Newsletter Schule Februar 2013

Neues aus dem Schulausschuss zuden Themen: Handbuch inklusive Bildung, Schulsportplätze, Anmeldeverfahren weiterführende Schulen usw.

 

 

 

HANDBUCH Inklusive Bildung

Die Verwaltung wurde im Schulausschuss beauftragt, bei der Fortschreibung des Handbuchs die Stellungnahmen der beteiligten Organisationen sowie die sowie die Beratungsergebnisse der Lenkungsgruppe „Inklusive Bildung Bonn“, des Arbeitskreises „Inklusive Bildung“ der Schulsprecherinnen und Schulsprecher, des Projektbeirates „Behindertenpolitischer Teilhabeplan“ sowie der bisher beteiligten Ratsgremien zu berücksichtigen.

 

Aus der Vielzahl der eingegangenen Rückmeldungen wurden zwei Themenbereiche genannt, die modifiziert werden sollen: Zielsetzung des Gemeinsamen Unterrichts an allen Bonner Grundschulen, hier soll überprüft werden, ob eine Bündelung von Ressourcen an Schwerpunktschulen (zumindest in einer Übergangsphase) nicht größere Effekte für die Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Unterricht erzielt.

 

Beim Aufbau eines Inklusionszentrums soll geprüft werden, ob eine zentrale Lage oder eine dezentrale Verteilung mehrerer kleiner Zentren auf das Stadtgebiet anzustreben ist.

 

Schulsportplätze

Die Nutzung der Schulsportplätze beschäftigt Verwaltung und Politik seit einiger Zeit. Auf der einen Seite ist ein steigender Bedarf der Bonner Verein an Trainings- und Spielfächen Rechnung zu tragen, auf der anderen Seite müssen die Interessen der AnwohnerInnen berücksichtigt werden. Hier hatte es im vergangenen Jahr Proteste gegeben.

 

Die Verwaltung hat nun dem Schulausschuss einen Vorschlag unterbreitet, bei dem an Grund- Haupt- und Förderschulen die schulische Nutzung bis 17:00 Uhr, die Vereinsnutzung bis 22:00 Uhr erlaubt ist. An den anderen Schulformen ist bisher der Schulsport bis 18:00 Uhr möglich, bis 22:00 Uhr können die Vereine die Plätze nutzen.

 

Nachdem im Schulausschuss darüber diskutiert wurde, welche Zeiten für den Schulsport nötig sind, wurde die  Sportverwaltung beauftragt, die derzeitigen tatsächlichen Belegungen durch den Schulsport in den städtischen Sportstätten – Sporthallen, Schulturnhallen und Gymnastikhallen – in den Schulen zu erfragen, um eine Entscheidungsgrundlage den politischen Gremien vorzulegen.

 

Anmeldeverfahren weiterführende Schulen  

Nachdem die Schulministerin einem besonders gestaffelten Anmeldeverfahren in Bonn nicht zugestimmt hat, gelten nun folgende Anmeldezeiten für die weiterführenden Schulen.

 

01.02.2013: Beginn des Anmeldeverfahrens an den Gesamtschulen (und den privaten Schulen)

 

08.02.2013: Ende des Anmeldeverfahrens an den Gesamtschulen (und den privaten Schulen)

 

14.02.2013: Verteilungskonferenz Gesamtschulen

 

15.02.2013 Versand der Aufnahme- und Ablehnungsbescheide durch die Gesamtschulen (und die privaten Schulen)

 

18.02.2013: Beginn des Anmeldeverfahrens an den Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien

 

14.03.2013: Verteilungskonferenz Gymnasien

 

15.03.2013 Ende des Anmeldeverfahrens an den Hauptschulen, Realschulen und den Gymnasien.

 

15.03.2013: Versand der Aufnahme- und Ablehnungsbescheide durch die Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien

 

Nach Abschluss des diesjährigen Anmeldeverfahrens soll eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Schulaufsicht, der kommunalen Spitzenverbände und des Schulministeriums eingesetzt werden, damit unter Umständen Vorschläge für ein künftiges Verfahren rechtzeitig zum Anmeldeverfahren zum Schuljahr 2014/2015 umgesetzt werden können.

 

Das neue Anmeldeverfahren wurde vor allem von Leitungen der städtischen Gymnasien kritisiert, die Nachteile für ihre Schulen gegenüber den Gesamtschulen und privaten Gymnasien befürchteten.

 

Dependance einer Bonner Gesamtschule in der Gemeinde Alfter

In einer Mitteilungsvorlage berichtete der Schulausschuss zum Stand der Dinge. Die Gemeinde Alfter hatte nach einem Gespräch mit der Regierungspräsidentin gebeten, zu prüfen, ob die Stadt Bonn in der Gemeinde Alfter eine Dependance einer Bonner Gesamtschule errichten könnte. Die Verwaltung kommt zum Ergebnis, dass dies aus pädgogischen Gründen, wegen des für die Stadt nicht kalkulierbaren finanziellen Risikos und auf Grund der Haushaltslage keine sachgerechte Lösung ist.

 

Auch die Rhein-Sieg-Kommune Bornheim hatte eine Dependance-Lösung bereits abgelehnt.

 

Höhere Finanzmittel für Inklusion

Die Vereinigungen der Lehrer in NRW und die kommunalen Spitzenverbände haben die Landespolitik in einem Appell aufgefordert, höhere und hinreichende Finanzmittel für das Generationenprojekt Inklusion bereitzustellen. Insbesondere für mehr SonderpädagogInnen, die Fortbildung von RegelschullehrerInnen, Pflege- und Assistenzkräfte, SchulbegleiterInnen, Schulsozialarbeit, inklusionsgeeignete Lehr- und Lernmittel, die Herstellung von Barrierefreiheit, die Schülerbeförderung sowie für Differenzierungs- und Auszeiträume werden deutlich mehr Gelder benötigt.

 

 

 

Inklusiver Ausbau des Ludwig-Erhard-Berufskollegs

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat in einem Schreiben an Verwaltung und Schulausschuss den rollstuhlgerechten Ausbau des Ludwig-Erhard-Berufskollegs eingefordert. So wurden ein behindertengerechter Parkplatz, eine zusätzlicher Aufzug und automatische Türöffnungen verlangt. Im Schulausschuss wurde auf die Nachfrage, wie viele SchülerInnen mit einer Behinderung die Schule besuchten geantwortet: 0 SchülerInnen.

 

Vor dem Hintergrund, dass längst nicht jede Schülerin mit Behinderung im Rollstuhl sitzt wurde die Schule aufgefordert, sich der Inklusion zu öffnen und überhaupt SchülerInnen mit Behinderung aufzunehmen.

 

Lehrgang ‚abitur-online.nrw‘

Der Wunsch nach Weiterbildung scheitert oft am Zeitbudget. Das kann künftig anders sein – die Angebote der Weiterbildungskollegs werden mit Hilfe der neuen Medien noch besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmt.

 

Der Lehrgang abitur-online.nrw wird mittlerweile an achtzehn Weiterbildungskollegs in Nordrhein-Westfalen, so auch am Abendgymnasium der Stadt Bonn,  angeboten. Dieser findet nur noch zur Hälfte (10 bis 11 Wochenstunden) in der Schule statt. Die andere Hälfte der Unterrichtszeit wird im Selbststudium über eine Lernplattform zuhause am heimischen Computer und mit ergänzenden schriftlichen Lernmaterialien absolviert. Das verringert zwar nicht den Zeitaufwand insgesamt, hat aber den Vorteil, dass die Studierenden sich ihre Zeit flexibler und selbstständiger einteilen können.

 

 

 

Termine

Der nächste Arbeitskreis Schule tagt am 19.03.2013 um 16:30 Uhr im Alten Rathaus.

 

Fraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein­geladen.

 

Alle Termine der Fraktionssitzungen und der Arbeitskreise auf unserer Internet-Seite: www.gruene-bonn.de

 

Bei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit:

 

Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.

 

Im Schulausschuss für die Grünen

 

Dorothee Paß-Weingartz, Vorsitzende des Schulausschusses

 

Anja Lamodke, schulpolitische Sprecherin

 

Stefan Rau, sachkundiger Bürger           

 

Doro Schmitz, Stadtverordnete

 

Timo Hauschild, stellvertretender sachkundiger Bürger

 

Martin Michalke, stellvertretender sachkundiger Bürger

 

Tim Achtermeyer, stellvertretender sachkundiger Bürger

 

Aktuelles aus der GRÜNEN Ratsfraktion unter www.gruene-bonn.de

 

Herausgegeben von: Grüne im Rat der Stadt Bonn, Rathausgasse 5-7, 53111 Bonn

 

Telefon: 0228 – 77 2073 Fax: 0228 – 77 2035

 

e-mail: gruene.ratsfraktion(at)bonn.de;

 

Internet: http://www.gruene-bonn.de

 

Redaktion: Petra Merz, Tel.: 0228 – 77 3814, Petra.Merz(at)Bonn.de

 

 

 

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