Newsletter Schule der GRÜNEN Ratsfraktion

Bonn zu den Themen: Bintig Bericht zum AKO-Pro, Soziale Stadt TannenbuschSchulentwicklungsplanung Hauptschulen, Schulsozialarbeit,Sachstandsbericht über die Schadstoffsanierung an Bonner SchulenBintig Bericht zum AKO-ProAuf Einladung der Schulausschussvorsitzenden Doro Paß-Weingartz referierte Prof. Arnfried Bintig über seinen Bericht „Grenzverletzungen im AKO Pro Scouting am Aloisius Kolleg“ In seinem Bericht beschreibt Prof. Bintig sehr detailliert die Vorkommnisse im Scouting-Bereich, das 29 Jahre lang existierte. Im Ausschuss machte er den Versuch zu erklären, wie es möglich war, dass niemand in den ganzen Jahren etwas bemerkt haben will und verwies auf die menschliche Psyche, die solche Taten bei niemandem, den man kenne, vermuten würde.Für seinen Bericht hat Bintig über 70 Interviews geführt, so auch mit 40 ehemaligen Scoutern aus allen 29 Jahren. Danach war das Shooting streng hierarchisch und auf den Leiter ausgerichtet, der es autoritär und nicht demokratisch führte. Es sei eine „Machtinsel“ gewesen, die von niemandem kontrolliert wurde. Nach den Berichten vieler Scouter habe der Leiter seine Position benutzt, sich seiner körperlichen, intellektuellen und männlichen Überlegenheit über die Kinder und Jugendlichen zu versichern. Er habe die Beziehungsgestaltung der Scouter untereinander restriktiv reglementiert, die von ihm erstellten Regeln hätten für ihn allerdings nicht gegolten.So fühlten sich nicht wenige Scouter bis heute als Opfer des Machtsystems das Leiters und seines übergriffigen Verhaltens und seien nachhaltig traumatisiert, besonders diejenigen, die sexuelle Übergriffe anzeigten. Alle Anzeigen bez. sexueller Übergriffe sind übrigens verjährt.Im Ausschuss wurde anschließend thematisiert, ob und wie solche Grenzverletzungen verhindert werden können, aber dafür könne es – so Prof. Bintig – könne es nie eine Garantie geben.Die Sorge muss jetzt den Opfern gelten, auch wenn bei Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den damaligen Leiter des AKO-Pro sich die Beratungen in der Schule sehr schnell auf juristische und Image-Fragen verengten und die Sorge, dem Beschuldigten Unrecht zu tun. Die Interessen der AnzeigenerstatterInnen wurden dagegen nie zentral thematisiert. Der Umgang mit den Vorwürfen erfolgte dagegen laut Bintig völlig unsensibel den Opfern gegenüber. Opens external link in new windowSiehe auch Berichterstattung General-Anzeiger zum Thema

 

Soziale Stadt TannenbuschIm Rahmen des Projektes Soziale Stadt Tannenbusch sollen nun die ersten 3 Spielplatz- bzw. Schulhofmaßnahmen umgesetzt werden. Da es um den Schulhof der Außenstelle des Tannenbuschgymnasiums geht, wurde auch der Schulausschuss mit den Plänen beschäftigt.In der Außenstelle des Tannenbusch Gymnasiums befinden sich Kurs- und Fachräume für die Oberstufe. Die Schulhoffläche ist asphaltiert und wurde im Laufe     der Jahre vielfach geflickt. Ausstattungsgegenstände und Sitzgelegenheiten sind nicht vorhanden. Der Schulhof dient als Aufenthaltsfläche für die SchülerInnen und NutzerInnen der angrenzenden 1-fach Sporthalle.Die Planung sieht vor, in Mitten der tristen Schulhoffläche eine Vogelnestschaukel zum „Chillen“ mit einem bunten, kreisförmigen Fallschutzbelag zu schaffen. Im Randbereich sollen Sitzblöcke in Anlehnung an die Kreisform aufgestellt und zwei Zierbirnenbäume gepflanzt werden.

 

Schulentwicklungsplanung HauptschulenDie äußerst geringen Anmeldezahlen an der Anne-Frank-Schule sowie an der Johannes-Rau-Schule hat die schwarz-grüne Koalition bewogen, eine Schulentwicklungsplanung zu fordern.Deshalb wurde die Verwaltung beauftragt, dem Schulausschuss und dem Rat noch vor der Sommerpause eine Schulentwicklungsplanung für die Haupt- und Realschule im Pennenfeld sowie die Anne Frank-Schule in Beuel zur Entscheidung vorzulegen. Dabei sollen die örtlichen Gegebenheiten sowie die notwendigen Bedarfe an beiden Standorten berücksichtigt werden. ES soll auch geprüft werden, ob und wenn welche Modellversuche des Landes NRW in Frage kämen.In diesem Zusammenhang wurde auch eine dringend notwendige Schulentwicklungsplanung für die Bonner Förderschulen eingefordert. Hier ist die Verwaltung allerdings noch recht zögerlich, da sie auf das 9. Schulrechtsänderungsgesetz wartet, mit dem auch die Mindestgrößen der Förderschulen festgelegt werden. Klar ist allerdings, dass die Förderschulen nicht mehr in dem Maße wie früher nachgefragt sind, da Kinder mit Behinderung inzwischen einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Regelschule haben.

 

SchulsozialarbeitDie Schulsozialarbeit, die im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepaketes erheblich ausgeweitet wurde, war ursprünglich auf den 31.12.2013 befristet. Diese Befristung sorgte an vielen Orten für Unmut, denn die Schulsozialarbeit ist die einzige Möglichkeit, im Rahmen des BuT seitens der Stadt, systematisch Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die Hilfebedarf haben. Die Verwaltung hat nun einen Vorschlag erarbeitet, wie die Schulsozialarbeit an den städtischen Schulen bis zum Jahr 2015 fortgeführt werden kann. Es handelt sich um 25 Vollzeitstellen in 11 Schulbezugsräumen, deren Arbeitsschwerpunkte die Beratung von Eltern und SchülerInnen über die Leistungen des BuT, über Möglichkeiten der Inanspruchnahme ist. Weiterhin arbeiten die SchulsozialarbeiterInnen in den Bereichen Sozialkompetenz und Gewaltprävention uns sind Bindeglied zu anderen Institutionen im Sozialraum. Die Weiterfinanzierung erfolgt aus zweckgebundenen Haushaltsresten aus den Jahren 2011 und 2012, da in diesen beiden Jahren die Stellen noch nicht (bzw. noch nicht vollständig) besetzt waren.

 

Sachstandsbericht über die Schadstoffsanierung an Bonner SchulenAn zwei Bonner Schulen sind noch Schadstoffe virulent, in der Joseph-von-Eichendorff Schule werden immer wieder erhöhte PCB-Werte gemessen, obwohl bereits der Bodenbelag ausgetauscht wurde. Hier wird der Schadstoff nun in den Außenfugen vermutet.In der Bertold-Brecht-Gesamtschule müssen noch die PCB-Lampen in der Aula saniert werden.

 

TermineDer nächste Arbeitskreis Schule tagt am 09.07.2013 um 18:30 Uhr im Alten Rathaus. Fraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein¬geladen.Alle Termine der Fraktionssitzungen und der Arbeitskreise auf unserer Internet-Seite: www.gruene-bonn.deBei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit: Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.

 

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