Projekt Baulückenschließung über der Autobahn in Poppelsdorf soll weiterverfolgt werden

Nach jahrelanger Prüfung und unzähligen Verhandlungsrunden schlug die Verwaltung der Bezirksvertretung Bonn vor, die Baulückenschließung in Poppelsdorf über der A565 mit einem Wohn- und Geschäftshaus nicht weiter zu verfolgen. Nachdem bereits die Piazza-Idee verworfen wurde, sollte nun auch das Wohnprojekt nicht realisiert werden.  Zu groß sei das Risiko, dass die Stadt bei ungeklärten Sicherungs-, Unterhaltungs- und Haftungsproblemen belangt werden könnte. Dieser Vorschlag der Verwaltung stieß bei CDU, Grünen und FDP auf Unverständnis. In der Sitzung der Bezirksvertretung Bonn am 22.9.2015 wurde deshalb ein von der CDU initiierter Änderungsantrag einstimmig beschlossen: „Die Begründungen der Verwaltung waren uns nicht ausreichend und nicht überzeugend genug. Hier müssen noch mehr Fakten nachgeliefert werden. Deshalb haben wir die Verwaltung beauftragt, sie auch zu liefern“, so die stellvertretende planungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und Stadtverordnete Henriette Reinsberg. „Es wird höchste Zeit, dass sich an dieser Stelle was tut! Wir haben die Verwaltung deshalb auch beauftragt, gemeinsam mit den Projektentwicklern nach Lösungen zu suchen, um das Projekt doch noch auf den Weg zu bringen. Die Verwaltung soll nachverhandeln mit dem Ziel Wege zu finden, wie das Haftungsrisiko für die Stadt minimiert werden kann und danach erneut berichten. Das Projekt jetzt schon zu begraben, ist noch zu früh, “ so  Reinsberg weiter.Der planungspolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Hardy Lohmeyer, wünscht sich mehr Mut und Kreativität bei der Suche nach einer Lösung: „Wir nehmen natürlich die Bedenken der Verwaltung sehr ernst. Der politische Wille, die Wunde, die der Autobahnbau in Poppelsdorf geschlagen hat, auch auf dieser Straßenseite zu heilen, ist eindeutig. Der Nutzen, den eine Schließung der Baulücke für das Ortsbild und Leben in Poppelsdorf bringen würde, rechtfertigt, noch einmal intensiver nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.“ Besonders wichtig ist für den planungspolitischen Sprecher der FDP, Frank Thomas, die Aufwertung des Stadtbildes an dieser Stelle: „Zwar haben die vorhandenen Buden auch ihre Liebhaber, aber für das städtebauliche Erscheinungsbild ist die gesamte Situation mehr als suboptimal.“Christian Steins, Stadtverordneter für Poppelsdorf schlägt in dieselbe Bresche: „Die Schließung der Baulücke ist für das gesamte Straßenbild von enormer Bedeutung, die Überlegungen hierzu dauern bereits unverhältnismäßig lange. Gerade zu Zeiten knapper bezahlbarer Wohnflächen ist die Nutzung des geplanten Wohnhauses als Studentenwohnheim eine gute Lösung.“

 

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