Offener Brief an die Schulleitungen der Bad Godesberger Gymnasien

Offener Brief an die Schulleitungen der Bad Godesberger GymnasienAufnahmepolitik Ihrer Schule Sehr geehrte Damen und Herren, im General-Anzeiger vom 25.6. war ein Artikel mit der Überschrift „Leila ist nicht herzlich willkommen“ zu lesen. In diesem wurde die traurige Odyssee einer 10jährigen Einserschülerin geschildert, die gemeinsam mit ihren Eltern versuchte, einen Platz an einem Bad Godesberger Gymnasium zu erlangen. Sie wurde überall abgelehnt.Mir sind die Überhänge an Anmeldungen an Ihren Schulen bekannt. Allerdings ist es doch sehr merkwürdig, dass „Leila“ bei allen Gymnsasien durch sämtliche Aufnahmekriterien fiel.Dafür habe ich angesichts der Noten und der Schulwegnähe der Schülerin bisher keine Erklärung.Was allerdings nicht zu tolerieren wäre, dass Leila möglicherweise aus religiösen oder ethnischen Vorbehalten keine Chance auf einen Platz an ihrer Schule hatte. Diese sollten in einer internationalen Stadt wie Bonn keinen Raum haben – ganz abgesehen von den Beschämungen, die man mit einem solchen Ablehnungsverhalten einem jungen Menschen zufügt. Integration und Inklusion sind zurzeit viel diskutierte Themen in der Bildungslandschaft, davon sind die Gymnasien nicht ausgeschlossen. Ich wünsche mir im Interesse aller Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, dass Sie zum kommenden Anmeldeverfahren Ihre Aufnahmekriterien transparent machen und sich an die mit der Stadt Bonn vereinbarten Aufnahmefristen halten.Bonn ist eine internationale und weltoffene Stadt und dies sollte auch an allen Bonner Schulen einschließlich der Privatschulen sichtbar sein. Mit freundlichen Grüßen Dorothee Paß-WeingartzVorsitzende des Schulausschusses der Stadt Bonn

 

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