Radioaktive Belastung im Müll aus Neapel?

An dieStadtwerke BonnGeschäftsführung derSWB Verwertung

 

Fax-Nr. (0228) 711 ? 2770

 

– Offener Brief -Betr.: Mögliche radioaktive Belastung des Mülls aus Neapel

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Zemlin,sehr geehrter Herr Becker,in dieser Woche meldeten Sie, Neapels Müll könne ab Mitte Juli nach Bonn geliefert werden, weil die Bezirksregierung die Notifizierungsanträge mittlerweile genehmigt habe. Diesen Vorgang haben wir im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz des Stadtrates bereits kontrovers diskutiert. Nach dieser Debatte erreichte uns im Juni dieses Jahres aus verschiedenen Medien (BBC, NDR, dpa) die Nachricht, dass in Hamburg mehrere Container mit Neapel-Müll radioaktiv belastet gewesen seien. Als Ursache wurde das radioaktive Isotop Jod-131 genannt, das möglicherweise von einer Radiologen-Praxis unsachgemäß entsorgt worden sei.Dieser Vorgang wirft aus unserer Sicht zusätzliche Fragen auf:1. Wie wird der aus Neapel nach Bonn gelieferte Müll auf radioaktive Belastung hin untersucht?2. Wäre das Filtersystem der Bonner Müllverbrennungsanlage überhaupt in der Lage, das flüchtige Jod-131 zurückzuhalten?3. Welche Strahlenbelastung wäre im Falle der Kontamination des Mülls für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke und für die anliegende Bevölkerung zu befürchten?4. Wird der angelieferte Müll auch auf andere radioaktive Bestandteile untersucht und wie?Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Ihnen diese Fragen wegen des großen öffentlichen Interesses und der Sitzungspause der parlamentarischen Gremien als ?offenen Brief? zusenden und sind unsererseits selbstverständlich einverstanden, wenn Sie Ihrerseits die Öffentlichkeit breit über Ihre Antworten unterrichten.

 

Mit freundlichen GrüßenBrigitta PoppeUmweltpolitische Sprecherin der Grünen im Rat der Stadt Bonn

 

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