Praktikum von Lars Grimm: 13. August bis 11. September 2014

Vom 13. August bis 11. September 2014 absolvierte ich im Rahmen meines Soziologie-Masters an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Praktikum in der Fraktionsgeschäftsstelle der GRÜNEN im Rat der Stadt Bonn. Als langjähriger Einwohner der nahegelegenen Stadt Rheinbach und als Absolvent des Bachelor Studienganges ‘Politik und Gesellschaft‘ an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sind mir die Stadt Bonn und die Region bekannt, weswegen mir die Entscheidung ein Praktikum bei den Bonner GRÜNEN zu machen umso leichter fiel.Trotz meiner sozial- und politikwissenschaftlichen Vorkenntnisse, bedeutete das Praktikum in der Fraktionsgeschäftsstelle für mich einen Sprung ins kommunalpolitische kalte Wasser, da ich bisher keinerlei Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht hatte und jenseits der gelegentlichen Zeitungslektüre in meinem Gießener ‚Exil‘ nur geringfügig über kommunalpolitische Geschehnisse im Raum Bonn informiert war. Durch die tägliche Arbeit in der Geschäftsstelle, sowie die freundliche Unterstützung der Fraktionsmitarbeiter, vermochte ich mich allerdings schnell auf einen angemessenen Stand der Dinge zu bringen.Ich hatte das Glück, mein Praktikum in der spannenden Phase der Koalitionsgespräche antreten zu können, was mir durch den täglichen Informations- und Meinungsaustausch in der Fraktionsgeschäftsstelle, sowie durch meine persönliche Anwesenheit bei Koalitionsgesprächen einen Eindruck über die Komplexität der politischen Kompromissfindung, aber auch über die parteiübergreifend ergebnisoffene und konstruktive Atmosphäre vermittelte. Trotz dieser positiven Grundstimmung war allerdings stets klar, dass zu Kommunalpolitik, wie zu jeder Form der Politik, derKonflikt zwischen den Parteien, aber auch zwischen der verwaltenden Bürokratie und den politischen Entscheidungsträgern dazugehört. Des weiteren hatte ich die Möglichkeit an Sitzungen der GRÜNEN-Fraktion teilzunehmen und mit der Betreuung der fraktionsinternen Ausschuss- und Gremienkandidatenliste meinen Beitrag zur Besetzung der Ratsausschüsse und anderer Gremien leisten zu können.Die Zeit in der Fraktionsgeschäftsstelle der GRÜNEN hat mir gezeigt, dass (Kommunal)Politik eine arbeitsintensive (nicht zuletzt ehrenamtliche) Aufgabe ist und ob der sich oftmals verändernden Problemkonstellationen ein gewisses Maß an Flexibilität bedeutet. Daher ist sie allerdings gleichzeitig ein spannendes Feld, das mir als Sozialwissenschaftler eine berufliche Perspektive aufgezeigt hat.

 

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