Radförderung in Bonn – Druck wird erhöht

Mit den Fortschritten beim Ausbau der Radförderung zeigt sich der Vorsitzende des Bonner Planungsausschusses, der GRÜNE-Landtagsabgeordnete Rolf Beu höchst unzufrieden.Rolf Beu MdL:  „Die Stadtverwaltung unter Führung von OB Jürgen Nimptsch scheint den Stadtrat nicht ernst zu nehmen. Nur so scheint es erklärbar, dass im von der Verwaltung vorgestellten Haushaltsentwurf für die nächsten Jahre die Mittel für das Projekt ‚Bonn – Fahrradhauptstadt 2020‘ gestrichen wurden. Oder soll die Ratsmehrheit provoziert werden?Einst hatte Bonn bei der Förderung des Radverkehrs eine Vorreiterrolle. Dieser Vorsprung wurde verspielt. Und jetzt scheint der Ehrgeiz bei der Stadtverwaltung völlig erlahmt zu sein.-  Es ist ein Trauerspiel, dass das Thema der Radstation am Hauptbahnhof von der Stadtverwaltung mit den Beteiligten immer noch nicht nachhaltig gelöst werden konnte und sogar das Provisorium gefährdet ist.- Der Bau neuer Radwege kam faktisch zum Erliegen. Selbst bei Projekten, wo Landeszuschüsse bewilligt wurden, wie beim bachbegleitenden Radweg zwischen Am Dörnchen – Siemensstraße, erledigte die Stadtverwaltung jahrelang ihre Hausarbeiten nur mangelhaft.- Absolut unakzeptabel ist, dass der Beschluss zur Einführung eines Radleihsystems seit etlichen Monaten im Dschungel der Stadtverwaltung zu versinken droht. Selbst in den nicht gerade als Radhochburgen bekannten französischen und britischen Hauptstädten wurden unübersehbare Radleihsysteme mir Dutzenden Ausleihstationen eingeführt.“Beu weiter: „Wenn die Verwaltung jetzt erwähnen sollte, dass die Situation in Paris und London nicht mit der in Bonn vergleichbar ist, werde ich versuchen, für sie eine Exkursion nach Lille zu organisieren. In dieser nach Einwohnerzahl und Fläche mit Bonn vergleichbaren nordfranzösischen Stadt wurden unter dem Dach des örtlichen Verkehrsunternehmens flächendeckend Ausleihstationen mit Hunderten von Rädern eingerichtet. Über die dort gewonnenen positiven Erfahrungen konnte ich mich vor Ort mit unserer Kölner Regionalratsfraktion bereits informieren. Ein ähnliches Engagement kann auch von der Bonner Verwaltungsspitze erwartet werden.“

 

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld