OB-Vorschläge zur Schließung der Oper stoßen auf Kritik und Unverständnis

Der Bonner Oberbürgermeister stößt mit seiner Idee, den Opernstandort von Bonn nach Köln und das Tanz- und Sprechtheater nach Bonn zu verlagern, bei der Koalition auf völliges Unverständnis. Ein Oberbürgermeister sollte schon wissen, welche Wellen seine Äußerungen auf einem öffentlichen Kultursymposion schlagen, auch wenn sie angeblich nur als Impuls oder Denkanstoss verstanden werden sollen.  „Leider ist wieder einmal festzustellen, dass der Oberbürgermeister seine Rolle noch nicht verstanden hat. Derartige ‚Ideen‘, die offensichtlich mit Niemandem abgestimmt waren, in Köln zu verbreiten, zeugt nicht von besonderer Sensibilität. Er ist ja nicht irgendein Bürger dieser Stadt.“, kritisieren die Fraktionsvorsitzenden Dr. Klaus-Peter Gilles (CDU) und Dorothee Paß-Weingartz (GRÜNE). „Auch ist es die völlige Unzeit für derartige ‚Impulse‘. Die Hausaufgaben, nämlich die Erstellung eines Kulturkonzepts, sind noch nicht einmal ansatzweise gemacht geschweige denn vorgelegt und dann kommt dieser nicht durchdachte ‚Denkanstoss‘ des Oberbürgermeisters. Die Überlegungen von CDU und Grünen gehen eindeutig in eine andere Richtung. Wir wollen sparen, aber deswegen nicht ganze Sparten einstampfen. Die Oper mit dem Beethovenorchester ist ein wichtiger, unverzichtbarer Bestandteil der Bonner Kultur. Der Glaube oder die Hoffnung, Bonn könne ´par ordre du mufti´ zu einem internationalen Standort für Sprech- und Tanztheater werden, ist eine fatale Fehleinschätzung und entbehrt jeglicher Grundlage. Nimptsch’s Gedanken sind nicht nur nicht zu Ende gedacht, sondern überhaupt nicht durchdacht.  Die Koalition arbeitet an einem abgestimmten und tragfähigen Kulturkonzept und rät dringend davon ab, die Diskussion durch solch untaugliche Vorschläge zu belasten.“

 

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