Personalentscheidung im Bereich Internationales – CDU und Grüne sind besorgt

Die überraschende Personalentscheidung des Oberbürgermeisters – Abordnung der Leiterin des Amtes für Internationales und globale Nachhaltigkeit in das Wissenschaftsdezernat – wurde bei den Fraktionen von CDU und Grünen intensiv diskutiert.  Die Sprecherin der CDU für Internationales und Wissenschaft, Christiane Overmans, erklärt dazu:Die kürzlich durchgeführte Organisationsuntersuchung hatte ergeben, Zitat:„Sowohl die Referatsleitung als auch die Mitarbeiter/-innen zeigen einen hohen Einsatz für ihre Aufgaben. Die hohe Identifikation der Referatsleitung und ihrer Mitarbeiter/-innen mit der Aufgabe sowie der große Erfahrungsschatz sind großer Bestandteil des Erfolges dieses Bereiches.“ Sofern sich seitdem etwas an dieser Situation geändert haben sollte, verdient dies schon allein aufgrund dieser Aussage eine umfassende Ursachenermittlung und verbietet Schnellschüsse.Der Sprecher für Internationales der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Tim Stoffel, führt weiter aus: „Es muss sichergestellt werden,  dass  diese unerwartete Entscheidung des Oberbürgermeisters nicht den Internationalen Standortes Bonn dauerhaft  schwächt. Der plötzliche Wegfall einer Stelle belastet die Arbeit des Amtes und die Fortführung der Arbeit bei der Betreuung von internationalen Konferenzen und vielen anderen Tätigkeiten. Auch die dringend benötigte Entwicklung eines internationalen Konzepts für die Stadt Bonn darf durch diese Entscheidung nicht  in Frage gestellt werden.“Die Vorsitzende des Ausschusses für internationales und Wissenschaft, Bürgermeisterin Angelica Maria Kappel:“Frau Dr. Hohn-Berghorn hat im Bereich Internationales viel geleistet und maßgeblich die Entwicklung der Stadt Bonn zum UN-Standort vorangetrieben. Sie hat mit Sicherheit das Potential, auch den Wissenschaftsstandort Bonn weiter voran zu treiben. Nach den uns vorliegenden Informationen ist  nicht nachvollziehbar, was eine derart abrupte Abordnung notwendig gemacht hat. Der Oberbürgermeister steht nun in der Verantwortung, unmittelbar dafür zu sorgen, dass die Arbeitsfähigkeit des Amtes in diesem für Bonn überaus wichtigen Politikfeld sicher gestellt  bleibt.“CDU-Fraktionsvorsitzender Dr. Klaus-Peter Gilles weiter dazu:„Wenn es Mängel in der Amtsführung gegeben hat, so können diese nicht kurzfristig aufgetreten sein und man muss fragen, was denn die unmittelbaren Vorgesetzten, unternommen haben, um dem abzuhelfen. Es ist schwer nachvollziehbar, dass man hier von üblichen Verfahrensweisen abgerückt ist und keine anderen Maßnahmen wie Moderationsbegleitung o.ä. in Erwägung gezogen hat. Auch gab es offensichtlich keine Anhörung der Betroffenen. Von vorherigen Personalmaßnahmen wie Abmahnungen, Verweise, … ist uns ebenfalls nichts bekannt geworden. Der OB hat Frau Hohn-Berghorn im Gegenteil immer als „seine Außenministerin“ bezeichnet. Da uns die konkreten Hintergründe für diese bemerkenswerte Entscheidung nicht bekannt sind, bleibt festzuhalten, dass der OB hierfür die alleinige Verantwortung zu tragen hat.Die CDU-Fraktion ist der Ansicht, dass die Herausforderungen, die im internationalen Bereich in diesem Jahr auf die Stadt zukommen, immens sind, angesichts der anstehenden Fertigstellung des WCCB und des Ausbaues des UN-Standortes. Sie  wird die weitere Entwicklung, in die sie formal nicht eingreifen kann, auch längerfristig kritisch verfolgen und erwartet im März dazu auch Aussagen im Rahmen des Entwurfes für die Fortschreibung des Internationalen Konzeptes.“

 

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