OB ignoriert Ratsbeschluss zum Tibet

?Ich bin sehr enttäuscht, dass die Verwaltung den Ratsbeschluss nicht umgesetzt hat?, sagte der Stadtverordnete Florian Beger.

 

Der Rat hatte am vergangenen Mittwoch mit Mehrheit beschlossen, sich wie Über 1000 andere Städte, Gemeinden und Landkreise in Deutschland auch am nationalen Tibetsolidaritätstag zu beteiligen. Dies sollte durch das Hissen der tibetischen Flagge auf dem Alten Rathaus auch öffentlich deutlich gemacht werden.Ausdrücklich beschloss der Rat sich auch an der Flaggenaktion zu beteiligen, die am 19/20. Juni 08 aus Anlass des olympischen Fackellaufes durchgeführt wurde.

 

Die Oberbürgermeisterin hatte sich schon im Vorfeld des Rates gegen eine solche Beteiligung ausgesprochen. Entsprechend vergrätzt reagierte sie schon während der Ratssitzung als diese mehrheitlich ihrer Empfehlung nicht folgte.

 

Entgegen dem Beschluss ließ die OB die Fahne am 19./20. Juni nicht hissen.Auf Nachfrage der GRÜNEN ließ sie mitteilen, da der Beschluss erst am späten Abend des 18. Juni erfolgt sei, habe die Verwaltung sich nicht in der Lage gesehen, eine tibetische Fahne zu besorgen und zu hissen.

 

?Diese Erklärung ist absolut unglaubwürdig und dem Anliegen in keiner Weise angemessen?, sagte Florian Beger. ?Wenn die Verwaltung sich wirklich außerstande gesehen hätte, die Fahne selbst zu besorgen, hätte der Bonn Bundestagsabgeordnete Eisel sicher gerne ausgeholfen.?

 

Eisel hatte der OB bereits im Vorfeld eine Tibetfahne zukommen lassen, die die OB zurückgeschickt hatte. Sein Büro liegt am Bonner Marktplatz.

 

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