Oberbürgermeister wird aufgefordert, die Förderung des Radverkehrs zu einem der Schwerpunkte seines Verwaltungshandelns zu erklären

Im Rahmen des Konzepts „Bonn – Fahrradhauptstadt 2020“ und auf Beschluss der schwarz-grüne Ratskoalition hat die Bonner Stadtverwaltung im Herbst 2012 eine schriftliche Befragung mit einem standardisierten Fragebogen, der an den ADFC-Fahrradklimatest aus dem Jahr 2005 angelehnt war, durchgeführt. Diese rein auf Bonn spezifizierte Umfrage fand zeitgleich zur bundesweiten Befragung des ADFCs statt. Bei der Bonner Kampagne wurden 507 Fragebögen abgegeben und von der Stadtverwaltung ausgewertet. wobei die Geschlechterstruktur ausgegli¬chen war. Der durchschnittliche Teilnehmer ist berufstätig, zwischen 40 und 50 Jahre alt und fährt bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit, zum Einkaufen und auch in der Freizeit.

 

Wilfried Reischl (verkehrspolitischer Obmann, CDU):  „Trotz einer nur befriedigenden Gesamtnote bringen viele Teilnehmer des Fahrradklimatests zum Ausdruck, dass Radfahren in Bonn Spaß macht. Dies ist schon mal ein wichtiges Zeichen und zeigt uns, dass wir mit der Förderung des Radverkehrs in Bonn ein gutes Ziel gesetzt haben. Verschiedene Themen, die in der Befragung eher kritisch bewertet wurden, sind uns bereits als wichtige Aufgaben-stellungen bekannt. Für einige dieser Kritikpunkte wurden bereits Konzepte erarbeitet oder es wurde von der schwarz-grünen Ratskoalition bereits die Erarbeitung von Lösungsansätzen beauftragt. Schwierig wird es bei einigen Themen, bei denen der Radverkehr noch mehr in das Bewusstsein der Bonner Bürgerinnen und Bürger gebracht werden muss, um die im Fahrradklimatest mehrfach genannte fehlende Akzeptanz des Radverkehrs bei den städtischen Mitarbeitern und Autofahrerinnen und Autofahrern zu verbessern.“ Andreas Falkowski (Ausschussmitglied, Bündnis 90/DIE GRÜNEN): „Der im letzten Jahr erstmalig von der Stadtverwaltung durchgeführte Fahrradklimatest soll nun jährlich durchgeführt werden und als Indikator für die Zufriedenheit der Bonner Bürgerinnen und Bürger mit dem Radverkehr dienen. Im ersten Durchgang der Befragung gab es noch einige technische Schwierigkeiten, die sicher bis zur nächsten Befragung in diesem Jahr von der Stadtverwaltung abgestellt werden können. Außerdem wünschen wir uns eine deutlich breitere Teilnahme und somit ein breiter aufgestelltes Ergebnis. Denn bei dieser ersten Befragung nahmen doch größtenteils vor allem die Radfahrprofis im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, die bei jedem Wetter fahren und meist sogar ADFC-Mitglied sind, teil. Interessant wäre für die zukünftigen Fahrradklimatests, wenn man das Teilnehmerfeld auch auf Schülerinnen und Schüler sowie Studierende und die vielen gelegentlichen Radfahrerinnen und Radfahrer ergänzen kann, um eine breitere Datenbasis zur Messung der Zufriedenheit zu erlagen.“  Wilfried Reischl und Andreas Falkowski: „Die schwarz-grüne Ratskoalition hat der Bonner Stadtverwaltung die personellen sowie finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um das Konzept „Bonn – Fahrradhauptstadt 2020“ umzusetzen und den Radverkehr in Bonn deutlich zu verbessern und voran zu bringen. Wir fordern den Oberbürgermeister auf, die Förderung des Radverkehrs zu einem der Schwerpunkte seines Verwaltungshandelns zu machen. Denn nun ist die Stadtverwaltung gefordert, die kritischen Punkte, die im Fahrradklimatest genannt wurden, aufzugreifen und zusammen mit den beschlossenen Maßnahmen und Konzepte ihre Anstren¬gungen zu intensivieren. Die nötige Unterstützung haben wir der Stadtverwaltung ausreichend oft zugesichert und stehen für Beratungen und Diskussionen immer gern zur Verfügung. Denn um die Bedingungen und Möglichkei¬ten für ein sicheres und komfortables Radfahren in Bonn und somit auch die Zufriedenheit der Radfahrerinnen und Radfahrer zu verbessern, müssen alle Beteiligten zusammen arbeiten.“

 

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