Radverkehr in Bonn: Große Koalition hat total versagt

„Der Radverkehr fristet unter der Großen Koalition in Bonn nur noch ein ´Mauerblümchendasein`“, sagte Fraktionssprecher Karl Uckermann. ?Den Titel ´Fahrradfreundliche Stadt` hat die Stadt längst nicht mehr verdient!?

 

Hintergrund der GRÜNEN Kritik sind die äußerst geringen Hauhaltsansätze, die die Große Koalition für die Jahre 2008/2009 eingestellt hat.?Der Haushalt sieht für die nächsten 2 Jahre (!) ganze 154.000 Euro vor, die Stadt ist bei dieser Summe mit einem Eigenanteil von gerade mal 30.000 Euro dabei?, sagte Uckermann. ?Das ist absolut jämmerlich.?Jetzt habe die  Stadtverwaltung mit ihrer Beschlussvorlage selbst klar gemacht, dass diese Mittel ?hinten und vorne nicht reichten?.?Den Gremien liegt jetzt eine Beschlussvorschlag mit den wichtigsten Maßnahmen vor?, erläuterte Uckermann. ?Aus unserer Sicht ist auch dieses Programm noch unzureichend. Geht es nach den Etatvorstellungen de Großen Koalition weiter, würde es mehr als 10 Jahre dauern, das Programm abzuarbeiten, das ist doch ein Witz, allerdings ein schlechter.?

 

Das Ergebnis der Politik der Großen Koalition, so die GRÜNEN, sei ein Anteil der Radler am Verkehrsgeschehen von nur 15 %.?Jetzt rächt sich, dass sämtliche Haushaltanträge der GRÜNEN zum Thema konsequent abgebügelt wurden. Dass es anders geht, zeigt die Stadt Münster?, sagte Uckermann. ?Mit einem Anteil von über 35 Prozent am Verkehrsaufkommen ist der Radverkehr dort in den vergangenen Jahren nochmals gewachsen, im Gegensatz zum Anteil der Autos, der seit über 25 Jahren nicht gestiegen ist. Münster gehört zu den Städten mit dem niedrigsten Kfz-Anteil ? Fahrradhauptstadt eben. Davon sind wir in Bonn eben meilenweit entfernt ? und daran trägt die große Koalition ein gerütteltes Maß an Verantwortung.?

 

Die GRÜNEN unterstrichen die grundsätzliche Bedeutung des Umstiegs auf das das Rad für die Zukunft der Stadt.?Das Fahrrad ist das ideale Verkehrsmittel für kurze und mittlere Entfernung in Bonn. Es schützt uns alle vor unnötigem Lärm und Dreck.?

 

Die GRÜNEN kündigten eine Ratsinitiative zum Ausbau des Radverkehrs an, der mit außerplanmäßigen Haushaltsmitteln zu finanzieren sei.?Der Ausbau ist auch finanziell der effektivste Weg, um etwas für Klimaschutz und Lebensqualität in unserer Stadt zu tun?, sagte Uckermann.

 

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