Newsletter Schule

Anbei der Newsletter Schule der Grünen Ratsfraktion mit Informationen aus dem letzten Schulausschuss.Verwendung der Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket Mit Beschluss vom 27.09.2012 wurde die Verwaltung beauftragt, aus dem BuT die Kosten für ein Schulfrühstück, sowie für Schulmaterialien und die erforderliche Ausrüstung zur Ausübung einer Vereinssportart und Musikunterricht zu finanzieren. Nach Prüfung kommt die Verwaltung zu dem Ergebnis, dass eine Erweiterung der Mittelverwendung aus dem Bildungs- und Teilhabepaket derzeit leider nicht möglich ist. Wartelisten und Belegung OGSDie Verwaltung hat zum Stichtag 31.10.2012 die Belegung an den städtischen Offenen Ganztagsschulen erhoben. Außerdem wurde die derzeitige Anmeldesituation (Stand 15.03.2013) für OGS-Plätze für das Schuljahr 2013/2014 erfasst. Zum Schuljahr 2012/2013 wurden 463 neue OGS-Plätze eingerichtet, damit sind in Bonn nun 6.643 Plätze in der OGS belegt.Zum Stichtag 31.10.2012 standen 475 Kinder auf der Warteliste für einen OGS-Platz. Damit hat sich diese Zahl im Verhältnis zum letzten Jahr um rund 100 reduziert. Der Übersicht der Verwaltung ist zu entnehmen, dass es auch Grundschulen ohne Wartelisten gibt.Für das Schuljahr 2013/2014 wurden aufgrund einer aktuellen Abfrage an allen Offenen Ganztagsschulen unter Berücksichtigung möglicher Ausbau-Szenarien Zuschüsse für insgesamt 6888 OGS-Plätze bei der Bezirksregierung Köln beantragt. Dies bedeutet eine Steigerung um 245 Plätze.Sollte sich der Bedarf in den nächsten Jahren bei ca. 1900 Plätzen pro Jahrgangsstufe einpendeln, würde dies auf eine Gesamtzahl von 7600 Plätzen hinauslaufen. Dies wäre innerhalb der vom Rat der Bundesstadt Bonn beschlossenen sukzessiven Steigerung der OGS-Haushaltsansätze finanziell umsetzbar.An den meisten Bonner Grundschulen ist derzeit bereits eine Bedarfsabdeckung von 50% gegeben bzw. überschritten. Ein weiterer Ausbau ist aus Gründen der Wirtschaftlichkeit nur mit Umstellung auf das integrierte Modell „OGS für alle“ möglich, das die Umwandlung der Klassenräume in Tagesräume und der OGS-Gruppenräume in Funktionsräume voraussetzt. Nicht an allen Standorten ist die räumliche Voraussetzung für eine OGS-Versorgung über 50 % gegeben. Dies betrifft insbesondere den Bereich Küche / Essensituation. An einigen Schulen konnten aber aufgrund dieser Ausgangslage auch OGS-Gruppenräume nicht in ausreichender Zahl geschaffen werden (z.B. Kreuzbergschule und Waldschule).Weiterentwicklung der Offenen GanztagsgrundschuleDie schwarz-grüne Koalition hat die Verwaltung beauftragt, eine Prioritätenliste für die Erweiterung der Offenen Ganztagsgrundschule vorzulegen. Dabei soll auch die Einbeziehung der Klassenräume in den Grundschulen geprüft werden, in denen diese bisher nicht oder nur eingeschränkt der OGS zur Verfügung stehen. Hintergrund ist, dass nicht überall Anbauten möglich sind und die räumlichen Kapazitäten einiger Grundschulen noch nicht optimal ausgenutzt werden. Für die Planung der Erweiterung hat schwarz-grün im Rahmen der Haushaltsberatungen 300.000 Euro zur Verfügung gestellt.OGS-VertragIn einem weiteren Tagesordnungspunkt hat sich der Schulausschuss mit der Offenen Ganztagsgrundschule befasst. Die Träger der OGS wünschten, dass der jetzige „Betreuungsvertrag“ künftig als „OGS-Vertrag“ bezeichnet werden sollte. Die Verwaltung führte dazu aus, dass die Bezeichnung des Vertrages in der Verantwortung des jeweiligen Trägers liege, so dass einer Umbenennung nichts im Wege liege. Die Träger der OGS wünschten die Änderung, weil ein OGS-Vertrag ihrer Auffassung nach verpflichtender klinge als „Betreuungsvertrag“.Gesamtschulen – AufnahmenDie FDP hatte beantragt, dass die Verwaltung die Schulformempfehlung aller an Bonner Gesamtschulen angemeldeten SchülerInnen der vergangenen drei Jahr dokumentiert. Hintergrund der Anfrage war das geänderte Anmeldeverfahren in diesem Jahr, in den Gesamtschulen galt ein vorgezogenes Anmeldeverfahren, damit dort abgelehnte Kinder sich chancengleich an anderen weiterführenden Schulen anmelden konnte. Die Verwaltung hat in einer Mitteilung aufgelistet, welche Kinder mit welchen Schulempfehlungen in den letzten drei Jahren an welchen Gesamtschulen aufgenommen wurden. Die FDP befürchtete, dass die Gesamtschulen durch das vorgezogene Anmeldeverfahren die Kinder abschöpfen würden, die eine gymnasiale Empfehlung hätten.Das dies nicht der Fall ist, belegt die Mitteilung, denn in diesem Jahr wurden an den Bonner Gesamtschulen exakt 165 Kinder mit gymnasialer Empfehlung aufgenommen, dies sind genauso viele wie im letzten Schuljahr, als noch das alte Anmeldeverfahren galt. Allerdings ist auffällig, dass die Quote der aufgenommen HauptschülerInnen an den Gesamtschulen sehr unterschiedlich ist. Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule hat die niedrigste Quote an HauptschülerInnen, nämlich lediglich 7,7%, die Marie-Kahle-Gesamtschule mit 18% die höchste Quote. Bei den SchülerInnen mit Realschulempfehlungen (inkl. Eingeschränkter Realschulempfehlung) liegt die Quote zwischen 43 %( Gesamtschule Beuel) und 58% (Marie-Kahle-Gesamtschule). Bei den Gymnasial-Empfehlungen schwankt die Quote zwischen 21 % (Marie-Kahle) und 38 % (Gesamtschule Beuel). Insgesamt werden nach unserer Auffassung zu wenige Kinder mit Hauptschulempfehlung an den Gesamtschulen aufgenommen. Festlegung der Zahl der Eingangsklassen an den städtischen GymnasienIn den vergangenen Jahren hatten sich die Schulleiter der städtischen Gymnasien bei der Neuaufnahme von Kindern stets an die Klassenquote der Vorjahre gehalten. In einem vierzügigen Gymnasium wurden also nur so viele Kinder neu aufgenommen, dass vier Klassen gefüllt wurden.In diesem Jahr haben allerdings einzelne SchulleiterInnen ohne vorherige Abstimmung mit der Stadt als Schulträger entschieden, über die bisher übliche Zügigkeit hinaus eine zusätzliche Eingangsklasse einzurichten. Dies führte zu einer ungleichen Verteilung der SchülerInnen an den städtischen Gymnasien. Um dies künftig zu unterbinden, hat der Schulausschuss die Zügigkeit der Eingangsklassen für das Schuljahr 2014/2015 festgelegt. Drei Parallelklassen gelten für Carl-von-Ossietzky, Konrad-Adenauer, Nicolaus-Cusanus und Tannenbusch. Vier Züge für Beethoven, Clara-Schumann, EMA, Hardtberg und Helmholtz, 5 Züge für das FEG.Sollten die Aufnahmekapazitäten nicht ausreichen, kann die Verwaltung im Einvernehmen mit der Schulaufsicht und der Schule an einem oder mehreren Standorten im Einzelfall eine zusätzliche Eingangsklasse einrichten.Namensänderung der Realschule Medinghoven in Margot-Barnard-RealschuleIn der Schulkonferenz der Realschule Medinghoven besteht seit langem Einigkeit, dass die Schule den Namen „Margot-Barnard-Realschule der Stadt Bonn“ erhalten soll. Die Schule bittet daher den Schulträger um Zustimmung zur Namensänderung.Seit fast 25 Jahren berichtet Frau Barnard als Zeitzeugin deutschen und englischen SchülerInnen über ihre Jugend im beginnenden Nationalsozialismus; sie besucht dabei auch häufig weiterführende Schulen in Bonn. Zur Realschule Medinghoven ist dabei ein besonders enger Kontakt entstanden: Seit 1987 besucht Frau Barnard in jedem Jahr während der Begegnungswoche die Realschule Medinghoven; in manchen Jahren durfte sie sogar zweimal begrüßt werden. Sie hat einen tiefgreifenden Eindruck hinterlassen.Frau Barnard setzt sich in England und in Deutschland höchst engagiert für das gegenseitige Verständnis der Religionen und Kulturen ein. Die Schule sieht sie mit dem Wissen um ihr persönlich erfahrenes Leid als hervorragendes Beispiel für gelebte Toleranz und ein vorurteilsfreies Miteinander, indem sie lebhaft vermittelt, dass Respekt und Achtung das Zusammenleben der Menschen in jedem Bereich prägen sollen.Die Verwaltung befürwortet den Wunsch der Realschule Medinghoven, zukünftig den Namen „Margot-Barnard-Realschule“ zu führen und empfiehlt in diesem Fall eine Ausnahme von der in Bonn ü
blichen Praxis zu beschließen, wonach Benennungen von Straßen, Wegen, Plätzen und öffentlichen Einrichtungen nur nach Personen, die seit einem Jahr verstorben sind, vorzunehmen sind. Neue Grundschulstandorte mit Gemeinsamen Unterricht Sechs weitere Grundschulen in Bonn gehen in den Gemeinsamen Unterricht (GU), Karlschule, Paulusschule, Ludwig-Richter-Schule, Robert-Koch-Schule, Arnold-von-Wied-Schule und Gottfried-Kinkel-Schule. Damit werden in allen Stadtbezirken und damit wohnortnah Plätze in Regelschulen für Kinder mit Behinderung angeboten.An allen Schulen gab es frühzeitig entsprechende Fortbildungsangebote, die Schulen stehen der Einführung des Gemeinsamen Unterrichtes durchweg positiv gegenüber.Die Schulaufsicht geht nach jetzigem Kenntnisstand davon aus, dass eine Personalressource für die 6 weiteren Schulen zur Verfügung stehen könne. So gehen die LehrerInnen aus der zum Schuljahrs-Ende auslaufenden Pestalozzi-Schule in die Regelgrundschulen mit GU.KompetenzfeststellungsverfahrenDie Verwaltung hat in den vergangenen Jahren im Rahmen des förmlichen Vergabeverfahrens einen geeigneten Anbieter ermittelt und mit der Durchführung des Kompetenzchecks beauftragt. Dem voraus gegangen war damit auch immer ein entsprechender Beschluss des Bau- und Vergabeausschusses, der sich dafür ausgesprochen hat, künftig vor einer erneuten Beauftragung ein Votum des Schulausschusses einzuholen. Diskutiert wurde, warum die Stadt nicht auf kostenlose Angebote zurückgreift. Diese würden, so die Verwaltung demnächst eingestellt. Das bisherige Verfahren werde in Abstimmung mit dem Rhein-Sieg-Kreis gewählt. Nach derzeitigem Stand beteiligen sich neun Schulen mit rund 600 SchülerInnen an dem Test. Die Kosten betragen 60.000 Euro, davon sollen laut Vorlage 30.000 Euro vom Land getragen werden.AufbaurealschuleDie Carl-Schurz-Realschule wird Aufbaurealschule, dies hat die Bezirksregierung Köln als obere Schulaufsichtsbehörde nun genehmigt. In der Aufbaurealschule besteht sowohl für Hauptschüler nach dem 6. Hauptschuljahr als auch für Gymnasiasten, die mit Latein oder Französisch angefangen haben, die Möglichkeit, in die 7. Klasse der Aufbaurealschule überzugehen. Die Schulen der Sekundarstufe I sind seitens der Schulverwaltung unverzüglich über die Verlagerung der Aufbaurealschule von der auslaufenden Gottfried-Kinkel-Realschule zur Carl-Schurz-Realschule informiert worden.Gemeinsamer Unterricht in weiterführenden Schulen29 Kinder mit Behinderung haben an weiterführenden Wunschschulen keinen Schulplatz erhalten. Daraufhin hat die Verwaltung allen Eltern ein Platzangebot in einer Regelschule gemacht, dieses wurde bisher von den Eltern allerdings nicht angenommen. Die meisten Plätze werden nach wie vor von den Gesamtschulen angeboten. Deutlich wird aber, dass sich auch die Gymnasien für den gemeinsamen Unterricht öffnen müssen. In diesem Schuljahr gibt es lediglich einen GU-Platz am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium.Neue Schulbaumaßnahmen 2013 Die Verwaltung hat eine Vorlage erstellt, in der dezidiert dargestellt wird, an welchen Schulen Planungen für Baumaßnahmen und in den nächsten Jahren  Baumaßnahmen erfolgen sollen. Die meisten Baumaßnahmen hängen mit dem Ausbau der Offenen Ganztagsgrundschule zusammen, aber auch Brandschutz und Schadstoffsanierungen sind noch anhängig. Baumaßnahmen in der Jahnschule und Kreuzbergschule sind bereits im Wirtschaftsplan des städtischen Gebäudemanagementes enthalten und sollen bereits in diesem Jahr erfolgen.TermineDer nächste Arbeitskreis Schule tagt am 07.05.2013 um 17:00 Uhr im Alten Rathaus. Fraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein¬geladen.Alle Termine der Fraktionssitzungen und der Arbeitskreise auf unserer Internet-Seite: www.gruene-bonn.deBei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit: Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.Im Schulausschuss für die GrünenDorothee Paß-Weingartz, Vorsitzende des SchulausschussesAnja Lamodke, schulpolitische SprecherinStefan Rau, sachkundiger Bürger    Doro Schmitz, StadtverordneteTimo Hauschild, stellvertretender sachkundiger BürgerMartin Michalke, stellvertretender sachkundiger BürgerTim Achtermeyer, stellvertretender sachkundiger BürgerAktuelles aus der GRÜNEN Ratsfraktion unter www.gruene-bonn.deHerausgegeben von: Grüne im Rat der Stadt Bonn, Rathausgasse 5-7, 53111 BonnTelefon: 0228 – 77 2073 Fax: 0228 – 77 2035 e-mail: gruene.ratsfraktion@bonn.de; Internet: www.gruene-bonn.deRedaktion: Petra Merz, Tel.: 0228 – 77 3814, Petra.Merz@Bonn.de

 

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