Newsletter Schule

Zu den Themen: Flüchtlinge, Inklusion, OGS u.a.

 

FlüchtlingeDie aktuelle Flüchtlingssituation war großes Thema im Schulausschuss. Die Verwaltung hat berichtet, was sie alles unternimmt, um Kindern und Jugendlichen möglichst schnell Schulplätze zur Verfügung zu stellen. Die Bemühungen der gesamten Verwaltung zur Versorgung und Betreuung der Flüchtlinge sind vielfältig, so sollen künftig sechs Sozialarbeiter*innen die Betreuung der Flüchtlinge verstärken. Da die Beschulung der Flüchtlinge des Öfteren Thema war, wird die Verwaltung in jeder Sitzung berichten. Der von der Koalition eingebrachte Antrag wurde dahingehend zurückgezogen, dass es Berichte der Verwaltung geben wird und keine umfangreichen Vorlagen – um damit auch personelle Ressourcen zu Gunsten der Flüchtlingsarbeit zu schonen.Integrationsassistenz (Schulbegleitung) an Schulen mit Gemeinsamem UnterrichtWeil dem vorliegenden Konzept zur Integrationsassistenz wesentliche Aspekte des damals einstimmig beschlossenen Antrages zur Schulbegleitung von Kinder mit Behinderung im Gemeinsamen Unterricht fehlen, soll die  Verwaltung bis zur nächsten Sitzung des Schulausschusses das Konzept „Integrationsassistenz“ überarbeiten, so der auf Initiative der Grünen interfraktionell unterstützte Antrag. Alle Aspekte und Fragestellungen des beschlossenen Antrages Schulbegleitung (DsNr. 1410135) vom 07.01.2014 sollen aufgenommen werden – unter der Einbeziehung der freien Träger und von Vertretern betroffener Eltern. Auch dieser Antrag wurde interfraktionell gestellt und zeigt, dass mit dem vorgelegten Konzept zur Schulbegleitung noch etliche Fragen offen gelassen sind.Der ursprüngliche Antrag zielte ganz deutlich auf eine qualitative Verbesserung beim Thema Schulbegleitung. Das Einsparen von Kosten kann hier als Nebenprodukt entstehen, darf aber nicht Ausgangspunkt der Überlegungen sein. Die Betrachtung von Einzelkostenaspekten beim Vergleich Inklusion vs. Beschulung an Förderschulen ist zudem wenig hilfreich.Baccalauréats am Hardtberg-Gymnasium zum Schuljahr 2016/2017Ab dem kommenden Schuljahr wird am Hardtberg-Gymnasium der Erwerb des Baccalauréats möglich sein. Damit ist der Erwerb des französischen Abiturs am Friedrich-Ebert-Gymnasium, am Helmholtz-Gymnasium nun auch an einer dritten weiterführenden Schule möglich. Der Schulausschuss hat dem Konzept der Schule zugestimmt.Zusammenlegung der städtischen Realschulen in Bad Godesberg Eine Realschule muss  nach dem Schulgesetz NRW mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang mit mindestens 25 Schüler*innen pro Klasse haben. Diese „Mindestzahlenverordnung“ wird an der Carl-Schurz-Realschule sowie an der Gertrud-Bäumer-Realschule seit zwei Schuljahren unterschritten, so dass seither an diesen Schulen Eingangsklassen nur mit der Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung eingerichtet werden konnten. Nun hat die Bezirksregierung deutlich gemacht, dass zum Schuljahr 2015/2016 diese Ausnahme zum letzten Mal zugelassen würde und die Stadtverwaltung mit schulorganisatorischen Maßnahmen beauftragt. Diese schlägt nun im Konsens mit beiden Schulleitungen vor, beide Realschulen als eine Realschule in der Gertrud-Bäumer-Realschule weiterzuführen. Damit wird die Gertrud-Bäumer-Realschule künftig koedukativ geführt. Diesem Vorschlag hat der Schulausschuss nach intensiver Diskussion und Abwägung der Vor- und Nachteile zugestimmt.Offene GanztagsgrundschuleAlle vom Rat beschlossenen 341 neuen Plätze, also auch die erst kurz vor den Sommerferien aufgrund der enormen Nachfrage zusätzlich genehmigten 191 Plätze für dieses Schuljahr wurden zwischenzeitlich durch das Land genehmigt. Damit gibt es nun 7.441 OGS-Plätze an Bonner Grund- und Förderschulen. Allerdings sind damit noch nicht überall die Wartelisten abgearbeitet. Die Träger der außerunterrichtlichen Angebote wurden zeitnah informiert und haben bereits die Zuwendungsbescheide erhalten. Sollten Schulen einzelne Plätze nicht errichten oder belegen können, so können diese an andere Standorte abgegeben werden. Inklusion – Klassenfahrten und SchülerspezialverkehrGrüne, CDU und FDP hatten zum Schulausschuss einen Antrag gestellt, der sich mit den Kriterien des Schülerspezialverkehrs an den Bonner Schulen beschäftigt. Hintergrund war die Information, dass die Verwaltung in einigen Fällen die Finanzierung der Beförderung zu inklusiv arbeitenden Schulen ablehnte, obwohl ähnlich gelagerte Fälle zu Förderschulen genehmigt werden. Im Schulausschuss machte die Verwaltung deutlich, dass sie streng nach dem Schülerbeförderungsgesetz handelt und hierbei die Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt der Betrachtung stünde. Diese sei bei Sammeltransporten zu Förderschulen einfacher zu erreichen als bei Einzelfahrten zu inklusiven Schulen. Im Verlaufe der Diskussion wurde jedoch klar, dass es neben dem Finanzierungsinstrument Schülerspezialverkehr noch weitere Wege der Kostenübernahme geben kann.Die Grünen werden diesen Punkt aufgreifen und auf eine ämterübergreifende Kooperation auch bei diesem Thema hinwirken, um den Bedürfnissen von Kindern mit Förderbedarf angemessen gerecht werden zu können.Inklusion – sonstigesZum Schulausschuss hat die Verwaltung eine Vielzahl von Vorlagen rund um das Thema Inklusion vorgelegt, die auf Anträge aus den letzten Monaten zurückgehen. So liegen jetzt Zahlen zu den im Gemeinsamen Lernen eingesetzten Sonderpädagogen sowie zum letzten Anmeldeverfahren vor. Die Grünen haben im Ausschuss die Verwaltung aufgefordert, auch noch die Zahlen der Sonderpädagogen an den Förderschulen nachzuliefern, die in der Vorlage noch fehlen. Die vorgelegten Informationen sind eine Grundlage, um den Inklusionsprozess insgesamt begleiten zu können. Inklusion soll und darf kein Sparmodell werden. Gute oder schlechte Einzel-Erfahrungen an einzelnen Schulen lassen sich aber oft nicht verallgemeinern. Mit den Vorlagen soll über eine längere Zeit beobachtet werden, wie sich die Rahmenbedingungen ändern. Ziel ist hochwertige Inklusion zum Wohle aller Schüler. Wir bleiben am Ball.Schulzentrum TannenbuschSanierung oder Neubau – vor dieser Frage stand der Schulausschuss in seiner letzten Sitzung vor den Sommerferien. Während die Verwaltung die Sanierung vorschlug, warben die Vertreter*innen der Schule intensiv um einen Neubau. Für die Sanierung gibt es Städtebaugelder, bei einem Neubau ist ein Zuschuss unsicher. Da aber für die Sanierung die gesamte Schule für mehrere Jahre in Container umziehen müsste, entstehen hierfür Mietpreise von ca. 3 Mio. Euro. Der Schulausschuss hatte sich mehrheitlich für einen Neubau entschieden. Diesen Beschluss hat der Oberbürgermeister zwischenzeitlich beanstandet, deshalb steht das Thema Tannenbuschgymnasium wieder auf der Tagesordnung des Rates. Nach den neuesten Zahlen der Verwaltung sollen die Kosten für einen Neubau inzwischen höher liegen, während die Sanierungskosten günstiger wären;  nach diesen Zahlen wäre die Variante Neubau insgesamt teurer. Die Verwaltung soll nun bis zum Rat schriftlich vorlegen, welche Möglichkeiten der Bezuschussung es gibt. TermineDer Schulausschuss tagt das nächste Mal am 25.11.2015 ab 18:00 im Ratssaal des StadthausesFraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein¬geladen. Der nächste Termin des Schularbeitskreises steht noch nicht fest, wird aber auf unserer homepage eingestellt.Bei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit: Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.

 

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