Ozon: Stadtverwaltung soll besser informieren

Die umweltpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion Brigitta Poppe hat sich an den Oberbürgermeister mit der Bitte um mehr Aufklärung über aktuelle Ozonwerte gewandt.„Bereits letzte Woche waren die Werte über 180 ug/m³. Heute und in den nächsten Tagen muss wieder mit sehr hohen Werten gerechnet werden. Und dann müsste die Bevölkerung dringend informiert werden. Schaut man aber auf die Internetseite der Stadt Bonn, so ver-weist diese lediglich an das Landesumweltamt. Hier müssen die die aktuellen Ozonwerte direkt stehen,“ so Brigitta Poppe.Ab einem Mittelwert von 180 µg/m3 muss die Bevölkerung unterrichtet werden, da bei dieser Konzentration die Leistungsfähigkeit empfindlicher Menschen bereits beeinträchtigt werden kann. Ab 200 µg/m3 Ozon können Symptome wie Tränenreiz, Schleimhautreizungen in Ra-chen und Hals, Kopfschmerzen oder Husten auftreten.Poppe:“ Bis zum letzten Jahr funktionierte dies auch, jeder konnte der Bonner Internetseite direkt die aktuelle Ozonbelastung entnehmen und sich entsprechend verhalten. Seit die Stadt Bonn nicht mehr selbst misst, wird auf die Messstation in Köln-Rodenkirchen verwie-sen. Zumindest diese Messungen sollten direkt abrufbar sein.“

 

Brief:

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,seit Anfang des Jahres werden in Bonn seitens der Stadt keine Luftschadstoffe mehr gemessen. In Bonn-Auerberg gibt es eine Messstation des LANUV, die aber keine Ozon-Werte misst. Laut Verwaltung sollen künftig die Ozon-Werte von Köln-Rodenkirchen auch für Bonn maßgeblich sein. Am letzten Freitag gab es laut Umweltbundesamt in dieser Gegend Ozonwerte zwischen 180 – 240 ug/m³.Gewarnt wurde in Bonn allerdings nicht. Über die Internet-Seite der Stadt Bonn erfährt man lediglich, dass in Bonn keine Messungen vorgenommen werden.Wir sehen in dieser Angelegenheit dringenden Handlungsbedarf, da bei steigenden Temperaturen in den nächsten Tagen wieder mit hohen Ozon-Werten zu rechnen ist. Viele Bürgerinnen und Bürger reagieren sehr empfindlich auf Ozon und sind auf Informationen bezüglich der Schadstoffkonzentration angewiesen.Bitte teilen Sie uns mit, wie die Stadt Bonn künftig die Bürgerinnen und Bürger informieren will.Mit freundlichen GrüßenBrigitta Poppe

 

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