Quecksilber in der MVA: GRÜNE fordern strengere Kontrollen bei der Müllanlieferung

„Wenn, wie derzeit angenommen wird, der MVA das Quecksilber gezielt untergeschoben worden ist, ist dies eine ernstzunehmende Straftat, die mit allem Nachdruck zu verfolgen ist“, sagte das GRÜNE MVA-Aufsichtsratsmitglied Dr. Beate Bänsch-Baltruschat. „Die MVA kann sich nur schwer vor solchen Machenschaften schützen, die präventiven Maßnahmen können aber noch verbessert werden.“Diese gelte insbesondere für die Kontrollen bei der Müllanlieferung.  Bisher fahren die Wagen nur über eine Waage, die Ladung ist dabei nicht einsehbar und wird dann in den Müllbunker gekippt. Dieser Bunker wird wiederum normalerweise aus Arbeitsschutzgründen nicht von Mitarbeitern betreten.„Man muss hier zumindest darüber nachdenken, wie hier stichprobenartig die Müllladung kontrolliert wird“, sagte Bänsch-Baltruschat. „Damit könnte man die Hemmschwelle, illegalen Müll in die MVA zu schaffen deutlich erhöhen und das scheint ja erforderlich zu sein.“

 

Zudem setzen sich die GRÜNEN dafür ein, die bisherige Filteranlage zu optimieren.

 

Darüber hinaus wollen die GRÜNEN  erreichen, dass genau untersucht wird, zu welcher Verbreitung von Quecksilber der Vorfall geführt hat.„Quecksilber ist zwar in der Luft schnell flüchtig, die Belastung von Wasser und Boden ist dagegen sehr langfristig “, sagte Dr. Bänsch-Baltruschat. „Wir wollen genau wissen, wie hoch die vorgefundenen Konzentrationen im Umfeld der Anlage nach dem Vorfall waren.  Über die Ergebnisse ist dann selbstverständlich die Bevölkerung umfassend zu informieren!“

 

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