Newsletter Schule

Information aus dem Schulausschuss vom 05.02.2014, unsere Themen: Inklusion – Klassenfrequenz, Schwimmunterricht an Bonner Schulen – Raumsituation, Monitoring Schulbauten, Schulbegleitung an Schulen mit Gemeinsamem UnterrichtNeuer Bildungsgang, Termine SchulanmeldungenInklusion – KlassenfrequenzEine Vorlage der Verwaltung, in der die künftigen Klassenfrequenzen der inklusiven Schulklassen festgelegt werden sollte, führte zu viel Aufruhr und einer Demonstration von Eltern und SchülerInnen vor der Ratssitzung. Anlass war die geplante Festlegung auf 28 SchülerInnen in inklusiven Klassen in Gymnasien, Gesamtschulen und Realschulen. Da zwischenzeitlich ein Erlass die Klassenfrequenz auf 27 SchülerInnen festlegte, reagierte die schwarz-grüne Koalition auf die Proteste mit einem Änderungsantrag. Darin wurde die Verwaltung aufgefordert, in Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht, die Kinder, die nicht auf die vorhandenen sonderpädagogischen Plätze verteilt werden können, vor allem auf die Schulen zu verteilen, die bisher die durchschnittliche Besetzung von 2 Kindern pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht erfüllen. Die Begründung der Verwaltung wurde um folgenden Passus ergänzt: Der kommunale Schulträger soll in Zusammenarbeit mit der Schulaufsicht dafür Sorge tragen, dass Schulen, die die Zahl von 2 Kindern pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe überschreiten, weitere Stellenanteile erhalten, um die zusätzlichen Aufwände auszugleichen. Diese Stellenanteile sollen von Schulen abgegeben werden, die den Anteil von 2 Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht aufnehmen. Hintergrund ist die Problematik, dass vor allem in den weiterführenden Schulen nicht genügend inklusive Plätze zur Verfügung stehen werden. Vor allem die Gymnasien sind sehr zurückhaltend. Ein Leiter eines Gymnasiums meinte gar, er dürfe gar keine Kinder ohne Gymnasialempfehlung aufnehmen. Dass dies nicht stimmt, beweist u.a. das Schillergymnasium in Münster. Deshalb fordern CDU und Grüne die Schulaufsicht auf, in Zusammenarbeit mit der Verwaltung, die Kinder, die nicht auf die vorhandenen sonderpädagogischen Plätze verteilt werden können, vor allem auf die Schulen zu verteilen, die bisher die durchschnittliche Besetzung von 2 Kindern pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht erfüllen, denn es kann nicht angehen, dass Zwangszuteilungen sich nur auf Gesamtschulen, Hauptschulen und Realschulen erstrecken. Außerdem regt die Koalition an, dass die Schulaufsicht in Zusammenarbeit mit dem kommunalen Schulträger eine sinnvolle und gerechte Lösung finden soll, dass Schulen, die die Zahl von zwei Kindern pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe überschreiten, weitere Stellenanteile erhalten sollten, um die zusätzlichen Aufwände auszugleichen. Es wäre zweckdienlich und gerecht, wenn diese Stellenanteile von Schulen abgegeben würden, die den Anteil von zwei Kindern mit sonderpädagogischen Förderbedarf pro Klasse in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht aufnehmen.

 

Schwimmunterricht an Bonner Schulen – RaumsituationMit einer Großen Anfrage hat die SPD nach der Auslastung der Bonner Bäder und der Lehrschwimmbecken durch den Schwimmunterricht von Bonner Schulen gefragt. Laut Stellungnahme der Verwaltung bietet ein Großteil der Bonner Schulen Schwimmunterricht in zwei Jahrgängen an. Allerdings halten von 49 Grundschulen 29 die Zahl der zur Verfügung stehenden Schwimmstunden nicht für ausreichend. Ob dies allerdings am Lehrplan oder an der zur Verfügung stehenden Wasserfläche liegt, wird nicht deutlich. Denn laut Schulministerium NRW „muss der Unterricht im Inhaltsbereich „Bewegen im Wasser – Schwimmen“ auf Grund der besonderen organisatorischen Besonderheiten im Verlauf der Grundschulzeit im Umfang eines vollen Schuljahres mit mindestens einer Wochenstunde (ca. 30 Minuten Wasserzeit) erteilt werden“. Auffällig ist auch die geringe Auslastung der Lehrschwimmbecken an fünf Bonner Schulen. Hier sieht auch die Verwaltung eine nicht optimal ausgenutzte Wasserkapazität. Da das Schulschwimmen in den städtischen Hallenbädern im Rahmen einer internen Verrechnung bezahlt werden muss, sollte künftig darauf geachtet werden, dass die Lehrschwimmbecken voll ausgenutzt werden. Darüber hinaus könnte auch über eine weitere Öffnung der Lehrschwimmbecken für Kurse und Vereine nachgedacht werden.

 

Monitoring SchulbautenDie Koalition hat die Verwaltung beauftragt, zur nächsten Sitzung des Schulausschusses einen Zeitplan für sämtliche geplanten und in Arbeit befindlichen Maßnahmen im Schulbereich vorzulegen. Für das Jahr 2014 sollen dazu die einzelnen geplanten Umsetzungsschritte im Detail und ihre genauen zeitlichen Abläufe dargestellt werden. Dieser Bericht soll zum ständigen Tagesordnungspunkt des Schulausschusses werden. Damit soll gewährleistet werden, dass der Ausschuss ständig über den Umsetzungsstand der Schulbauten sowie über Gründe, die zu Verzögerungen führen, informiert wird. Dem Hauptausschuss wird darüber hinaus halbjährlich im Rahmen einer Gesamtübersicht über den Umsetzungsstand vorgelegt.Dieses politische Monitoring wurde bereits in anderen Ausschüssen zu Projekten, die politisch wichtig sind, vorgelegt. Hinsichtlich der Schulbauten gibt es bereits im SGB einen solchen Bericht, allerdings wurde er dem Schulausschuss bisher nicht vorgelegt.

 

Schulbegleitung an Schulen mit Gemeinsamem UnterrichtIn einem weiteren Antrag der Koalition wurde die Verwaltung beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten, wie Schulbegleitung (im weiten Sinne) die Integration von Kindern mit Förderbedarf im System Schule (hier Regelschulen) oder – anders gesagt – die Inklusion in Regelschulen noch besser unterstützen kann. Dazu formulierten schwarz-grün wichtige Punkte, die in dem Konzept mit bedacht und betrachtet werden sollen. Die Frage der Trägerschaft, die Schulbegleitung am Vor- und Nachmittag, die Sicherstellung der Schulbegleitung ganzjährig, die Prüfung der Möglichkeit, Schulbegleiter für mehrere SchülerInnen einzusetzen etc. pp.Bei der Erarbeitung des Konzepts im Sinne einer systemischen Lösung sollen sowohl Vertreter der freien Träger (Anbieter von Schulbegleitung) sowie Vertreter von betroffenen Eltern angehört bzw. idealerweise beteiligt werden, um die unterschiedlichen Ideen und Interessen von vornherein umfassend berücksichtigen zu können. Die Vorlage des Konzepts soll so rechtzeitig erfolgen, dass eine Umsetzung, zumindest von ersten wesentlichen Schritten bereits zum Schuljahr 2014/15 möglich ist. Auch die Kostenfrage für die Eltern, die Vernetzung der verschiedenen Träger sowie der Informationsfluss mit den Beteiligten sollen in die Konzeption einfließen.Die Verwaltung hat zugesagt, zur Sitzung im April ein Konzept vorzulegen.

 

Neuer Bildungsgang Im Robert-Wetzlar-Berufskolleg soll zum kommenden Schuljahr ein neuer Bildungsgang „Staatlich geprüfte Servicekraft, Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft“ eingeführt werden. Der Bildungsgang qualifiziert diejenigen Absolventinnen und Absolventen, die nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht nur geringe Chancen haben, direkt in ein Ausbildungsverhältnis aufgenommen zu werden. Möglich ist generell aber auch ein sofortiger Einstieg in die Erwerbstätigkeit nach erfolgreichem Abschluss des neuen Bildungsganges.Die Ausbildung dauert zwei Jahre, inklusive 16 Wochen Praktikumszeit. Vergeben werden soll ein Berufsabschluss nach Landesrecht sowie der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) oder ein mittlerer Schulabschluss mit Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.Die Einrichtung des Bildungsganges kann dazu beitragen, dass andere Bildungsgänge, die nicht zu einer tatsächlichen höheren Qualifizierung führen (sogenannte Warteschleifen), vermieden werden. Außerdem kann die Einrichtung des Bildungsganges wirksam dazu beitragen, junge Menschen in eine duale Berufsausbildung zu führen.

 

Termine SchulanmeldungenGesamtschulen und Sekundarschule:Beginn des Anmeldeverfahrens am 07. Februar 2014Annahme der Anmeldescheine bis zum 14. Februar 2014, 13.00 UhrVersand Aufnahmen / Absagen (für Regelschüler/innen) am 21. Februar 2014 (Poststempel)Hauptschulen, städtische Realschulen und städtische Gymnasien:Beginn des Anmeldeverfahrens am 24. Februar 2014Ende des Anmeldeverfahrens am 21. März 2014Damit habe an den Gesamtschulen oder an der Sekundarschule abgelehnte SchülerInnen die Möglichkeit sich an anderen weiterführenden Schulen anzumelden, ohne dass bekannt wird, dass eine andere Schulform die erste Wahl war.TermineDer Schulausschuss tagt in 2014 am Mittwoch, 05.03.2014 und am 09.04.2014Fraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein¬geladen. Der nächste Termin ist am 26.02.2014 um 18:00 Uhr im Alten RathausBei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit: Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.

 

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