Quartierskonzept für das Pennenfeld

„Hiermit greift die CDU bereits bestehende Überlegungen und Bemühungen der Wohlfahrtsverbände, der Verwaltung und der Vebowag auf“, erinnert die Bezirksverordnete Karin Robinet, die ebenfalls Mitglied des städtischen Sozialausschusses und altenpolitische Expertin der Grünen ist. „Es ist gut, wenn sich die Politik nun hinter diese Idee stellt, denn im Pennenfeld gibt es großen Bedarf für die Stärkung sozialräumlicher Zusammenhänge“, so Robinet weiter, „allerdings ist der CDU-Antrag noch sehr allgemein formuliert, es bedarf eines Diskussionsprozesses über Ziele und Instrumente eines solchen Konzeptes. Inhaltlich sollte man besonders auf die Stärkung der Selbsthilfe und die Bewohnermobilisierung als besonders nachhaltige Maßnahmen zielen.“

 

„Wir werden daher einen Änderungsantrag in das Beratungsverfahren von Bezirksvertretung und Sozialausschuss einbringen“, ergänzt der sozialpolitische Sprecher der Grünen im Stadtrat, Florian Beger, „besonders wichtig ist, dass die Erarbeitung eines Stadtteilkonzeptes im Dialog mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern erfolgt.“

 

Inhalt des Änderungsantrages1. Die Verwaltung wird beauftragt ein Konzept zur Stärkung sozialräumlicher Bezüge im Stadtteil Pennenfeld vorzubereiten. Hierfür ist der Zeitraum eines Jahres vorgesehen, nach Erarbeitung des Konzeptes legt die Verwaltung der Politik dieses zur Beschlussfassung vor.

 

2. Bestandteile des Konzeptes können sein:

 

– Einbindung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Vebowag und des Stadtplanungsamtes mit dem Ziel einer qualitativen Verbesserung der Wohnraumversorgung und Stadtteilgestaltung, zur Förderung der öffentlichen Sicherheit, dem selbstbestimmten Leben im Alter, dem gemeinsamen Leben von jungen und alten Menschen, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.

 

– Förderung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch aktive Ansprache durch die Verwaltung und dem Angebot von Foren des Dialoges; Förderung der jungen Menschen mit Migrationshintergrund durch sozialräumliche Jugendarbeit unter Einbindung bereits aktiver freier Träger der Jugendhilfe.

 

– Förderung der Selbst- und Nachbarschaftshilfe und der Bewohnermobilisierung durch Einrichtung von Treffpunkten und Quartiersversammlungen, Einrichtung eines „Quartierfonds“ in Höhe von 5000 € je Haushaltsjahr zur Finanzierung von selbsterarbeiteten Kleinstprojekten der Bewohnerschaft.

 

3. Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung des Quartierkonzeptes wird durch frühzeitige Bürgerversammlungen und andere Beteiligungsinstrumente, z. B. einem Forum für Anregungen im Rahmen des städtischen Internetangebotes und/oder einer Projektgruppe unter Einbeziehung von Kommunalpolitikern und engagierten Bürgern aus dem Stadtteil sichergestellt.

 

4. Die Einbindung der freien Träger, Wohlfahrtsverbände, Polizei, Bürgerinitiativen (z.B. „Go-Respect“) wird sichergestellt.

 

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