Newsletter Schule

 Informationen der GRÜNEN Ratsfraktion Bonn zu den Themen: Schulplätze in weiterführenden Schulen; Budgetierung von Schulen; Bürgerantrag WeitblickGanztagsbetrieb Abendrealschule; Missbrauch am Aloisiuskolleg; TermineSchulplätze in weiterführenden SchulenMit einer Großen Anfrage fragten die GRÜNEN und die CDU nach der Aufnahme in die weiterführenden Schulen. Da es in den letzten Jahren immer wieder zu Engpässen kam, Kinder und Eltern teilweise durch das Schulamt an weiterführende Schulen vermittelt werden mussten, ging die Koalition davon aus, dass sich alleine durch die Abschaffung der verbindlichen Grundschulgutachten die Situation weiter verschärft hat. Insbesondere wurde nach Kindern mit Förderbedarf gefragt, die nunmehr einen rechtlichen Anspruch auf einen integrativen Platz haben. Leider konnte die Verwaltung die Zahlen noch nicht schriftlich vorlegen, deshalb wurde die Anfrage in die nächste Sitzung des Schulausschusses vertagt. Sollten Eltern Probleme mit einem Platz in einer weiterführenden Schule haben, so können sie sich gerne in der GRÜNEN Geschäftsstelle melden.Budgetierung von SchulenDie Budgetierung von Schulen, d.h., Schulen können selbständig im Rahmen eines vorgegebenen finanziellen Budgets eigenverantwortlich über die für ihre Schule notwendigen und sinnvollen Anschaffungen bestimmen können, wurde mit einem Antrag von GRÜNEN, CDU und FDP (das stimmt wirklich!) auf den Weg gebracht. Zunächst soll die Verwaltung prüfen,  ob und unter welchen Bedingungen ab dem 01.08.2011 eine für alle Bonner Schulen verbindliche dezentrale Ressourcenverwaltung (sog. Budgetierung) in Bonn eingeführt werden kann. Dazu soll das Votum aller Bonner Schulleiterkonferenzen zu der Thematik wird eingeholt werden. Außerdem sollen in einer der nächsten Schulausschusssitzungen andere Kommunen über ihre Erfahrungen mit der Budgetierung im Schulausschuss berichten. Im Antrag wurde auch betont, dass die Budgetierung auf keinen Fall zu einer Kürzung der insgesamt für die Schulen zur Verfügungen stehenden Mittel führen darf. Und: die Teilnahme der Schulen soll auf freiwillig sein, sie soll nur die Schulen eingeführt werden, die eine Budgetierung wollen. Die Vorteile der Budgetierung liegen vor allem darin, dass sie den Schulen einen größeren Freiraum ermöglicht und das wirtschaftliche Verantwortungsbewusstsein der Schulen stärkt. Den Schulen wird es ermöglicht, sinnvolle und auch größere Anschaffungen nach ihren individuellen Vorstellungen zu realisieren. Dadurch könnte eine Schule Schwerpunkte in der Beschaffung bilden. Die damit verbundene Möglichkeit der Übertragung von Restmitteln auf das nächste Jahr bietet die Chance des Ansparens zum Kauf von größeren Objekten und zur Bildung von Rücklagen.Die Schulleiterinnen und Schuleiter der Bonner Gymnasien haben bereits einstimmig für die vollständige Budgetierung der Schulen nach dem Troisdorfer Vorbild ausgesprochen.Bürgerantrag WeitblickDer Verein „Weitblick, Bonn e. V.“ beantragt den Verzicht auf Stellenkürzungen im Stadtteil Dransdorf (Stadtteilverein Dransdorf) im Bereich der Hausaufgabenbetreuung und Gesamtkoordination. Im Rahmen der Kürzungen der Gemeinwohlarbeit durch die ARGE wurde die Fördersumme des Stadtteilvereins für 2011 um die Hälfte reduziert. Diese Reduzierung betrifft vor allem den Bereich der Hausaufgabenbetreuung, da der Verein nur noch 20 von ehemals 40 Plätzen für die Teilnehmer zur Verfügung gestellt bekommt. Die Verwaltung führt in ihrer Stellungnahme aus, dass die sinnvolle und sehr begrüßenswerte Arbeit des Vereins „Weitblick Bonn e.V.“ grundsätzlich auch in Kooperation mit Schulen und Kindertageseinrichtungen sowie mit der Zweigstelle des Fachdienstes für Familien- und Erziehungshilfe in Dransdorf durchgeführt werden könnte. Unabhängig von der bisherigen Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein Dransdorf sei die Sozialverwaltung gerne bereit, bei Interesse entsprechende Kontakte zu vermitteln. Der Schulausschuss vertagte den BürgerInnenantrag in die Haushaltsberatungen, da bei Annahme des Antrages die Stadt finanziell für die Ausfälle durch den Bund aufkommen müsste.Ganztagsbetrieb AbendrealschuleDie Abendrealschule hat ein Konzept erstellt, sukzessive bis zur vollständigen Verwirklichung im Wintersemester 2013/ 2014 den Ganztagsbetrieb aufzunehmen. Die Verwaltung wurde beauftragt, zusammen mit der Schule die schulaufsichtliche Genehmigung des Landes einzuholen, um die Abendrealschule zum nächstmöglichen Semester im Schuljahr 2011/ 2012 als Ganztagseinrichtung führen zu können. Mit der Einführung des Ganztages sollen vor allem die Jugendlichen Unterstützung finden, die bisher in ihrer schulischen Laufbahn gescheitert sind. Mit der Einführung des Ganztages könnten auch Sozialarbeiter oder –Pädagogen eingesetzt werden, die die Bemühungen des Kollegiums, jedeN SchülerIn zu einem Schulabschluss zu führen, unterstützen. Die Abendrealschule legt besonderen Wert auf die ganzheitliche Förderung und hat sich der Umsetzung von „Chancengerechtigkeit“ als wesentliches Merkmal verschrieben. Sie ist damit ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Bundesstadt Bonn „Bonn-Inklusiv“ zur Entwicklung einer inklusiven Bildungsregion. Missbrauch am AloisiuskollegDer Schulausschuss hatte in seiner Sitzung am 09.11.2010 beantragt, dass die Verwaltung nach Vorliegen des Abschlussberichtes des Aloisius Kollegs erneut berichtet. Am 15. Februar 2011 hat Frau Prof. Dr. Julia Zinsmeister ihren Abschlussbericht zur Untersuchung im Auftrag der Deutschen Provinz der Jesuiten über „Schwere Grenzverletzungen zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen im Aloisius Kolleg Bonn – Bad Godesberg“ vorgelegt. Der Bericht bearbeitet umfassend die der Verfasserin bekannt gewordenen Grenzverletzungen im Bereich des Aloisius Kollegs (einschließlich des angegliederten Ako-Pro Seminar e. V.) über einen Zeitraum von 60 Jahren bis heute. Der vollständige Bericht kann unter www.jesuiten.org abgerufen werden. In dem Bericht werden der Stadt Bonn auch  Empfehlungen (Kapitel XIII, Ziffer 5) gegeben, die zurzeit seitens der Verwaltung überprüft werden. Der Vollständigkeit halber weist die Verwaltung darauf hin, dass die Förderung des Ako-Pro Seminar e. V. sowohl für die Offene Tür, als auch für den Seminarbereich seit dem 01.01.2011 eingestellt ist. Frau Prof. Dr. jur. Zinsmeister hat sich dankenswerter Weise bereiterklärt die Ergebnisse des Abschlussberichtes in der Sitzung des Schulausschusses am 05.05.2011 persönlich vorzustellen. Interessierte Mitglieder des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie sind schon jetzt zu dieser Sitzung herzlich eingeladen. TermineDer Schularbeitskreis der Grünen Fraktion tagt am 03.05.2011 um 17:30 Uhr im Alten Rathaus, Eingang Rathausgasse, 1. Etage, Sitzungsraum 1.21. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.Alle Termine der Fraktionssitzungen und der Arbeitskreise auf unserer Internet-Seite: www.gruene-bonn.deFraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein¬geladen.Bei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit: Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.Im Schulausschuss für die GrünenDorothee Paß-Weingartz, Vorsitzende des SchulausschussesAnja Lamodke, schulpolitische SprecherinStefan Rau, sachkundiger Bürger    Doro Schmitz, StadtverordneteHannes Schröder, stellvertretender sachkundiger BürgerJulia Dicks, stellvertretende sachkundige BürgerinTimo Hausschild, stellvertretender sachkundiger BürgerMartin Michalke, stellvertretender sachkundiger BürgerAktuelles aus der GRÜNEN Ratsfraktion unter www.gruene-bonn.deHerausgegeben von: Grüne im Rat der Stadt Bonn, Rathausgasse 5-7, 53111 BonnTelefon: 0228 – 77 2073 Fax: 0228 – 77 2035 e-
mail: gruene.ratsfraktion@bonn.de; Internet: www.gruene-bonn.deRedaktion: Petra Merz, Tel.: 0228 – 77 3814, Petra.Merz@Bonn.de

 

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