Personalmangel in städtischen Kitas

Im letzten Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie hat die Verwaltung eingestanden, dass es noch nie so eine angespannte Personalsituation in den städtischen Kindertageseinrichtungen gegeben habe. Begründet sei dies zum einen in einem sehr hohen Krankenstand, auch bedingt durch die Mehrbelastung durch die Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren sowie die schwierige Situation am Markt – es werde immer schwieriger, ErzieherInnen zu finden.Die Grüne Sprecherin Dorothee Paß-Weingartz:“ Erschwert wird die personelle Versorgung aber auch durch verspätetes Ausschreiben der Stellen und die damit verbundene spätere Neubesetzung von Stellen. So sei in einem Fall die Leitungsstelle einer großen städtischen Kindertageseinrichtung acht Monate lang nicht ausgeschrieben worden.“Durch die dünne Personaldecke steige die auch vorher schon hohe Arbeitsbelastung weiter an.Paß-Weingartz:“ Ein weiteres Problem sind die fehlenden hauswirtschaftlichen Kräfte, diese Arbeit müssen die Erzieherinnen dann zusätzlich übernehmen. Dabei hatten wir bereits im letzten Jahr 75.000 Euro im Haushalt eingestellt. Davon wurde allerdings seitens des Personalamtes nur für eine Stelle Geld bewilligt. Für dieses und die kommenden Haushaltsjahre wurden jeweils 200.000 Euro eingestellt, die der Kämmerer nun nicht freigibt. Er begründet die Zurückhaltung des Geldes damit, dass es sich um eine neue freiwillig Maßnahme handele und er in der vorläufigen Haushaltsführung könne das Geld nicht freigeben dürfe.“Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hingegen argumentiert, die Maßnahme sei nicht neu und die 200.000 Euro seien sogar personell hinterlegt, seit Januar könnten in großen städtischen Kitas Hauswirtschaftskräfte eingesetzt werden.  Ein weiteres Problem sei, dass der Kämmerer die JahrespraktikantInnen auf die Giftliste gesetzt habe. Sie sollen künftig eingespart werden. Dadurch vermindert sich die Anzahl dieser PraktikantInnen von 11 auf 5 – was wiederum die Personaldecke schwächt.Paß-Weingartz: „Um die größte Personalnot zu lindern, sind wir der Auffassung, dass der Kämmerer die 200.000 Euro für die hauswirtschaftlichen Kräfte freigeben kann, denn ist keine neue Maßnahme, da sie letztes Jahr  bereits im Haushalt veranschlagt war. Die Frage der PraktikantInnen müssen wir im Rahmen der Haushaltsberatungen klären“.

 

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