einem gemeinsamen Brief an die Oberbürgermeisterin bitten die Vorsitzende des Schulausschusses, Dorothee Paß-Weingartz sowie die Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft, Maritta Sälzer, gemeinsam um eine Auflistung aller vom Nahverkehrsplan betroffenen Schulen. Im Rahmen der Bürgerversammlungen gab es insbesondere Kritik an der künftigen Anbindung von Schulen.

 

Paß-Weingartz:? Ich habe bereits Ende Mai versucht, über die Stadtwerke eine Aufstellung aller vom Nahverkehrsplan betroffenen Schulen zu erhalten. Bisher habe ich noch nicht einmal einen Eingangsbescheid erhalten. Der zuständige Sachbearbeiter im Stadtplanungsamt signalisierte von vorne herein, dass er zu solch einer Aufstellung nicht in der Lage sei. Deshalb habe ich jetzt alle Schulleiter und Schulpflegschaftsvorsitzende mit der Bitte um Rückmeldung bezüglich eventueller Verschlechterungen angeschrieben.?

 

Frau Sälzer:? In den letzten Tagen gingen bei der Stadtschulpflegschaft vermehrt Klagen über eine Verschlechterung des Schülerverkehrs ein. Wir gehen davon aus, dass sich bisher nur diejenigen gemeldet haben, die die Gelegenheit hatten, sich ausgiebig zu informieren.?

 

Beide sind sich einige, dass eine kinderfreundliche Stadt, die zudem noch immer wachsende Schülerzahlen hat, die Anbindung der Schulen an den öffentlichen Personennahverkehr nicht einschränken sollte. Besonders die Kinder, die weiterführende Schulen besuchten, seien auf eine gute Verbindung angewiesen.

 

Paß-Weingartz:? Schon vor den geplanten Änderungen gab es Klagen über zu volle Busse. Es kam schon vor, dass Kinder nicht mehr mitgenommen werden konnten und auf den nächsten Bus warten mussten. Wenn hier noch die Entlastungslinien gestrichen würden, hätte dies weit reichende Folgen und könnte dazu führen, dass vermehrt Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen ? für den Klimaschutz in dieser Stadt bestimmt kein Fortschritt. ?

 

Sälzer:? Wir möchten, dass die Schulen, vor allem die betroffenen Schulen in die Entscheidung über Veränderungen im Nahverkehrsplan einbezogen werden. Die Erreichbarkeit der Schulen hat absolute Priorität. Aber ? immer wenn darauf ankommt, dass Bonn sich als kinderfreundlich erweisen soll, ist da nichts mehr.?

 

Schreiben an die Oberbürgermeisterin

 

Donnerstag, 14. Juni 2007

 

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin!

 

In dieser Woche wurde der Nahverkehrsplan 2008 in den Bonner Stadtbezirken der Öffentlichkeit vorgestellt. Uns haben einige Nachrichten erreicht, dass auch Schulen von den Veränderungen im Nahverkehrsplan betroffen sind.

 

Unsere bisherigen Bemühungen, eine schriftliche Aufstellung der Veränderungen den Schülerverkehr betreffend zu erhalten, sind bisher gescheitert.

 

Wir möchten Sie bitten, uns noch vor den Sommerferien eine Aufstellung darüber zu geben, welche Schulen inwiefern von den Veränderungen im Nahverkehrsplan betroffen sind, insbesondere durch Verlagerung von Haltestellen, Änderungen von Linienführungen und durch Streichung von Verstärkerlinien zu Stoßzeiten.

 

Vor allem die Kinder der weiterführenden Schulen sind auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen, und mit immer noch steigenden Schülerzahlen sollte das Angebot für diese Klientel nicht verschlechtert werden.

 

Wir danken Ihnen für Ihre Bemühungen und verbleiben

 

mit herzlichen Grüßen

 

Dorothee Paß-Weingartz    Maritta SälzerVorsitzende des Schulausschusses   Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft

 

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