Newsletter Schule

Mit den Themen: Inklusion, Schulsozialarbeit, vakante Funktionsstellen,  RAA, Schulerweiterung, Gemeinsamer Unterricht, Schulhöfe als Spielplätze etc.

 

Inklusion in BonnSchulverwaltung und Schulrat stellten dem Ausschuss die Konzeption einer neuen Arbeitsgruppe vor, die künftig für die Unterbringung von Kindern mit Behinderung im Regelunterricht zuständig ist. Das Verfahren läuft ab dem kommenden Schuljahr so, dass Eltern sich an einer Regelschule bewerben, sollten sie für ihr Kind keinen Platz bekommen, wird sich die Arbeitsgruppe um einen Regelplatz kümmern. Wie Schulrat Schürmann betonte, gibt es keinen Anspruch auf eine bestimmte Schulform, sondern nur auf einen Regelschulplatz. Weiterhin können Schulen künftig angewiesen werden, Kinder mit Behinderung aufzunehmen. Wie das im Detail funktionieren soll, sei noch unklar. Der Ausschuss diskutierte über die Beteiligung von Eltern an diesem Gremium, was aber aus Gründen des Datenschutzes schwierig sein könnte. Wichtig ist uns aber, dass die Verteilung der Kinder auf die Schulen absolut transparent geschieht.SchulsozialarbeitDie Verwaltung berichtet zu Beginn der Sitzung über den Sachstand der Neukonzeption Schulsozialarbeit. Es hätten sich 168 Fachkräfte auf die 25 ausgeschriebenen Stellen beworben. Die geplante Verteilung wurde vorgestellt – hier wurde die Stadt in Schulbezugsräume aufgeteilt, berücksichtigt wurden die Schularten, die Anzahl der SchülerInnen mit Bonn-Ausweis sowie mit Migrationshintergrund. Mehrkosten Mensa Ernst-Moritz-Arndt GymnasiumDie Anfrage des Bürgerbundes ist bereits das zweite Mal auf der Tagesordnung des Schulausschusses. Dieses Mal lag dann auch eine Stellungnahme des Gebäudemanagementes vor. Die Kosten für den Anbau der Mensa sind von 446.000 Euro auf 768.000 Euro gestiegen. Das bedeutet Mehrkosten in Höhe von 322.600 Euro. Die Einzelheiten sind der Stellungnahme zu entnehmen. Diese Steigerung um 70% (!) muss im Detail im Betriebsausschuss des städtischen Gebäudemanagementes diskutiert werden. Schulhöfe als SpielplätzeVor vielen Jahren wurden durch eine Grüne Initiative alle Schulhöfe zu Spielplätzen erklärt. Damit sollte vor allem in dicht besiedelten Gebieten der Spielraum für Kinder erweitert werden. Bis 19:00 Uhr am Abend stehen die Schulhöfe allen Kindern zur Verfügung. Allerdings kommt es auch immer wieder zu Vandalismus auf Schulhöfen, was sehr ärgerlich ist. Auf dem Schulhof der Matthias-Claudius-Schule wurden Spielgeräte zerstört und es wurde eingebrochen. Deshalb hat die Schulkonferenz dieser Schule darum gebeten, den Schulhof künftig abschließen zu können. Die Verwaltung vertritt aber weiterhin die Auffassung, dass Schulhofflächen als öffentliche Spielplätze zur Verfügung stehen sollen. Wir Grünen teilen diese Auffassung, denn für viele Kinder sind dies die einzigen Flächen, zum Dreirad – Roller – oder Fahrradfahren. Die Verwaltung will künftig häufiger durch den Stadtordnungsdienst dort kontrollieren, den Schulhof der Karl-Simrock-Hauptschule wieder öffnen und die Situation auch durch Polizei, Streetworker und Bevölkerung beobachten.Erweiterung Friedrich-List-BerufskollegDas Friedrich-List-Berufskolleg wird um acht Klassenräume erweitert. Damit wird ein Teil des Beschlusses der schwarz-grünen Koalition, alle Berufskollegs endlich zu sanieren und zu erweitern. Der Anbau ist als dreigeschossiger Flachdachanbau in Massivhausbauweise geplant. Die Fassade ist als wärmegedämmte, hinterlüftete Vorhangfassade mit Wärmeschutzverglasung und außen liegendem Sonnenschutz vorgesehen. Eine umfassende Sanierung des Gesamtgebäudes soll folgen. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftlichkeit und der umweltpolitischen Zielsetzung von schwarz-grün ist auch am Friedrich-List-Berufskolleg der Einbau einer Fotovoltaikanlage geplant. Gemeinsamer Unterricht an der Marie-Kahle-GesamtschuleDie Schulkonferenz der Marie-Kahle-Gesamtschule hat die Einführung des gemeinsamen Unterrichtes beschlossen. Die Schule beabsichtigt die Bildung einer Klasse im Gemeinsamen Unterricht mit fünf bis sechs Schülerinnen und Schülern, die gemischten sonderpädagogischen Förderbedarf aufweisen; die Klassenstärke soll 25 Schülerinnen und Schüler nicht überschreiten. Zur Umsetzung sieht die Schule die Notwendigkeiten, dass ihr ein Sonderpädagoge / eine Sonderpädagogin fest zugewiesen und der Stellenbedarf um eine halbe Stelle erhöht wird. An dieser Stelle steht allerdings das Land in der Pflicht, die Stadt muss sich um die räumliche Ausstattung und Materialien kümmern. Wir begrüßen diesen Schritt, ist er doch ein weiterer kleiner Schritt Richtung inklusive Bildung.RAA in BonnWas lange währt wird endlich gut – die Haushaltsmittel für die Einrichtung und den Betrieb einer RAA in Bonn in Höhe von 153.762,16 € für das Jahr 2012 werden freigegeben. Der Rat hatte am 14.07.2011 die Einrichtung einer Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) in Bonn einschließlich  der notwendigen Haushaltsmittel beschlossen und die Verwaltung beauftragt, die Einrichtung der RAA vorzubereiten und die entsprechenden Fördermittel des Landes NRW zu beantragen. Die Stadt Bonn hat in Umsetzung des Ratsbeschlusses vom 14.07.2011 die Einrichtung einer RAA vorbereitet, die notwendigen internen Abstimmungen vorgenommen sowie den Antrag und die erforderliche Rahmenkonzeption beim Land NRW eingereicht. Das Land NRW hat den Antrag der Stadt Bonn bewilligt, die Stellen sollen zum 1.1.2012 ausgeschrieben werden. Budgetierung von SchulenDie Verwaltung hatte seit dem Frühjahr den Auftrag zu prüfen, wie in Bonn eine vollständige Budgetierung für die Schulen aussehen könnte. Vor allem die weiterführenden Schulen wünschen, dass ihre Budgets zur eigenen Bewirtschaftung erweitert werden und damit keine zentrale Beschaffung mehr durch die Verwaltung erfolgt. Die Grünen hatten deshalb in der letzten Woche zu einer Runde mit allen Beteiligten – Schulleitungen, Schulamt und Vergabedienststelle eingeladen, in der die Bedingungen für eine weitgehende Budgetierung für Schulen diskutiert wurden. Im Ergebnis wurde festgehalten: es muss klar sein, was im schuleigenen Budget verwaltet werden soll, die Budgetierung wie auch die sonstigen Beschaffungen für Schulen durch das Schulamt sollen für alle Beteiligten transparent dargestellt werden, außerdem muss auch Transparenz hinsichtlich der Schulkonten, der Girokonten, der Sparkonten sowie der Fördervereinskonten der Schulen hergestellt werden. Die Beachtung der Vorgaben des Vergaberechtes müssen eingehalten werden, dazu benötigen die Schulen eine Handreichung. Vor allem die weiterführenden Schulen hatten in der Vergangenheit Beschaffungen durch die Stadt kritisiert, da sie nicht in ihr Schulprogramm passten. Schulleiter und Verwaltung müssen sich jetzt also darüber einigen, was in das eigene Budget kommt. Zur Sitzung legte die Verwaltung eine neue Vergleichstabelle vor.Vakante Funktionsstellen in Bonner SchulenAn 15 Bonner Schulen sind zurzeit sogenannte Funktionsstellen – also Schulleitungen und stellvertretende Schulleitungen zu besetzen. Die Verwaltung legt eine Liste vor, die die entsprechenden Stellen aufzeigt. Auffällig ist, dass an den meisten Schulen lediglich eine Bewerbung vorliegt, so dass die Schulkonferenz, die über die Besetzung entscheidet, im Grunde nur mit „ja“ oder „nein“ entscheiden kann. Arbeitskreis Übergang Kindertagesstätte – GrundschuleDie Verwaltung hat einen neuen Arbeitskreis „Übergang Kindertagesstätte-Grundschule“ (AK Übergang) eingerichtet. Der AK Übergang ist paritätisch besetzt: fünf Fachberater/-innen der Träger von   Kindertageseinrichtungen, – fünf Grundschulleitungen,  jeweils Vertreterinnen / Vertreter des OGS-Büros und die untere Schulaufsicht nehmen beratend teil.  Die Geschäftsführung für den AK liegt mit Blick auf den dort  verorteten Arbeitsschwerpunkt „Lernbiografie ohne Brüche“ beim  Regionalen Bildungsbüro. Das Arbeitsgremium soll konkrete Fragestellungen zu dieser Thematik fachkompetent erörtern und entsprechende, sachlich fundierte Empfehlungen an die AG 78 richten. Dazu gehören beispielsweise die Bestandsaufnahme bereits bestehender Kooperationsprojekte, Transparenz  de
r vorhandenen Gremienlandschaft, die sich mit ähnlichen Fragen befassen oder die Abstimmung eines gemeinsamen Bildungsverständnisses.Ergebnisse des SprachstandsfeststellungsverfahrensDie Verwaltung legt in einer Mitteilung die Ergebnisse des Delphin-Tests vor, mit dem der Sprachförderbedarf von Kindern im Vorschulalter festgestellt werden soll. Die Zahl der zu fördernden Kinder ist nur scheinbar zurückgegangen (von 700 auf 622), allerdings muss berücksichtigt werden, dass in den Jahren 2009 und 2010 die Kinder getestet wurden, die innerhalb eines Betrachtungszeitraumes von 13 Monaten geboren wurden und in diesem Jahr durch die Rücknahme des Schuleingangalters der Betrachtungszeitraum nur 11 Monate betrug. Damit verschlechtert sich das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr.Schulen in die Villa HammerschmidtSeit März 2011 können Bonner Schulen im Rahmen einer neuen Kooperationsabsprache kostenfrei Führungen durch die Villa Hammerschmidt und den umgebenden Park buchen. Interessierte Schulen können ihre Besuchswünsche bei der Bonn-Information anmelden. Auf diesem Wege können sie eine Führung durch den Park der Villa Hammerschmidt und das Haus selbst buchen. Das Bundespräsidialamt stellt dafür keine Kosten in Rechnung, ebenso verzichtet die Bonn-Information beim Besuch Bonner Schulen auf die sonst üblichen Honorarforderungen für die Gruppenführungen. Über den ausschließlichen (kostenfreien) Besuch der Villa Hammerschmidt hinaus bieten sich aufgrund der günstigen räumlichen Lage verschiedene Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren – allerdings kostenpflichtigen Angeboten wie dem „Weg der Demokratie“ einem geführten Rundgang durch das Bundesviertel oder die Kombination mit einem Besuch im Haus der Geschichte.Auszeichnung von Bonner SchulenDrei Bonner Schulen wurden durch die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Hannelore Kraft ausgezeichnet: die Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung für die „außerordentlich guten Leistungen der Lehrerinnen und Lehrer“ und für das „uneingeschränkte Engagement, die großartigen Leistungen als eine der herausragenden Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen“ .Ebenso wurden die Freiherr-vom-Stein-Realschule und das Tannenbusch-Gymnasium jeweils für „das uneingeschränkte Engagement, die großartigen Leistungen als eine der herausragenden Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen“ geehrt. Wir sagen an dieser Stelle:“ Herzlichste Glückwünsche und weiterhin viel Erfolg!“TermineDer Schularbeitskreis der Grünen Fraktion tagt am Dienstag, den 06.12.2011 um 17:30 Uhr im Alten Rathaus, Eingang Rathausgasse, 1. Etage, Sitzungsraum 1.21. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.Welche Perspektiven gibt es für eine neue Grundschule in Vilich? Info-Veranstaltung mit Schulamt und Schulaufsicht am Freitag, den 02.12.11 um 16:30 im Alten Rathaus, . Etage, Sitzungsraum 1.21Alle weiteren Termine der Fraktionssitzungen und der Arbeitskreise auf unserer Internet-Seite: www.gruene-bonn.deFraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein¬geladen.Bei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit: Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.Im Schulausschuss für die GrünenDorothee Paß-Weingartz, Vorsitzende des SchulausschussesAnja Lamodke, schulpolitische SprecherinStefan Rau, sachkundiger Bürger    Doro Schmitz, StadtverordneteHannes Schröder, stellvertretender sachkundiger BürgerTimo Hausschild, stellvertretender sachkundiger BürgerMartin Michalke, stellvertretender sachkundiger BürgerAktuelles aus der GRÜNEN Ratsfraktion unter www.gruene-bonn.deHerausgegeben von: Grüne im Rat der Stadt Bonn, Rathausgasse 5-7, 53111 BonnTelefon: 0228 – 77 2073 Fax: 0228 – 77 2035 e-mail: gruene.ratsfraktion@bonn.de; Internet: www.gruene-bonn.deRedaktion: Petra Merz, Tel.: 0228 – 77 3814, Petra.Merz@Bonn.de

 

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