Newsletter Kinder, Jugend und Familie im Februar 2014

mit Informationen aus dem Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie vom 11.02.2014. Unsere Themen: Neue Kita-Plätze, Tagespflege, Zuschüsse, Kinder und Jugendliche in Flüchtlingsunterkünften, Erhöhung des Qualifizierungsumfangs in der Tagespflege, Hauswirtschaftliche Kräfte in städtischen Kitas, Umsetzung Kinderbildungsgesetz in 2014, Netzwerk Frühe Hilfen Bonn, Fortführung der Maßnahme ‚Job Coach‘, Neues Förderverfahren von Kindern mit Behinderung in Kitas, Politisches Monitoring Ausbau Betreuungsplätze für Kinder unter 3 JahrenNeue Kita-PlätzeIm Stadtteil Dransdorf, Mörikestraße wird eine neue viergruppige Kita geplant. Sie wird Platz für 65 Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren bieten. Dazu sind im Wirtschaftsplan des städtischen Gebäudemanagementes 2,8 Mio. Euro bereit gestellt. Mit der Fertigstellung wird Ende 2015 bzw. Anfang 2016 gerechnet. Die Grünen regten im Ausschuss an, das Gebäude in Modulbauweise zu errichten, um die Bauzeit zu verkürzen.Die Kita „im grünen Winkel“ in Duisdorf wird um zwei Gruppen erweitert. Die Planung der Erweiterung wurde im Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie beschlossen. Weiterhin soll auf einer Teilfläche der ehemaligen Schulerweiterungsfläche eine zwei-gruppige Kita entstehen. In diesem Gebiet besteht eine hohe ungedeckte Nachfrage nach Plätzen für Kinder unter drei wie auch für Kinder über drei Jahren. Für die Planung stehen 200.000 Euro bereit.TagespflegeVor gut einem Jahr hat die schwarz-grüne Ratskoalition die Kindertagespflege reformiert und gleichzeitig eine Evaluierung beantragt. Der Bericht der Verwaltung liegt vor, der Fortschritt in diesem Bereich ist beeindruckend. Die Zahl der Kinder in der Tagespflege hat sich von August 2012 bis heute um 30% gesteigert. Wir werden wahrscheinlich noch in diesem Jahr auf 1.000 Kinder in der Tagespflege in Bonn kommen. Der Anteil der Kinder, die städtisch finanziell gefördert werden, beträgt mittlerweile über 80%. Parallel zum Ausbau der Tagespflege hat sich die Anzahl der Tagespflegepersonen erhöht. Auch das Ergebnis der anonymen Elternbefragung ist sehr positiv. 62 % aller Befragten gaben ein sehr gutes oder gutes Urteil über die Förderpraxis ab, lediglich 16% gaben eine Note die ausreichend oder schlechter war! Mehr als 3/4 aller Eltern waren grundsätzlich mit ihrer Kindertagespflege zufrieden. Hier gebührt der Dank für die gute Arbeit dem Tagespflegepersonal in Bonn. ZuschüsseDie Verwaltung wurde im Ausschuss beauftragt, mit dem Kinder- und Jugendring Bonn e.V. für das laufende Jahr einen Fördervertrag abzuschließen. Es wird ein Förderbedarf von bis zu 24.500 € für das Jahr 2014 zugrunde gelegt. Die Familienbildungsstätte der Werkstatt Friedenserziehung erhält für ihre Arbeit einen Zuschuss in Höhe von bis zu 29.400 Euro jährlich.Die katholische Familienbildungsstätte erhält 187.680 Euro. Außerdem wurde die Verwaltung beauftragt, im Rahmen einer Umstellung der künftigen Förderpraxis der Katholischen Familienbildungsstätte Verhandlungen mit dem Träger aufzunehmen. Künftig sollen die Zuschüsse auf der Basis eines Fördervertrages, wie bei den anderen ZuschussempfängerInnen auch, erfolgen.Der SSF Bonn e.V erhält für die Fortführung des Betriebs eines Fitnessraumes für Jungen in Dransdorf, Lenaustr. 7, einen Zuschuss in Höhe von bis zu 6.000 Euro und für die Durchführung eines Mädchenprojektes, einer Fortentwicklung des „Fitnesstreffs für Mädchen“ im Stadtteil Dransdorf, Lenaustraße 48, ein Zuschuss in Höhe von bis zu 3.500 Euro.Mit dem Caritasverband für die Stadt Bonn e. V. soll die Verwaltung zur Weiterführung der Jugendwerkstatt einen Fördervertrag abschließen, damit stehen für die Jugendwerkstatt 42.350 Euro seitens der Stadt zur Verfügung.Die Verwaltung wurde außerdem beauftragt, einen Vertrag mit dem Netzwerk Kinderbetreuung in Familien rückwirkend ab dem 01.01.2014 abzuschließen, damit erhält das Netzwerk maximal 724.150 € für das Haushaltsjahr 2014.Kinder und Jugendliche in FlüchtlingsunterkünftenIn Bonn werden im Laufe des Jahres 2014 ca. 700 Flüchtlinge erwartet, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Um den Kindern und Jugendlichen die Teilhabe in Bonn zu ermöglichen, bedarf es einer guten Betreuung und entsprechenden Angeboten für den Besuch von Kindertageseinrichtungen und Schulen. Deshalb wurde die Verwaltung von schwarz-grün beauftragt, eine Konzeption zur Betreuung der Kinder und Jugendlichen vorzulegen. Außerdem wurde die Verwaltung  gebeten zu berichten, wie die Betreuung der Kinder und Jugendlichen in Flüchtlingsunterkünften seitens des Amtes gewährleistet wird und welche externen Hilfsangebote es bisher gibt und wie der Besuch von Kindertageseinrichtungen und Schulen gewährleistet werden soll.Erhöhung des Qualifizierungsumfangs in der TagespflegeDer Mindestumfang der Qualifizierung für eine Tätigkeit als Kindertagespflegeperson wird ab dem 01.08.2014 auf 165 Unterrichtsstunden gemäß dem Standard des vom Deutschen Jugendinstitut entwickelten Lehrplans zur Kindertagespflege erhöht. Neuen Kindertagespflegepersonen wird ab diesem Zeitraum eine Pflegeerlaubnis nur erteilt, wenn dieser Qualifizierungsumfang erfolgreich abgeleistet wurde. Dieses gilt gleichermaßen für eine Verlängerung von nach dem 01.08.2014 ablaufenden Pflegeerlaubnissen. Bisher waren 85 Stunden in einem Grundkurs notwendig. Bonn war eine der wenigen Städte, die Tagespflegeerlaubnisse erteilten, wenn nur der Grundkurs absolviert worden war. Das Netzwerk Kinderbetreuung und die Verwaltung halten vor dem Hintergrund einer besseren Qualifizierung der Tagespflegepersonen die Erweiterung der Ausbildung für geboten. Dem kann sich die schwarz-grüne Koalition nur anschließen.Hauswirtschaftliche Kräfte in städtischen KitasMit der Novellierung des Kinderbildungsgesetzes stehen künftig auch finanzielle Mittel für die Beschäftigung von hauswirtschaftlichen Kräften bereit. Bisher wurden dafür seitens der Stadt 600.000 Euro zur Verfügung gestellt, mit den zusätzlichen 400.000 Euro seitens des Landes können nun in allen städtischen Kitas hauswirtschaftliche Kräfte eingestellt werden.Umsetzung Kinderbildungsgesetz in 2014Auf der Grundlage der Jugendhilfeplanung des Amtes für Kinder, Jugend und Familie gemäß des Kinderbildungsgesetzes werden dem Land NRW die Kindpauschalen für die Betreuung von Kindern in Kitas sowie die Anzahl der Kinder in der Tagespflege gemeldet. Auf 232 Seiten wird für jede Einrichtung die Art der Betreuung, die betreuten Kinder, die Betreuungspauschalen sowie der Zuschuss zu den Betriebskosten aufgeführt. Dafür werden in 2014 von der Stadt 88.753.931 Euro erbracht. Dem gegenüber stehen Erträge in Höhe von 56.946.209 Euro entgegen so dass sich für die Stadt Bonn eine in 2014 eine Belastung von 31.807.721 Euro ergibt. Für die Tagespflege entstehen der Stadt Kosten in Höhe von 5.649.266 Euro in 2014.Netzwerk Frühe Hilfen BonnDie Verwaltung wurde – vorbehaltlich der Bereitstellung der zusätzlich benötigten Haushaltsmittel – beauftragt, die Angebote der „Frühen Hilfen Bonn – Das Netzwerk für Vater, Mutter und Kind“ des Caritasverbandes für die Stadt Bonn e. V. und des Familienkreises e. V. fortzuführen und weiterhin finanziell zu fördern. Dazu wird dem Caritasverband für die Stadt Bonn e. V. und dem Familienkreis e. V. ein Zuschuss in Höhe von bisher insgesamt maximal 239.545 Euro pro Jahr auch für das Jahr 2014 zu gewährt. Die Finanzierung erfolgt weiterhin unter dem Vorbehalt der Gegenfinanzierung durch Mittel aus der „Bundesinitiative Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen. Sowohl der Caritasverband als auch der Familienkreis engagieren sich – in Kooperation mit zahlreichen anderen freien Trägern – bereits seit einigen Jahren im Bereich der Frühen Hilfen, um werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern frühzeitig zu erreichen und bei Bedarf mit niederschwelligen und alltagspraktischen Hilfsangebote
n individuell zu unterstützen.Fortführung der Maßnahme ‚Job Coach‘Die Verwaltung wurde beauftragt, mit der Evangelischen Jugendhilfe Godesheim gGmbH einen Vertrag zur Durchführung des Programms „Job Coach“ zunächst bis zum Ende des Schuljahres 2014/2015 zu schließen und das Programm finanziell zu fördern. Dafür wird ein Zuschuss in Höhe von 260.419 Euro bereitgestellt.Insgesamt werden 80 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 pro Schuljahr aus allen Bonner Hauptschulen und von zwei Gesamtschulen ganzjährig durch die Job Coaches betreut, begleitet und gefördert. Die Zuweisung von betreuungsbedürftigen Schülerinnen und Schülern erfolgt nach entsprechender Beratung in den Entwicklungskonferenzen und wird durch die Beratungsstelle für Jugendberufshilfe gesteuert. Die Job-Coaches unterstützen und betreuen die einzelnen Schülerinnen und Schüler daraufhin nach Maßgabe eines auf die individuelle Situation abgestimmten Entwicklungsplanes.Zum 31.07.2013 haben insgesamt 96 Schülerinnen und Schüler am Job Coach-Programm teilgenommen. 33 betreute Schülerinnen und Schüler haben zum Schuljahreswechsel die Schule beendet. Davon konnten 6 in eine Ausbildung, 14 an Berufskollegs und 3 in eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme vermittelt werden. 5 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben einen Platz im Werkstattjahr erhalten, 2 wurden in der Jugendwerkstatt aufgenommen, 1 Schülerin hat ein freiwilliges soziales Jahr angefangen und 2 wechselten zur Abendrealschule der Stadt Bonn. Neues Förderverfahren von Kindern mit Behinderung in KitasDie freiwillige Finanzierung der Betreuung von Kindern mit Behinderungen in Kindertageseinrichtungen durch den Landschaftsverband Rheinland wird ab dem Kindergartenjahr 2014/15 umgestellt. Für jedes Kind mit Behinderung erhält der Träger der Einrichtung einen jährlichen pauschalen Zuschuss von 5.000 EUR.  Diese Pauschale ist für zusätzliche Fachkraftstunden einzusetzen. Bei einer sog. integrativen Gruppe (5 Plätze für Kinder mit Behinderung, 10 Plätze für Kinder ohne Behinderung) sind mit diesen Mitteln in Höhe von 25.000 EUR ½ Fachkraftstelle sowie zusätzlich Personalqualifizierung, Vernetzung/ Kooperation mit vornehmlich interdisziplinär arbeitenden Einrichtungen und eine intensivierte Beratung der Eltern zu finanzieren. Voraussetzung ist die Platzreduzierung in der Gruppe um je 1 Kind pro behindertes Kind.Auf Kritik stieß, dass therapeutisches Personal nur noch übergangsweise über diese Pauschale refinanziert wird. Ab dem Kindergartenjahr 2015/16 entfällt jedwede Finanzierung therapeutischen Personals. Auch die  Elternbeiträge werden ab dem 01.08.2014 nicht mehr refinanziert, d.h., alle Eltern, auch die der behinderten Kinder, sind damit elternbeitragspflichtig. Alle bisherigen Finanzierungen in integrativen Kindertageseinrichtungen(Jugendamtsanteil, Leitungsfreistellung und Elternbeiträge) fließen in die 5.000 EUR Pauschale ein. Damit haben sowohl die Kommunen als auch die Eltern eine finanzielle Mehrbelastung zu tragen.Politisches Monitoring Ausbau Betreuungsplätze für Kinder unter 3 JahrenAls fortlaufender Punkt für jede Sitzung des Ausschusses wurde die aktualisierte Liste über den Stand des U-3Ausbaus vorgelegt. Mit dieser Liste kann für jede Einrichtung der Stand des Ausbaus nachvollzogen werden, es wird aufgezeigt, ob Ausbauten im Zeitplan sind und wenn nicht, wird dies begründet. Eines wird an dieser Liste mehr als deutlich: Die Stadt Bonn ist im Ausbau der U-3 Betreuung äußerst aktiv!Sitzungstermine des Ausschusses in 2014 01.04.2014 Sitzungsort ist der Ratssaal, Beginn um 18:00 UhrLust mitzuarbeiten?Die Arbeitskreise der GRÜNEN tagen grundsätzlich öffentlich – wir freuen uns über jede und jeden Interessierten! Der Arbeitskreis Kinder und Jugend tagt das nächste Mal am 06.03.2014 um 17:00 Uhr im Alten Rathaus, Eingang Rathausgasse, 1. Etage, Sitzungsraum 1.21. Fragen dazu beantwortet Ihnen Petra Merz, Tel.: 0228 77 3814 oder Upetra.merz@bonn.deU Alle Termine finden Sie auf unserer Internetseite Uwww.gruene-bonn.deUIm Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie für die GRÜNENDorothee Paß-WeingartzDorothea SchmitzAusbildung statt Abschiebung, Karin AhrensDer kleine Muck, Kurt DaubenJugendfarm, Andrea SteuernagelEvangelische Lukaskirchengemeinde Bonn, Rene LobeAktuelles aus der grünen Ratsfraktion unter www.gruene-bonn.deHerausgegeben von: Grüne im Rat der Stadt Bonn, Rathausgasse 5-7, 53111 BonnTelefon: 0228 – 77 2073 Fax: 0228 – 77 2035; gruene.ratsfraktion@bonn.de; HUhttp://www.gruene-bonn.deBürozeiten: Mo.- Fr. von 10.00 – 13.00 Uhr, Di. + Do. von 14.00 – 17.00 UhrRedaktion: Petra Merz,0228 – 77 3814, Petra.Merz@Bonn.de

 

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