Naujoks: Koalition wirft OB mangelnden Aufklärungswillen vor

Notfalls soll die Kommunalaufsicht eingeschaltet werden Die schwarzgrüne Koalition hat die Äußerungen des  Bonner Oberbürgermeisters Nimptsch scharf kritisiert und ihn  erneut aufgefordert, den ehemaligen SGB-Chef Friedhelm Naujoks noch heute fristlos zu kündigen.Sollte der OB zum zweiten Mal eine Kündigung von Naujoks verweigern, kündigt die Koalition die Einschaltung der Kommunalaufsicht an. „Wenn man die heutige Begründung von Nimptsch liest für seine erneute Weigerung, seinem Parteikollegen Naujoks die Kündigung auszusprechen, kann man nur ungläubig den Kopf schütteln“, sagte Peter Finger (GRÜNE). „Obwohl der eingeschaltete Arbeitsrechtler die Kündigung für vertretbar hält, sind für Nimptsch die Warnungen seines Strafrechtlers vor ‚unabwägbaren bzw. letztlich derzeit unüberschaubaren Folgen‘ ausschlaggebend. Diese Formulierungen öffnen erneut Spekulationen Tür und Tor. Für uns verstärkt sich immer mehr der Eindruck, dass der OB an der Aufklärung des WCCB-Desasters und den notwendigen Konsequenzen für die Verantwortlichen kein wirkliches Interesse hat.“Zu den Vorwürfen des OB gegenüber der Koalition sagte Georg Fenninger(CDU): „In seiner Not schmeißt der OB mal wieder mit Nebelkerzen. Die sehr dürftige Aktenlage der Verwaltung konnten wir in der Tat zügig zur Kenntnis nehmen, woraus eindeutig zu entnehmen war, dass die Kündigung vertretbar ist. Das Problem ist nicht die Tatsache, das der Rat die Einstellung von Herrn Naujoks auf Empfehlung der Verwaltung beschlossen und damit natürlich auch positive Erwartungen verbunden hat, sondern die fortgesetzte Verweigerungshaltung des OB, Naujoks zu kündigen, obwohl zunächst das eigene Rechnungsprüfungsamt und jetzt die Staatsanwaltschaft sein Fehlverhalten eindeutig belegt haben.“ Die Koalition forderte den OB auf, seine Entscheidung umgehend zu revidieren und Naujoks die Kündigung noch am Donnerstag zuzustellen. „Noch ist dazu die Zeit“, so die Koalitionsvertreter. Sollte Nimptsch bei seiner ablehnenden Entscheidung bleiben, kündigte die Koalition die Einschaltung der Kommunalaufsicht an. 

 

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