Newsletter Schule März 2012

Collegium Josephinum

Bereits im vorgeschalteten nichtöffentlichen Teil des Unterausschusses des Schulausschusses war das CoJoBo Thema. In dem Beitrag einer Mutter wurde berichtet, wie wenig Unterstützung nach einem Übergriff sexueller Art der Schüler und die Eltern erfuhren.Im Gegenteil, während einer Schülervollversammlung wurde in Anwesenheit des Betroffenen der Vorfall vom Rektor als Lüge bezeichnet. Es gab keine Gesprächsangebot seitens der Schulleitung und auch die „externe Aufklärerin“, Frau Dr. Schumacher, wollte kein Gespräch und erst recht keine Aufnahme dieses Übergriffs in ihren Aufarbeitungsbericht. In der Diskussion um Zäpfchenvergaben und sexuelle Übergriffe am CoJoBo stellte der Schulausschuss einmütig fest: es muss eine wirklich unabhängige Untersuchung geben, der Sanitätsdienstes einschließlich seiner Medikamentenvergabe muss ebenfalls überprüft werden und die Rolle des noch im Sanitätsdienst verbliebenen Paters gehört ebenfalls durchleuchtet. Dieser wurde übrigens gerade von der Schule zum Leiter der Arbeitsgruppe: Prävention von sexualisierter Gewalt von Kinder und Jugendlichen ernannt.

 

 Ein von der Schulausschussvorsitzenden Dorothee Paß-Weingartz angefordertes Gutachten, ob und wann ein Zäpfchen für Kinder in weiterführenden Schulen angebracht ist beantwortet die Frage klar und deutlich: nie. Nun hat die Ausschussvorsitzende erneut die Bezirksregierung angeschrieben, die sich bisher nur sehr begrenzt als Schulaufsicht zuständig fühlte und diese auf die Diskrepanzen zwischen den Berichten und Tätigkeiten der Schule und z.B. des externen Fachmannes wie Professor Singer vom Universitätsklinikum in Hamburg Eppendorf.

 

Die Schulausschussvorsitzende hat sich erneut an die Bezirksregierung gewandt und vor dem Hintergrund des neuen medizinischen Gutachtens um Aufklärung gebeten. Darüberhinaus wird das Schulamt in einem Brief die Landesregierung die Notwendigkeit einer neuen gesetzlichen Regelung der Schulaufsicht über Privatschulen einfordern.

 

Inklusion

Für Aufregung sorgte die Beschlussvorlage der Verwaltung, zum kommenden Schuljahr sechs weitere Grundschulen in die Inklusion zu „zwingen“. Hier führte die Schulverwaltung aus, dass sie nie die Vorstellung gehabt habe, Schulen zur Inklusion zu zwingen, sie aber auch gehalten seien, die Eltern klagefrei zu halten – was bedeutet, dass alle Eltern, die ihre Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen beschulen lassen wollen, einen Anspruch darauf haben. Inzwischen ist die Verwaltung dabei, ein Hilfspaket für die Schulen zu schnüren und will dies in engem Kontakt mit den Schulen tun. Um diesen Prozess zu unterstützen, hat der Ausschuss die Vorlage noch nicht beschlossen, sondern in 1. Lesung behandelt. Im nächsten Ausschuss soll dann, nach den entsprechenden Gesprächen mit den Schulen ein Beschluss gefasst werden.

 

Vor allem benötigen die Städte und Gemeinden für die Umsetzung des inklusiven Unterrichts mehr finanzielle Unterstützung seitens des Landes und auch des Bundes. Im Moment werden die Kommunen mit der Umsetzung im Regen stehen gelassen.

 

Tannenbusch-Gymnasium wird NRW-Sportschule

Der Schulausschuss befürwortet und unterstützt das Umsetzungskonzept für den Ausbau des Tannenbusch-Gymnasiums Bonn zur Sportschule NRW zum Schuljahresbeginn 2012/2013. Das Land hatte das Konzept der Schule so gut gefunden, dass es das Gymnasium zur Sportschule NRW ernannte. Jetzt benötigt die Schule nur noch den Ratsbeschluss, dieser wird am 31.05.2012 fallen.

 

Job-Coach

Die Fördermaßnahme Job-Coach des Godesheims wird fortgeführt. Mit diesem Programm sollen SchülerInnen erreicht werden, die ohne Begleitung aller Voraussicht nach keinen Schulabschluss erreichen würde. Die Erfolgsquote ist sehr gut, von den insgesamt 46 betreuten SchülerInnen, die zum Schuljahreswechsel die Schule beendet haben, konnten 25 an Berufskollegs und 7 in eine Ausbildung vermittelt werden. 8 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Maßnahmen der Berufsvorbereitung begonnen, 4 haben ein freiwilliges soziales Jahr angefangen und 2 konnten in die gymnasiale Oberstufe wechseln.

 

Marie-Kahle-Gesamtschule

Der Schulausschuss hat dem vorliegenden Planungskonzept mit der Maßgabe zugestimmt, dass bis zur Ratssitzung überprüft wird, ob ein Grundstückankauf für die Errichtung der Turnhalle möglich ist. Eltern hatten Verwaltung und Politik angeschrieben und auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht. Wenn es gelingen könnte, wäre dies sehr gut, denn die Platzverhältnisse dort sind sehr beengt.

 

OGS- Plätze

Die Verwaltung legte eine Beschlussvorlage vor, mit der sie ermächtigt wurde, weitere 330 Plätze beim Land zu beantragen. Bisher waren 200 Plätze vorgesehen, nun werden es nach den Sommerferien 530 Plätze mehr sein. Damit wird es in Bonn zum kommenden Schuljahr 6730 Plätze geben. Angesichts der bestehenden Wartelisten, der hohen Nachfrage nach OGS-Plätzen zum kommenden Schuljahr und den vorliegenden Anträgen auf Erweiterung des OGS-Angebotes wurde die Verwaltung nach eingehender Diskussion im Schulausschuss gebeten, eine entsprechende Fortschreibung der OGS-Bedarfsplanung vorzunehmen.

 

Helmholtz

Das Helmholtz-Gymnasium hat in seiner Schulkonferenz am 29.02.2012 beschlossen, an der Schule das IB (International Baccalaureate) einführen zu wollen. Diesem Anliegen hat der Schulausschuss zugestimmt. Die Verwaltung wurde nun beauftragt, die notwendigen Genehmigungen bei den zuständigen Behörden und Dienststellen einzuholen. Das IB ist ein internationaler Bildungsabschluss, der von der International Baccalaureate Organisation (IBO) vergeben wird. Sitz der Dachorganisation ist Genf. IBO ist eine private, gemeinnützige Stiftung im Bildungsbereich. Das IB ist KEIN öffentlich-rechtlicher Schulabschluss. Das IB wird jedoch – nicht zuletzt wegen der anspruchsvollen, wenn auch privatrechtlichen IB-Programme, die zur Abschlussprüfung führen, in der Regel international von Universitäten als Hochschulzugangsberechtigung anerkannt.

 

Lesestart

Vor einiger Zeit hat die Stiftung Lesen zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung mit „Lesestart – Drei Meilensteine für das Lesen“ ein bundesweites Projekt vorgestellt mit dem Ziel, die Bildungschancen von Kindern – egal welcher Herkunft und Lebenslage – deutlich zu steigern. Das Projekt agiert mit mehreren Partnern (Kinderärzte, Bibliotheken, Grundschulen) und verläuft über mehrere Jahre in drei Phasen. Dem Ausschuss wurde das Projekt in einer kurzen Präsentation vorgestellt. Es ist im Internet unter www.lesestart.de dokumentiert. Die Stadt Bonn wird das Angebot annehmen und sich an dem Projekt beteiligen. Die Ratsgremien werden über den Verlauf informiert.

 

Kettelerschule

Beim Schulamt der Stadt Bonn als zuständigem Schulträger sind von den Eltern von 84 Kindern, Anträge gestellt worden, die Katholische Grundschule Kettelerschule in eine Gemeinschaftsgrundschule umzuwandeln. Bei einer Gesamtschüler(innen)zahl von 197 entspricht die Anzahl der Kinder, deren Eltern Anträge gestellt haben, 42,64 %. Die Voraussetzung, dass Anträge von Eltern gestellt sein müssen, die mindestens 20 % der Schülerinnen und Schüler vertreten, deren Eltern eine Umwandlung erreichen können, ist damit erfüllt. Der Schulträger leitet nun Abstimmungsverfahren eingeleitet. Es soll voraussichtlich vom 20. bis 22. März 2012 in der Kettelerschule stattfinden.

 

Im Schulausschuss wird die hohe Hürde kritisiert, 2/3 aller Eltern müssen für die Umwandlung stimmen. Hier ist nach Auffassung der Grünen eine Gesetzesänderung dringend erforderlich, denn oft scheitert die Umwandlung nicht an der Mehrheit derer, die abgestimmt haben, sondern daran, dass die Zustimmung zur Umwandlung nicht von 2/3 aller Eltern abgestimmt wurde.

 

Termine

Der Schularbeitskreis der Grünen Fraktion tagt am Dienstag, den 08.05.2012 um 17:30 Uhr im Alten Rathaus, Eingang Rathausgasse, 1. Etage, Sitzungsraum 1.21. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Alle Termine der Fraktionssitzungen und der Arbeitskreise auf unserer Internet-Seite: www.gruene-bonn.de

 

Fraktion und Arbeitskreise tagen grundsätzlich öffentlich. Interessierte sind herzlich ein­geladen.

 

Bei folgenden Arbeitskreisen besteht die Möglichkeit der Mitarbeit:

 

Kinder + Jugend; Schule; Soziales; Stadtplanung; Umwelt + Verbraucherschutz; Wirtschaft; Denkmalschutz; Frauen; Kultur; Internationales + Wissenschaft; Sport; Migration + Integration; BürgerInnenbeteiligung + Lokale Agenda; Finanzen + Beteiligungen.

 

Im Schulausschuss für die Grünen

 

Dorothee Paß-Weingartz, Vorsitzende des Schulausschusses

 

Anja Lamodke, schulpolitische Sprecherin

 

Stefan Rau, sachkundiger Bürger    

 

Doro Schmitz, Stadtverordnete

 

Hannes Schröder, stellvertretender sachkundiger Bürger

 

Timo Hausschild, stellvertretender sachkundiger Bürger

 

Martin Michalke, stellvertretender sachkundiger Bürger

 

Tim Achtermeyer, stellvertretender sachkundiger Bürger

 

Aktuelles aus der GRÜNEN Ratsfraktion unter www.gruene-bonn.de

 

Herausgegeben von: Grüne im Rat der Stadt Bonn, Rathausgasse 5-7, 53111 Bonn

 

Telefon: 0228 – 77 2073 Fax: 0228 – 77 2035

 

e-mail: gruene.ratsfraktion(at)bonn.de;

 

 Internet: http://www.gruene-bonn.de

 

Redaktion: Petra Merz, Tel.: 0228 – 77 3814, Petra.Merz(at)Bonn.de

 

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