Neuer Umweltdezernent: Aufbruchstimmung? Fehlanzeige!

„Leider hat Herr Wagner bei seiner Vorstellung in unserer Fraktion wenig Aufbruchstimmung verbreitet.“

 

Dies, so die GRÜNEN, habe sich auch bei der Diskussion um konkret anstehende Entscheidungen gezeigt. So habe Wagner etwa die Einführung einer Umweltzone in Bonn abgelehnt und sei offenbar ein Anhänger von großvolumigen, wohnortnahen Müllverbrennungsanlagen wie der in Bonn, an deren Genehmigung er mitgewirkt hatte.

 

„Wir hätten uns einen echten Lobbyisten für Umweltschutz- und Klimaschutzpolitik gewünscht“, sagte Frau Paß-Weingartz. „Mit Rüdiger Wagner wird es wohl lediglich ein ´Weiter so` geben.“

 

Die GRÜNEN kritisierten auch das Verfahren der Kandidatensuche unter der Federführung eines Headhunters und bei Ausschaltung des Personalamtes.

 

„Was der Headhunter tatsächlich unternommen und nach welchen Kriterien er KandidatInnen ausgesucht und aussortiert hat, bleibt für den Rat völlig intransparent, “ sagte Frau Paß-Weingartz. „Tatsache bleibt, dass die Große Koalition der FDP das Umweltdezernat, das ihr noch nie besonders wichtig war, überlassen hat. Damit werden die Freidemokraten dafür belohnt, dass sie die Abwahl von Frau Kretschmar ermöglicht haben.“

 

Die GRÜNEN begrüßten in diesem Zusammenhang die Offenherzigkeit von FDP-Chef Hümmrich, der ohne Umschweife öffentlich klagestellt hatte, dass es bei der Besetzung des Umweltdezernenten in erster Linie darum gegangen sei, die FDP wieder am Verwaltungsvorstand zu beteiligen.

 

„Die Behauptung der Großen Koalition, dass das Parteibuch von Herrn Wagner bei der Auswahl keine Rolle gespielt habe, nimmt ihr ohnehin niemand ab“, sagte Frau Paß-Weingartz. „Eine Bestenauslese hat allenfalls innerhalb der FDP stattgefunden.“

 

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